.
♦
.
o. T.
In dem Tümpel fragt er sich: „Wird es jemals besser werden?“
Tümpelt weiter vor sich hin, ändert nix an den Beschwerden.
Unzufrieden meint er dann: „Warum soll ich ´was verändern?
Es wird DOCH nicht besser sein.“ Und so sitzt er an den Rändern
jenes Tümpels, grübelt stur, denn er will ja nix verbessern.
Und so steht er wieder auf, um den Tümpel zu bewässern.
Dabei läge es an ihm, sich aus diesem rauszuziehen.
Ändern müßte er „nur“ sich, um dem Tümpel zu entfliehen.
.
♦
.
Vergiß Dich nicht!
Ich ging im Garten
so vor mich hin,
um ´was zu finden:
Ein Hauptgewinn!
Es lag im Schatten
wie Sternenlicht,
die Blüten-Wiese
„Vergiß-Dich-Nicht“.
Ich wollt´ mich legen,
doch tat ich´s nicht.
Die Nessel drohte,
daß sie mich sticht.
So hielt ich Siesta
am andern Ort.
Um Rast zu suchen,
und neues Wort.
.
♦
.
Laßt die Kinder fragen!
Nicht nur Kinder stellen Fragen nach dem Wie und Was und Wo.
Mißverstehen, Wissenslücken lassen sich ja lösen so,
um den Sinn zu transferieren. Nennt sich illo-und-kutiv.
Hinterfragen, aufzufordern, zu erfahren, was noch schlief.
Deutsche Frage, England-Frage oder Frage nach dem K.
Manchmal weiß der Antwortgeber selbst nicht recht, wie ihm geschah;-)
Wo Juristen Formeln fragen: „Wer will was von wem woraus?“
kennt sich auch der Fragesteller bei den Fragen nicht mehr aus.
Manche Fragen bleiben offen, wieder and´re suggestiv.
Andre Fragen sind geschlossen; selten liegt die Antwort schief.
Gute Fragenkataloge können oft von Nutzen sein.
Denn sie führen ja zu Zielen, und ein Lernen stellt sich ein,
dient dem Lösen von Problemen, frischen Alltagswissen auf,
um bewußter wahrzunehmen, wie Erfahrung nimmt den Lauf.
Einfach Fragen formulieren, die genau und klar gestellt.
Kann die Antwort oft erleichtern. Überprüfen wird erhellt.
Nachzudenken kann beleben, wenn die Frage bleibt konkret,
offen, kurz und aktivierend, wie´s im PAKKO-Schema steht.
Doppelfragen sind zu meiden; sie verwirren nur den Kopf.
Ebenso die Schläger-Worte -> überflüssig wie ein Kropf.
Positives Formulieren läßt das Mehrfachdeuten weg.
Denn durch doppeltes Verneinen kriegt so mancher schon ´nen Schreck.
Aus der Fragezeichen-Fülle die Gedankenschritte blüh´n.
Führen so zu Lernprozessen, die dem Denken nicht entflieh´n.
Mancher braucht ein ganzes Leben, findet Antwort dennoch nicht,
denn es bleibt die immer selbe, dennoch bringt sie neues Licht.
Denn im Forschen liegt Entdecken, doch nicht immer zum Gewinn.
Manchmal führt ein Hinterfragen mehr zu Schmerzen als zum Sinn.
Immer aber ist es Schlüssel. Neue Türen öffnen sich.
Oftmals gibt die Stille Antwort, weil sie durch Gespür besticht.
Fragen können meist verbinden. Im Erkennen liegt Gewinn.
Fremdes so gewahr zu werden - ein Begegnen liegt darin.
Jede Frage bleibt ein Suchen, für die Kinder weises Spiel.
Darum laßt die Kinder fragen, denn sie fragen NIE zuviel!
.
„Ich glaube, daß die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist und daß wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.“ - Dietrich Bonhoeffer
„Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht.“ - Adalbert Stifter
„Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens.“ - Christoph Lehmann
.
♦
.
mit Gemüt
Festzuhalten, zu erzwingen,
was schon abgestorben war,
wird dem Menschen kaum gelingen,
denn es stellt ein Klagen dar.
Loszulassen heißt verändern,
fordert Willen und Gemüt.
Diese beiden guten Freunde,
singen meist ein frohes Lied.
.
♦
.
Lebensjahresringe
Weißt Du wieviel Ringe zieren einen großen, alten Baum.
Manche liegen nah beisammen, and´re brauchen weiten Raum.
Jahresringe spiegeln wider, wie das Jahresklima war.
Milde Jahre - breite Ringe, Wachsen wird da offenbar.
Kalte oder heiße Jahre weisen schmale Ringe auf.
Und so zieh´n sich all die Jahre durch des Baumes Lebenslauf.
Ähnlich wie bei einem Menschen, manche Jahre reich erfüllt,
und dazwischen liegen Zeiten, mager zeigt sich dort das Bild.
Jahresringe eines Lebens - manchmal war das Klima schlecht,
ließ den Baum so gar nicht wachsen, Früchte trug er keine recht.
Wurzeln konnt´ er hier nicht schlagen, denn der Einfluß seiner Welt,
hindert´ manches Mal am Wachsen. Wo er geistlich stolpert, fällt,
kann es auch zum Stillstand kommen, Früchte bleiben aus sodann,
wenn Umgebung, Dauerkälte Reifen schnell verderben kann.
Nicht gepflanzt an Lebenswassern welken seine Blätter bald.
Wo der Wind die Spreu zerstreute, werden Menschen fruchtlos alt.
Feuerbrand und auch Bakterien machen viele Bäume krank.
Sie zu fällen, zu verbrennen bleibt der Lebensende Dank.
And´re Bäume tragen Narben, Rinde zeugt von manchem Sturm.
Große Alte spenden Schatten unter ihrem Blätterturm,
gleichen Menschen mit Erfahrung, Not erstarkte Lebenshaus.
Trost zu spenden - ihre Gabe - denn sie gleichen vieles aus.
♦
„Die Bäume gingen hin, um einen König über sich zu salben, und sprachen zum Ölbaum: Sei unser König! Aber der Ölbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die Götter und Menschen an mir preisen, und hingehen, über den Bäumen zu schweben? Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser König! Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit und meine gute Frucht lassen und hingehen, über den Bäumen zu schweben? Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du und sei unser König! Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Wein lassen, der Götter und Menschen fröhlich macht, und hingehen, über den Bäumen zu schweben? Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm du und sei unser König! Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen: Ist's wahr, daß ihr mich zum König über euch salben wollt, so kommt und bergt euch in meinem Schatten; wenn nicht, so gehe Feuer vom Dornbusch aus und verzehre die Zedern Libanons.“ aus Ri. 9
„Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens, ist aber Verkehrtheit an ihr, verwundet sie den Geist.“ aus Spr. 15
„Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch aber ist ein Baum des Lebens.“ aus Spr. 13
„Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“ aus Ps. 1
„Die Frucht der Gerechtigkeit ist ein Baum des Lebens; aber Gewalttat nimmt das Leben weg.“ aus Spr. 11
„So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.“ aus Mt. 7
.
♦
.
Marienkäfer und Herbstblatt
Verwelktes Blatt, es blieb zurück;
es schaute nicht des Winters Blick.
Es lernte loszulassen.
Es tat ihm unermeßlich weh,
zu liegen unter kaltem Schnee,
den Frühling zu verpassen.
Verloren hat es nichts dabei,
im Gegenteil, es war so frei,
Vergänglichkeit zu leben.
Marienkäfer spürte dies,
so daß er gern sich niederließ,
Erinnerung zu geben.
Da wandelte sich jener Schmerz,
und warf den Frieden in sein Herz,
das Blatt begann zu weinen,
erinnert´ froh, in Dankbarkeit,
das bunte Glück bei all dem Leid -
es tat sich nun vereinen
und zeigte, daß ein Leben lohnt,
in dem das Wandelbare wohnt.
Es konnte nichts verlieren,
im zugeneigten Lebens-Ja,
sein Frühling war ja noch mal da,
Vergänglichkeit zu spüren.
Marienkäfer küßte Blatt,
ein Kuß der tiefes Hoffen hat,
den Abschied ihm zu geben.
Sie würden sich ja wiederseh´n
dereinst, um beides zu versteh´n.
Das Sterben IN dem Leben.
.
♦
.
Sanft-Mut
Die Sanftmut ist beherrschte Kraft,
die unter Menschen Achtung schafft
im konsequenten Handeln.
Entscheidung ist ihr Weggefährt´,
der stets bewußt Respekt gewährt,
Verstehen umzuwandeln
in rücksichtsvolle Wachsamkeit,
die - ohne Launen - auch im Streit
in konstruktiver Weise,
- dem Wert des Andern zugewandt,
den eig´nen dabei nicht verkannt -
erweitert beide Kreise.
Sie fordert und erwartet nicht,
sie nimmt sich selber ins Gericht,
bereit zu akzeptieren,
was menschlich oder fehlbar ist
und wo Vergeben nicht vergißt,
sich selbst zu reflektieren.
Bestimmt und freundlich überzeugt,
die eig´nen Grenzen aufgezeigt,
bereit zum Lernen bleiben,
zuerst zu hören - auch Kritik -
für möglich halten, weit im Blick,
dem Fairen sich verschreiben.
Und „nur“ zu reden, bringt nicht viel.
Danach zu handeln führt zum Ziel,
im echten Aufrecht-Gehen.
Die Sanftmut ist mein Lieblingswort,
Begegnen kann an ihrem Ort
wahrhaftig frei entstehen.
.
♦
.
Alle Aus...Ländern
Menschen aus den fernen Ländern kommen her in „unser“ Land.
Aus Gefangenschaft und Kriegen, und wir geben uns´re Hand.
Denn in diesem, „uns´rem“ Lande schauten wir das Licht der Welt.
War es Zufall oder Fügung, die uns hierhin hat gestellt?
Und sobald wir länger atmen, heißt es „unser Land“, warum?
Weil wir dort hineingeboren? Sind die andern deshalb dumm,
daß sie nicht in „unsern“ Ländern, unter „uns“ geboren sind?
Gott hat ALLE gleich geschaffen. Nur der Mensch ist manchmal blind.
Christen wurde aufgetragen, zu verkünden Gottes Wort.
Und sie sollen dafür ziehen in die Welt, an jeden Ort.
Doch in manchen, fernen Ländern, die so nah sind, daß wir seh´n,
wie sich Menschen hart bekriegen. Dahin sollen Christen geh´n?
In Verfolgung, in die Armut, in die Kriege, in die Not?
Aus den Ländern in die Länder, die nichts wissen von dem Gott?
Danke Herr, daß Du sie sandtest, aus den Ländern, große Zahl
derer, die aus Nöten kommen und aus tiefster Seelenqual,
um sie hier zu uns zu bringen. Denn Du schützest beide ja.
Jene die aus Leiden kommen, und die Christen, die so nah,
nun Dein Wort verkünden können jenen Menschen „Aus-dem-Land“
Denn sie wurden ja von andern Weltenbürgern oft verbannt.
„In-dem-Lande“, wo ich wohne, darf ich sagen nun Dein Wort,
muß nicht flüchten vor den Kriegen, vor der Armut. Denn der Hort,
den wir hier im Lande haben dürfen, wurde uns geschenkt.
Selbstverständlich nehmen viele Menschen, die auf sich gelenkt,
daß sie ohne Taschen kamen, nackt in dieses „Aus-dem-Land“,
das sie einfach umbenennen, weil sie wohnen „In-dem-Land“.
Wenn sie aus den Ländern kommen, dann beschützt ER vor Gefahr,
denn Er will, daß JEDES Lande hört von Jesus, deutlich-klar!
Wer sich denn als Christ bezeichnet, kennt den Auftrag aus dem Wort!
„Macht zu Jüngern alle Völker“ - ganz egal an welchem Ort!
Aus den Ländern, in die Länder, auf der ganzen weiten Welt!
Christ, er darf sich so bezeichnen, wenn er sich an Auftrag hält!
„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“ aus Mt. 28
.
♦
.
Wo die Zuver-Sicht noch glaubt
.
(Frühling im Herbst)
Laß Dein Leben Frühling feiern
mitten in der Herbsteszeit!
Laß den Schnee von gestern schmelzen.
Gestern ist Vergangenheit!
Laß die Tage länger werden,
Wärme, Licht und Duft herein,
und den grauen, trüben, schweren
Winter ´mal gewesen sein!
Laß die Blumen Deines Wesens
farben-fülle-froh erblüh´n,
und den Kummer, Leid, Verschulden
hinter jene Türe flieh´n,
die Du frei bist abzuschließen!
Alles, was dahinter liegt,
kannst Du heute nicht mehr ändern,
gleich wie schwer ein Hadern wiegt
mit Ent-täuschtem und Verletztem
mit dem ewigen Warum.
Hintertüriges Verharren,
nimmt Dir Deine Seele krumm;-)
Festzuhalten heißt zu sichern,
was zum Stehen-Bleiben führt.
Erst die eiserne Entscheidung
läßt die Bremse unberührt.
Klar, gelingt es nicht zu löschen,
was von gestern bleibt im Sinn.
Doch wie sehr es Dich „belagert“,
liegt in Deinen Händen drin.
Augenmerk auf das zu richten,
was in Möglichkeiten wohnt,
Hierauf kannst Du Einfluß nehmen. -
Aus dem Brunnen schöpfen lohnt!
JETZT ist Zukunft, denn die Gegen-
wart, sie fließt ja nur hinein.
Blick nach vorne! Ruf´ ins Leben
Neues! Und beginn´ zu sein!
Stecke Energie und Zeit hi-
nein in Deinen Vorwärtsgang.
Öffne Deine Tür dem Leben,
denn Du fühlst ihn, jenen Drang,
NICHT im Zwischen zu verweilen,
wo das alte Kleid verstaubt,
sondern Raum für Mut zu schaffen,
wo die Zuver-Sicht noch glaubt.
Besser, richtig willst Du´s machen?
Zu, nur zu, Gelegenheit!
Kraft erlangst Du bald im Gehen!
DAS ist DIE Lebendigkeit!
Ein Er-leben, denn bis heute
wurdest Du ja nur gelebt.
Ein Empfangen und Verschenken,
Hoffen, das nach vorne strebt,
um-zu-denken! AUCH wenn kalte
Frühlingswinde zweifel-weh´n.
Türen öffnen sich zuweilen
erst im „Dennoch-Weiter-Geh´n“.
.
♦
.
Krokuskuß
Krokus küßt ´ne alte Eiche.
Diese war schon halb ´ne Leiche.
Denn sie tat, so stur und trocken,
ständig meckern und verstocken;-)
In den Höhen ihrer Kronen
wollt´ nicht´ mal ein Vogel wohnen.
Und so keift´ die alte Eiche:
„Küß mich bloß nicht, denn ich reiche
viel zu weit für Dich nach oben.
Kannst Dich bücken und mich loben.“
Doch der Krokus, dieser Kecke,
schaute hoch zu ihrer Decke,
meinte vorlaut: „He, Du Eiche!
Daß ich Dir das Wasser reiche,
darfst Du gern von unten wissen.“
Und er tat sie noch mal küssen.
Die Moral von der Geschichte:
Eine Eiche, ist nicht dichte,
weil sie sich zu hoch verschätzte,
und sich nur an sich ergötzte,
brauchst sie nur ´mal frech zu küssen,
und dann wird sie sofort wissen:
Mensch, der Kleine ist ja dreiste,
hat ja mehr als ich im Geiste;-)
.
♦
.
Dankbare Hände
Mit verschränkten Armen stand er da, als wollte er sagen: „Bleibe mir fern, komm mir nicht zu nahe.“ Seine Schultern waren dabei nach vorn gebeugt, weil sie wußten, daß er auf niemanden außer sich selbst bezogen war und auch bleiben wollte. Er war seine Mitte und verriet dies durch seine verschränkte, gebeugte Haltung.
Sie hingegen ging unbefangen durchs Leben und breitete ihre Arme weit aus, war offen für Neues und ihre Mitmenschen, wollte lernen und staunen und danken.
Mit verschränkten Armen lassen sich seine Hände nicht falten... Hände, die nicht bereit sind, zu geben und sich dem Anderen darzureichen, bleiben leer wie das Herz ihres Besitzers. Hände die das be- und verschränke eigene Menschenleben fest- und gefangenhalten, statt sich frei und vertrauensvoll einzulassen... Hände, die nicht die Freiheit haben, mehr zu geben als sie bekommen... Hände, die nur haben wollen, um geizend zu behalten. - Undankbare Hände.
Ihre Hände hingegen strecken sich dem Andern entgegen, halten sich für Ver-Bindung mit dem Nächsten offen, geben alles, was in ihnen liegt gern und frei (von sich) weiter, und wundern sich dann, daß sie mehr zurück erhalten, als sie gegeben hatten... - Dankbare Hände.
Dankbare Hände sind sich der Freude bewußt, die sie geschenkt bekamen und können daher frei sein, diese Freude an andere weiterzugeben, sei es in der Nachbarschaft, in der Familie und sogar einem Fremden gegenüber.
Dankbare Hände können auf den anderen zugehen, ihn achtend annehmen, wie er ist, akzeptieren und respektieren, weil sie es selbst erfahren haben.
Dankbare Hände können teilen, weil sie wissen, wie es ist, empfangen zu haben. Sie können trösten, weil ihnen Trost zuteil wurde, und sie können sich dem Andern im Streit entgegen reichen, weil ihnen selbst vergeben wurde.
Dank verändert, denn dankbare Hände verbinden, indem sie von sich weg, hin zum anderen blicken, und somit den Blickwinkel verändern... hin zum Füreinander statt zum Gegeneinander.
„Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (aus Ps. 107)
.
♦
.
Gut gelaunt?
Wenn Dir Dinge Sorgen machen,
fange morgens an zu lachen.
Bringt es Stimmung in die Herzen,
dann vergehen auch die Schmerzen.
Trage stets Dein Lächeln weiter,
dann wird auch Dein Nächster heiter.
Gute Laune läßt sich wecken,
und vermag es anzustecken.
Meide hinderliche Schranken.
Laß sie lächeln, die Gedanken.
Schminke brauchst Du danach keine.
Denn die Jugend, sie bleibt Deine.
Beugen muß sich alles Trübe,
wenn Dein Lachen zeugt von Liebe.
Es ist eines jener Gaben,
derer, die zu leiden haben,
dennoch den Humor bewahren,
auch in schweren, späten Jahren.
Jede Stunde ist verloren,
wo ein Lächeln nicht geboren.
Reich sind jene, die es schenken,
und dabei an and´re denken.
Denn sie können glücklich machen,
haben selbst oft nix zu lachen.
Lernen läßt sich, dies zu denken:
Lächeln soll „man“ gern verschenken.
Denn es kostet keinen Gulden;
es erleichtert eig´ne Schulden.
.
♦
.
Vor- und Nachteile des Zitierens
Wer noch nie zuvor zitierte,
was ein and´rer zuvor schmierte,
sollte seinen Schnabel halten,
zweie Maße nicht verwalten.
Denn es könnte sonst passieren,
daß er selbst sich tut blamieren.
Worte gilt es zu bedenken.
Manche sollte „man“ sich schenken,
Wenn sie als vergessen galten,
kriegt „man“ sie sonst vorgehalten.
Darum: Vor dem Schreiben -> Denken,
dann erübrigt sich Verrenken,
um beim eig´nen Widersprechen,
sich noch einen abzubrechen.
Vor dem Schreiben, Spiegelschauen!
Sonst wird Spiegel Dich verhauen;-)
Worte sind ja wie Belege,
zeigen auf des Schreiber´s Wege.
Wenn sie einmal ausgesprochen,
hat „man“ selber sie verbrochen.
.
♦
.
Kommen Tiere in den Himmel?
Tiere sind nicht unbeseelt, wenn sie auch nicht viel verstehen.
Als Geschöpfe Gottes will mancher einer dies nicht sehen.
Und dann wird sich echauffiert, wenn die Pharis sonntags beten
wenn ein Bellen bittet drum, eben schnell mal auszutreten.
Jesus kam im Stall zur Welt. Tiere waren auch zugegen.
Und sie durften frei-direkt sich in jenem Raum bewegen.
Deshalb stören sie auch nicht, wenn sie gackern und miauen.
Denn das tun die Menschen auch, Kinder, Männer und die Frauen.
Offenbaren will sich Gott in den einfach-schlichten Leuten,
Kindern, die Ihm ganz vertrau´n, wird Er manches klarer deuten.
Sie be-greifen zweifel-los, was die Ältern oft nicht sehen.
Der Verstand ist meist im Weg, weil die Zweifel nicht verstehen,
daß Begegnen kann geschehn´, ohne gleich zu hinterfragen.
Damit tun sich Pharis schwer, und so manches Glück versagen.
Tiere haben ihren Platz, wie die Pflanzen und die Bäume,
auch im Himmel, Friedensreich, gibt´s genügend freie Räume.
.
♦
.
ramo de olivo

