hier geht´s zum Schneckenhaus
Gönn´ Dir mal ´ne Pause
Gönn´ Dir mal ´ne kleine Pause. Laß genügen Dir am Sein.
Hast geschuftet und geackert, stell´ die Uhr auf Ruhe ein.
Denn das taktgefüllte Ticken, läßt dem Leben wenig Rast,
und durch manches stete Hasten, hast Du vieles schon verpaßt.
Wenn ich eine Ruhe suche, stell´ ich mir ´ne Insel vor,
wo ich Gutes hab´ erfahren. Hektik dann sich meist verlor.
Eine Brise weht entgegen, die mich fröhlich bald empfängt,
ohne drängend´ Widersprüche, ohne Sorgen mich beschenkt.
Sand des flüchtig´ strebend´ Lebens, rieselt langsam von mir ab,
und ich ahne, wie vergänglich mancher Sand sich täuschend gab.
Muscheln, Conchas geh´ ich suchen, mit Erinnerung gefüllt,
denn sie bergen neu´ Erleben. Ungeduld wird so gestillt.
Ganz bewußt die Einsamkeiten auszukosten, ist Genuß!
Ruhe heißt nicht Stillestehen, sondern Möglichkeiten Gruß.
Was in solchen Ruhestunden aufzubrechen sich entschließt,
kann Dir Horizonte zeigen, deren Aussicht Du genießt.
Solche stillen, trauten Orte wirken Kräfte, bergen Glück,
weil sie Mäßigkeit bewirken, Klarheit für den trüben Blick.
Phantasie, sie geht spazieren. Zieh´ die Kinderschuhe an!
Denn sie bringen Dich zu Träumen, wenn die Seele lachen kann.
Quelle für Musik des Herzens komponiert die Melodie,
die in Jahren längst verloren. Deshalb sammle sie und zieh´
zu den Stränden heit´ren Schweigens, wo das Urteil sich enthält.
Manches Harte Deines Denkens wird im Schweigen abgestellt.
Einsicht kann den Schritt begreifen, den Du dann als nächstes gehst,
wo Du oft in all der Eile nur auf einer Stelle stehst.
Nimm Dir Zeit für eine Pause, ohne Hetze und Gepäck.
Chancen lassen sich erkennen in dem Atemhol-Versteck.
Staub, der vorher aufgewirbelt, legt sich einmal nieder dann,
wo das Auge Kostbarkeiten ungetrübter schauen kann.
Dieses Plätzchen nenn´ Dein eigen, dorthin ziehe Dich zurück.
Damit atmest Du Beleben, langsam, stetig, Stück für Stück.
Denn der Geist, er braucht die Ruhe, daß er wieder schöpfen kann.
Wo Du einmal Hoffen sätest, trägt´s Dir reife Früchte dann.
Im Genügen-Lassen-Können, lassen oft wir vieles los.
Es ist Ruhe in Bewegung. Das Ergebnis ist so groß,
wie Erkennen es erlaubet und die Einsicht es begrüßt,
wo der Alltag und die Sorgen sich zum Stillesein beschließt.
Laufe jenem Ort entgegen, mitzulaufen lohnt sich nicht,
nachzulaufen bringt viel Tränen und aus manchem Gleichgewicht.
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Kleines Stück vom Glück
Ein kleines Stück vom Glück
Frisches Grün und braune Erde -
Leben, Tod zusammen gehn.
Und sie lassen ihre Farben
neben der des Andern stehn.
Blüten offen und verschlossen.
Beide blühn an einem Strang.
Eine läßt ihr Köpfchen hängen,
and´re läßt ihr ihren Gang.
Jugend ist so bald vorüber.
Alter denkt so gern zurück.
Beide können sich ergänzen.
´s wär´ ein kleines Stück vom Glück...
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Anbefohlen
Dieser Segen möge ruhen auf der Seele so verletzt,
denn ihr wurde ja vergeben, und sie hatte sich verschätzt,
in den wahren, echten Feinden. Diese hat sie nicht erkannt.
Würde sie ihr Herze öffnen, einem Segen, der benannt,
was im Grunde seiner Heilung, Hoffnungsvolles wollte sein,
sie im tröstenden Verstehen ein Begleiter ohne Stein,
Segenshand entgegenhalten, wo ein Mißverstehen lag,
wo ein Beispiel für die Menschen deren Nöte zeigen mag,
die doch selber so getreten, von der Menge, ohne Schutz,
und sie konnten sich nicht wehren, gegen all den bösen Schmutz.
Hieran würde sie erkennen, wer die wahren Freunde sind.
Meistens sind es g´rade jene, die „man“ erst durch Streit gewinnt.
Wenn sich dann durch klares Reden dann am Ende stellt heraus,
was der And´re wirklich meinte, dann gewinnt man stets im Haus
einen neuen, nie gedachten, ungeahnten Freund dazu.
Und die Seele, die verletzte, findet so ein wenig Ruh´.
Darum sei Er Dir ein Hirte, daß Dir auch nichts mangeln mag.
Und Dich weidet auf den Auen, die da grünen jeden Tag.
Dieser Hirte mög´ Dich führen an die Quellen klar und frisch,
und erquicken Deine Seele, Frieden sei an Deinem Tisch.
Laß Dich führen auf der Straße, die da g´rade ist und recht.
Wenn Du manches tiefe Tale auch bewanderst, bleibe echt.
Fürchte keinen nagend´ Kummer, denn Er ist ja stets bei Dir,
will Dir Stab sein und auch Stecken, will Dich trösten, glaube mir.
Gutes möge Dich begleiten, stets auf Deinem Lebensweg,
und Barmherzigkeit Dir folgen, Frieden sei auf Deinem Steg.
Darum bleibe in dem Hause jenes Herren immerdar,
der bis heute Dich begleitet, und Dir Schutz und Zuflucht war.
frei nach Psalm 23
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ramo de olivo

