ramo de olivo

Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet

 

und um unsrer Sünde willen zerschlagen.

 

Die Strafe liegt auf ihm,

 

auf daß wir Frieden hätten,

 

und durch seine Wunden

 

sind wir geheilt.

 

 

Jesaja 53, 5

.

.

Und Er wandte sich um...

Feuer brannte noch im Hof, - und im Saale das Gericht.

Einer saß und wärmte sich. - And´rer schwieg und klagte nicht.

„Nein!“ beteuerte der Freund. - „Diesen Menschen kenn´ ich nicht!“

Und der Freund, er schwieg erneut, - wort-geschlagen ins Gesicht.

„Ich gehöre nicht zu ihm!“ - Lautes Leugnen - zweites Mal.

„Ja, ich bin es!“ spricht sein Freund, - wußte um die Todes-Qual.

„Mensch, ich weiß nicht, was Du sagst!“ - Und da krähte schon der Hahn.

Jesus wandte sich noch um, - sah den Jünger dabei an.

Da gedachte er sogleich, - was ihm Jesus hat gesagt.

Petrus weinte bitterlich. - Jesus hat ihn nicht verklagt.

 

Ein Blick genügt! Es muß ein durchdringender Blick gewesen sein, mit dem Jesus dem Petrus in die Augen sah. Dieser Blick mußte bei Petrus unglaublich eingeschlagen, und ihm im Tiefsten erschüttert haben, denn er hatte versagt und war gestrauchelt. Welch eine ungeheure Macht im Blick des Allmächtigen liegt!

 

„Er schaut die Erde an, so bebt sie.“ aus Ps. 104

„Deine Augen sehen mich an, darüber vergehe ich.“ aus Hiob 7

„Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, daß er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!“ aus Mk. 15

 

Wen dieser alles durchdringende, in die Seele eines Menschen hineinreichende Blick trifft, der muß seine schwache, verlorene und hilflose Ohn-Macht erkennen!

 

Sorgend ist der Liebe Blick. - Trotz verächtlich großer Schmach.

Angespien ins Angesicht - faust-geschlagen noch danach.

Spottgepeinigt, ohne Schuld - Dornenkrone voller Hohn,

rohr-geschunden, ausgelacht - Jesus Christus, Gottes Sohn.

Alles ließ Er still gescheh´n. - Schwer verwundet, Haupt voll Blut.

Dennoch sorgt Er sich um den, - der Ihn schon verleugnen tut.

 

Und wir? Was tun wir, wenn wir in einer leidvollen Notsituation sind? Wir drehen uns um unser eigenes Leid und beschäftigen uns mit uns selbst. Je größer der Schmerz, desto kleiner unsere Welt. Wäre mal ein Gedanke wert, wenn wir einen Kranken oder Sterbenden besuchen, zu erkennen, daß wir uns in einer ähnlichen schmerzvollen Situation ebenso auf unsere kleine Welt beschränken... - Jesus war auch Mensch, mit allen Gefühlen und Empfindungen, die zum Mensch-Sein dazugehören. Doch Er dachte nicht zuerst an sich, sondern sorgte sich um Seinen Freund und Jünger. Es lag kein Vorwurf in Seinem Blick, und dennoch mußte Petrus das Gefühl des Versagt-Habens und der Reue empfunden haben.

 

Auf jeden einzelnen Seiner Kinder hat der Herr ein Auge, denn für SIE und IHRE Erlösung hat Er ja - ohne Schuld - Sein Blut am Kreuz vergossen, damit sie vor Gott gerecht sein können. Dazu war Jesus nicht verpflichtet, es war Seine liebende Gnade, mit der Er bis heute jeden anblickt, der Ihm wahrhaftig nachfolgt. „Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.“ aus Ps. 34 - Wie der Hirte seine Herde, so verliert Jesus keinen Seiner Menschen aus den Augen, sondern achtet auf die Gedanken, Taten und Worte eines Jeden.

 

Ungeachtet Seiner Not - achtet Er auf Seinen Freund.

Sieht die eig´nen Schmerzen nicht. - Liebe, Gnade sind vereint

in dem tiefen Jesus-Blick. - Unbegreiflich! Schau doch hin!

Denn Er blickt Dir tief ins Herz - mit derselben Liebe drin!

Den, der g´rad am Abgrund steht, - den, der in die Irre geht,

blickt Er voller Gnade an, - weil Er ihn - als Mensch - versteht.

Wenn Du weinst, verzweifelt bist, - ruht Sein liebend´ Blick auf Dir.

Weichst Du Seinen Augen aus? - Sucht Er dennoch eine Tür,

kehrt Dir nicht den Rücken zu, - sondern wartet in Geduld,

daß Du öffnest Tür und Herz - und bekennst Ihm Deine Schuld.

Sein Erbarmen, es ist groß! - Jedem Menschen ist Er nah!

Und für Ängste, Schuld und Not, - ist Er für uns alle da!

 

Auge in Auge schauen sich Jesus und Petrus an. Kein einziges Wort wird gesprochen, beide schweigen sie. Petrus war in größter Bedrängnis, mußte er doch um sein Leben bangen. Was wäre wohl geschehen, wenn Jesus in DEM Moment etwas gesagt hätte? Ein einziges Wort hätte doch weit mehr verraten, als ein einziger Blick! Und die Leute, die eh voller Mißtrauen gegen Petrus waren, hätten ihn weiter bedrängt oder ihn direkt gefangen genommen. Wäre auch nur ein einziges Wort gefallen, sie hätten ihn der Lüge oder des Ausspionierens bezichtigt. - Es zeigt, wie weise der Herr war, denn Er hatte die Lage erkannt und wußte, was das Beste und Nötigste für Petrus war. Deshalb sprach Er kein Wort zu ihm, sondern sah ihn „nur“ eindringlich an. Ob es wohl eine mächtigere und durchdringendere Art und Weise gibt, einem Menschen seine Liebe zu erweisen?

 

„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“ aus Ps. 32

 

Und noch eines: Jesus hat das Leugnen seines Freundes NICHT vor den übrigen Anwesenden angeprangert, wie es ein anderer in Seiner Lage wohl getan hätte! - Wie hättest Du in solch einer Situation reagiert? „Junge!“ hättest Du vielleicht gesagt, „ich hab´s Dir ja vorher gesagt, daß Du nicht zu mir stehen würdest. Es ist kein Verlaß auf Dich, ich wußte es doch, und dabei habe ich Dich noch gewarnt! Bloß Du, Du wolltest ja nicht auf mich hören!“

 

Nichts von alledem hat Jesus gesagt! Er wandte sich um, und sah den Menschen an. Das tut er bis heute!

 

„Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ aus Röm. 2

 

Dieser eindringliche Blick Jesus vermochte bei Petrus ein tiefes Schuldbewußtsein und eine nagende Reue zu wecken. Mit genau diesem Blick sucht Er bis heute, die Menschen zur Buße zu bewegen, indem Er uns - ohne ein Wort zu sprechen - unsere unvergebene Schuld erkennen läßt. Mal geschieht es, wenn wir in den Gottesdienst gehen, mal wenn wir mit uns allein sind, im Stillen, und ein anderes Mal, wenn wir selber vor der Wahl stehen, einem anderen Menschen, der uns gegenüber Reue zeigt, zu vergeben.

Ein schwacher Mensch würde in einer ähnlichen Lage den Anderen bloßgestellt, und ihn ohne jegliches Erbarmen an den Pranger gestellt haben. Und das einzig aus dem Grund, damit er selber in einem besseren Licht erscheinen und dastehen kann. - Jesus hingegen schaute Petrus „nur“ an, suchte seinen Blick, ließ ihn durch diesen liebenden Blick der Gnade seine Schuld erkennen. Wieviel mehr als tausend Vorwürfe kann doch ein einziger Blick bewirken!!! Es ist, als würde in einem solchen Augen-Blick ein Bann gebrochen!

 

Nicht ein Vorwurf liegt im Blick, - sondern einzig liebend´ Gnade.

Jesus stellt Dich niemals bloß - sondern sucht die stillen Pfade.

Blick genügt, er trifft ins Herz - Bann ist wirksam so gebrochen.

Und der Mensch erkennt die Schuld, - die sich heimlich hat´ verkrochen.

Wirkung zeigt der Gnaden-Blick, - das Erkennen schmerzte bitter.

Reue, Tränen, sie tun weh - wie die vielen eig´nen Splitter.

 

Und das geschah Petrus, einem Menschen der felsenfest an Jesus glaubte und Ihm nachfolgte! Doch Jesus hatte ihm versprochen - obwohl Er wußte, daß er Ihn verleugnen würde - „Ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre.“ aus Lk. 22

 

Jesus reicht dem Freund ein „Tuch“ -> Er versprach, für ihn zu beten.

Denn Er wußte vorher schon - Reue würd´ im Herzen treten.

Das bereit gelegte Tuch - reicht er Dir, wo Tränen weinen

über die begang´ne Schuld - wird Er trocknen sie den Seinen.

 

Jesu Blick, er sagt: „Steh auf! - Siehst Du nicht die große Gnade?!

Weine nicht! Ich schenke Dir - die Vergebung! Stell Dich g´rade!

Ja, ich gab Dir zu verstehn, - wo Du oftmals hast gefehlet.

Doch Du zeigst ja Reue nun. - Schuld sei nicht mehr aufgezählet.

Bitterkeit, Du schmecktest sie - jene Myrrhe Deiner Schmerzen.

Doch ich schenk´ Dir Nardenöl - für die Narben auf dem Herzen.

Die Vergebung - Balsam, Trost - für die Wunden Deiner Seele.

Friede leg´ ich Dir ins Herz - den Dir keiner jemals stehle.“

 

Petrus weinte bitterlich, sein Ungehorsam gegenüber Jesu betrübte ihn zutiefst. Doch lag etwas Heilsames in dieser Betrübnis. „Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.“ aus 2. Kor. 7

 

Diese Art der Traurigkeit kann bei einem Menschen Buße bewirken und ihm dadurch einen Neuanfang ermöglichen. Was wäre wohl mit Petrus geschehen, wenn er einfach weggegangen wäre, ohne seine Schuld zu erkennen, d.h. wenn sein Ungehorsam sein Herz kalt gelassen hätte? Irgendwann in seinen Leben hätte eine solche Haltung wohl zu einem Schicksalsschlag geführt, der ihn entweder wachgerüttelt, oder noch tiefer in die Bitterkeit geführt hätte. - In dem Moment, als er aber erkannte, was er getan hatte, war für ihn ein Neuanfang möglich geworden, und er mußte einsehen, daß es nicht ausreicht, sich immer auf Eigenes zu verlassen bzw. zu vertrauen. Solche Erkenntnis führt zu Demut und dem sehnenden Wunsch nach Vergebung.

 

Sehnst Du nach Vergebung Dich? - Siehst Du Deinen Scherbenhaufen?

Wehrst Du gegen Schulden Dich? - Bist zu lang davon gelaufen?

Wenn Dein Ich in Schuld zerbricht - und der Buße Tränen ringen,

schenkt Er Dir die Möglichkeit - Dir den Neubeginn zu bringen.

 

Petrus hatte erkannt, daß er sich selbst nicht trauen konnte, zumal er ja vor seinem Verleugnen Jesus gegenüber so oft beteuert hatte, daß er zu Ihm stehen würde. - Er brauchte nach diesem Augen-Blick eine ganze Zeitlang, um mit seinen Schuldgefühlen fertig zu werden. Er trat bewußt in den Hintergrund, wo er vorher doch so oft und gern im Vordergrund stehen wollte, wie er erst in dem Moment seines Verleugnens einsehen konnte. Dieser für ihn sicher ungeheuer schmerzvolle Prozeß hat wohl auch mit dazu beigetragen, daß er später von Jesus wieder gerufen wurde, und sein Wirken danach noch kraftvoller und gereifter war als vorher.

 

Manchmal macht die Schuld Dich klein. - Sie erniedrigt dann Dein Ich.

Und je mehr das Alte stirbt, - um so mehr bejahst Du Dich.

Neues kann so bald entstehn - Augen hat Er aufgetan.

Das Geheimnis von dem Kreuz - läßt Du SO an Dich heran.

Denn die Reue macht Dich reif, - wenn Vergebung Du gewählt.

Wo Du diese Gnade spürst, - wird Dein Glauben so gestählt.

Setze Deine Hoffnung drum - auf die Gnade, die vergibt.

Denn egal wie groß die Schuld - Jesus trug sie, weil Er liebt.

 

Hoffnung auf Dich selbst gesetzt - selbstgerecht, wie´s Petrus tat,

führte zur Verleugnung dann - Liebe er mit Füßen trat.

Geistlich heißt es nüchtern sein - wach zu bleiben, trotz Gefahr,

denn der Widersacher sucht - jeden schlafend-trunken Narr.

Petrus fiel auf seine Weg, - doch er stand auch wieder auf.

Ließ den Tränen reuevoll - deren heilend freien Lauf.

Danach ging er gleich hinaus - weg von Stätte, da er fiel.

Meide jeden, der Dich nur - in Versuchung führen will!

Leg´ das alte Leben ab! - Laß Dich reinigen von Gott!

Heilend wirkt sich dann Sein Geist - auf die Wunde Deiner Not.

 

Besser in der Kälte stehn - und zu frieren eine Zeit.

Als ans heiße Feuer gehn - wo die Seele kommt in Streit.

 

„Setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.“ aus 1. Petr. 1 - „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wißt, daß eben dieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.“ aus 1. Petr. 5 - „Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie.“ aus Ps. 56 - „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ aus Joh. 6

.

.

>Ich< reicht nicht!

„Ich“, so sagt der Phari eitel, „Ich befolge die Moral.

Ich beachte die Gesetze, gold´ne Regel jedes Mal.

Ich bin tüchtig, ehrlich, höflich und ein guter Gatte auch.

Ich gehorche meinen Eltern, guter Wille ist mein Brauch.

Ich geh´ immer in die Kirche, und ich spende selbst wie los.

Ich besteh´ auf meinen Werken, und ich buckle vor dem Boß.

Ich erfülle alle Pflichten, zahle Steuern, bin perfekt.

Um den Himmel zu betreten ist der Phari zu verdreckt.

Religionen oder Gut-Sein, tolle Werke und Moral

reichen nicht zu einer Rettung. Solches Denken bringt zu Fall.

Ob katholisch, evangelisch, jüdisch oder orthodox.

kann die Seele nicht erlösen, denn das wäre paradox.

Gott zu fürchten und zu beten und zu fasten bringt kein Heil.

Viele gehen so verloren, sie verweigern jenes Seil,

das zur Rettung und Vergebung ohne Golgatha zerreißt.

Wozu wäre ER gestorben?! Daß der Mensch sich göttlich heißt?

 

Gute Werke sind vergebens, viele Heuchler tun sie gern.

Doch sie bleiben OHNE Jesus ihrer Rettung ewig fern.

Phari zieht sich an den Riemen seiner eig´nen Schuhe hoch,

denn er nennt sich selbst Gerechter, buddelt so sein Höllen-Loch.

Könnte er sich selbst erretten, wozu sandte Gott den Sohn?

Ohne Jesus ist das Leben jedes Menschen blanker Hohn!

Keiner kann vor Gott bestehen durch die Selbstgerechtigkeit.

Jesus kam für all die Sünder, die zur Buße sind bereit,

zur Erkenntnis, daß sie fehlen in Gedanken und in Tat.

Bist Du etwa selbst Dein Heiland, der das Recht gepachtet hat?!

Dann verharre in dem Glauben, der Dich in die Irre führt,

g´radewegs in Dein Verderben, wo der Heuchler sich verliert.

Und gedenke jenes Schächers, dort beim Kreuz auf Golgatha.

„Jesus, sei mir Sünder gnädig!“ Da liegt die Erlösung. DA!

Nicht in Werken, in Gesetzen, Religionen und Moral.

Dadurch wirst Du NICHT errettet und gehörst zur großen Zahl

jener Menschen, die sich stellen über Gott und Sein Gebot.

Einzig Jesus kann Dich retten, lösen aus der Sünden Not.

.

.

Die sechs letzten Gewänder Jesu

Ob die Kleider mancher Leute deren Eigenart verrät?

Oder etwas über Neigung und Charakter darin steht?

Rüstung oder Prunkgewänder, Orden oder Uniform?

Herrschaftswürdig oder maßvoll, worin liegt Gesellschaftsnorm?

Oftmals tragen reiche Leute schlichte Kleider mit Niveau.

And´re Sternchen wollen glänzen, präsentieren sich auch so.

Scheuen keine schreiend´ Mühen, Kostenhöhe ist egal.

„In“ zu bleiben, aufzufallen, im Gespräch sein für den Fall.

 

Was trug Jesus, Herr und König, an dem Tag von Golgatha?

Sechs verschiedene Gewänder! - Kreuzestod, er war schon nah.

In verachtendem Verspotten kleidete Herodes Ihn

in den weißen Königsmantel, Prachtgewande ausgelieh´n.

Wollte Jesus präsentieren vor dem öffentlichen Hohn.

Dennoch blieb der Königsanspruch einzig bei dem Gottessohn!

Denn Er bleibt der Juden König, Sein „Du sagst es!“ hat die Macht.

Auch wenn ein Herodes spottet und ein Hoher Rat verlacht!

 

„Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.“ aus Joh.

 

Jesus ward für DAS verhöhnet, was Er ganz erwiesen war.

Und auch heute stellen viele Wahrheit so beschmutzet dar.

Prachtgewande trug der Heiland, weil Er Sünden auf sich nahm.

Sünde zeigt sich oft in solchem Prachtgewande, Schein, infam.

Unter all dem Glanz und Schmücken, da verbirgt sich manches Mal

Hochmut und der Egoismus, Machtbegehren, Schuldenqual.

Das Gewand, es soll verdecken Sündnatur und Heuchelei.

Doch die Maden drunter stinken in vergänglichem Geschrei.

 

DAS hat Jesus angezogen und getragen Menschgewand.

Jene, die Ihm folgen, glauben, führt Er in den Königsstand.

 

„Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater — Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ aus Offb. 1

 

Der Blutmantel

 

Blut von Händen schnell gewaschen, übergab Pilatus bald

Jesus in die Hand der Quäler, die Ihn geißeln mit Gewalt.

Rissen Ihm die Kleider runter, gaben Rohr Ihm in die Hand.

Hüllten Ihn in Purpurmantel und bespuckten das Gewand.

Beugten sich in Hohn, Verachten, schlugen Ihm das Rohr auf´s Haupt.

Und entzogen Ihm den Mantel. Würde haben sie geraubt.

 

Scharlachrot´ Soldatenmantel, purpurrot, so rot wie Blut,

das in all den Erdenkriegen, für die Unschuld schreien tut.

Blut aus Morden, Blut aus Streiten, Blut aus Macht und aus Gewalt.

Blut von ungerechten Taten, Blut aus Völkern, unbezahlt.

Blut im Kleinen wie im Großen, Blut von Opfern. - Menschenblut!

Blut aus Rache, Blut aus Hassen, Blut aus ungezähmter Wut.

All das Schuldenblut zu tragen, DAZU kam er auf die Welt,

Seine Auftrag auszuführen, konsequent und nicht als Held.

 

Die 4 letzten Gewänder

 

Danach zogen Ihm die Spötter Seine Kleider wieder an,

um Ihn endlich abzuführen, weil das Kreuz nicht warten kann.

Diese eig´nen Menschenkleider hat als Gott Er angelegt

und sich so durchs Menschenleben, wie ein Mensch darin bewegt.

Gott, Er ist ja Mensch geworden, schlüpfte in des Menschen Haut.

Wunder hat Er so bewirket, als sich kranke Frau sich traut,

Saum des Kleides zu berühren. Sofort wurde sie gesund!

Menschenkleider uns´res Heilands geben von der Hoffnung Kund´.

Ein Symbol für die Erlösung. - Vier Soldaten teilten sie.

Schon im Psalme zweiundzwanzig steht erfüllte Prophetie.

 

„Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.“ - aus Psalm 22

 

Wer zum Kreuzestod verurteilt, dessen Kleider galten auch

als die Beute für die Henker. Welch ein würdeloser Brauch!

Uns, den Menschen, die Ihm folgen, sind des Heilands Kleider Heil.

Wer sie anzieht, die Erlösung, wird Vergebung bald zuteil.

Prachtgewand und auch der Mantel, beides zogen sie Ihm aus,

denn in beiden Spottgewändern, war der Heiland nicht zuhaus´.

 

Was Er unter dem Gewande Seiner eig´nen Kleider trug,

dieses nahmen Ihm die Henker, als „man“ Ihn ans Kreuze schlug.

Nahtlos war das Kleid gewoben, und sie trennten dieses nicht,

sondern warfen Los darüber, wie der Psalm es deutlich spricht.

Kleider eines Hohepriesters, ohne Nähte hergestellt.

Denn sie sollten nicht zerreißen für den Priester aller Welt.

Er vertritt uns vor dem Vater. Opferblut hat Gültigkeit!

Deshalb gibt es keinen Andern, der als Mittler uns befreit!

Nicht Maria, nicht der Pastor, nicht der Anwalt tilgt die Schuld!

Nur das unzerteilt´ Gewande Seiner göttlichen Geduld!

Er ist alles, was wir brauchen, Mittler zwischen Mensch und Gott,

um die Menschheit loszukaufen von der Sünden Schuld und Tod.

 

Nur einer ist Gott, und nur einer ist auch der Vermittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Jesus Christus. Er gab sein Leben, um die ganze Menschheit von ihrer Schuld loszukaufen. Das gilt es zu bezeugen in dieser von Gott vorherbestimmten Zeit.“ aus 1. Tim. 2

 

Nur mit Lendentuch bekleidet, beinah´ nackt am Marterpfahl.

Henker konnten Ihn begaffen, letzte Würde „man“ Ihm stahl.

 

„Alle meine Rippen kann ich zählen; und sie stehen dabei und gaffen mich an. Schon losen sie um meine Kleider und verteilen sie unter sich.“ aus Psalm 22

 

Nacktheit steht für Scham und Sünde. Alle kommen nackt zur Welt.

Erster Adam tat die Sünde. Letzter Adam trug gequält

und zur Sünde selbst erniedrigt, nahm die UR-SCHULD so auf sich,

wurd´ an uns´rer Statt verurteilt. Starb für alle, auch für Dich!

 

„Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch ihn vor Gott als gerecht bestehen können.“ aus 2. Kor. 5

 

Leinen für des Priesters Kleidung, Leinentücher, letztes Kleid.

Und sie legten Ihn ins Grabe. - Nur für eine kurze Zeit.

 

„Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen.“ aus Joh. 19

 

Petrus fand die Tücher liegen, nur das Schweißtuch lag nicht dort.

Denn als Jesus auferstanden, lag´s an einem andern Ort.

 

„Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in das Grab hinein und sieht die Tücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort.“ aus Joh. 20

 

Leinen - Bild für die Gesetze. Alter Bund ist abgelegt.

Blieben in dem Grabe liegen. Denn der Heiland hat bewegt,

daß Gesetze sich erfüllen, durch den Tod auf Golgatha.

Er ist selber die Erfüllung, dadurch Seinen Dienern nah.

 

„Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.4 Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“ aus Mt. 5

 

1. Das erste Gewand des Herodes, das Prachtgewand, war jenes einer Menschheit ohne Gott, die die Kleider des hochmütigen Stolzes trägt.

2. Das rote Gewand der Soldaten weist darauf hin, wie abgrundtief brutal und voller Haß die Menschen sein können.

3. Seine eigenen Kleider zeigen, daß Jesus ganz Mensch war.

4. Das Untergewand ohne Naht weist Ihn als den wahren Hohepriester aus.

5. Mit einem Lendentuch bekleidet trägt er nicht nur die Schuld der Menschen, sondern auch die Ur-Sünde ans Kreuz.

6. Die Leinentücher hat Jesus bei Seiner Auferstehung abgelegt, da durch Sein Sterben am Kreuz und Seine Auferstehung das Gesetz des Alten Bundes erfüllt war.

 

Welche Kleider trägst Du heute? Legtest Du das alte ab?

Trägst Du Deinen alten Menschen, ebenso ins Sündengrab?

 

„Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ aus Eph. 4 - „Zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, daß ihr den Begierden verfallt.“ aus Röm. 13

.

.

 

 

Schau Ihn an!

Haltlos ringen um den Halt viele, die in Not versinken,

Trauer, Hoffnungslosigkeit, hilflos ohne Mut ertrinken,

die verzweifelt suchen Trost bei den Seelenheil-Experten.

Lösung finden sie dort nicht, wo die Blinden Sehen lehrten.

And´re suchen Stütze da, wo sich lange eng sich binden.

Viele bauen auf den Stein, der den Reichtum will verkünden.

Doch sie suchen außen nur, wo die Tränen innen weinen.

Und vergessen dabei oft, sie bekämen Halt im Einen,

der uns gleich geworden ist, Mensch in allen Menschendingen,

der Gethsemane durchlebt, wo die Seele schrie im Ringen.

 

Gott, Er wurde Mensch wie Du. Deshalb kennt Er Deine Schmerzen.

Außen suchst Du nach dem Halt, Jesus schenkt ihn IN den Herzen.

Sündengleichgesetzt am Kreuz, mit der Menschen Sündenwesen.

Todesangst, Er kannte sie! Deshalb kam Er zu erlösen,

nahm dem Teufel Macht, Gewalt über Tod und über Sünde.

Bleibe darum nicht verzagt, denn Er kennt die tiefsten Gründe,

zagte selber vor dem Tod, einsam war Er ganz verlassen,

Seine Freunde schliefen fest. Kannst Du solches jemals fassen?!

Auch Versuchung kennt Er gut, denn Er wurde selbst versuchet.

Mitleid hat Er darum stets, wo der Teufel Dich verfluchet.

 

Er durchlebte ALLES Leid, das Du selber mußt erdulden.

Dieses tat Er nur für Dich, ohne eigenes Verschulden!

Wieviel tiefer war Sein Leid, das Er schuldlos tat besiegen!

Warum suchst Du Deine Not selber in den Griff zu kriegen?

Wo Du tief im Innern ahnst: Keiner kann Dich wirklich heilen.

Wo Du helfend´ Hände brauchst, wird die Einsamkeit verweilen.

 

Dieser Mann am Marterpfahl, bis zum Äußersten gegangen.

Er erduldete das Kreuz. Darum darfst Du jetzt erlangen,

was Dir einzig helfen kann. Schau Ihn an, wie Er geschändet!

Nackt, bespuckt und blutverschmiert, für der Feinde Spott verwendet.

Schau Ihn an! Der Balken trägt einen Mann mit uns´ren Schmerzen!

Schau wie Schande sichtbar wird, die die Welt verbirgt im Herzen!

Wenn Du dann Dich gottlos fühlst, Er hat solches selbst erfahren!

Denn Er fühlte keine Hand, die Dich heute kann bewahren.

Darin, wo Er selbst versucht, kann Er Dich genau verstehen.

Wo Er selbst gelitten hat, darfst Du Hilfe stets erflehen.

 

 

 

„Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen. Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend vor Traurigkeit.“ - aus Lk. 22

 

"..und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod.“ aus Mk. 14

 

 

 

"Daher mußte er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes. Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.“ - aus Hebr. 2

.

.

Was tust Du mit Jesus?

Tausend Namen könnt´ er tragen, denn er zeigt das Menschenbild.

Name: „Sohne eines Vaters“, ohne rechtes Namensschild.

Trägt er doch ein Stück von vielen Menschen auf der Welt und zeigt

in dem Spiegel seines Wesens Wahres, das so viel bezeugt...

 

Von Gott wollte dieser Mensch nichts wissen. Da er keinen Familiennamen besaß, hatte er sich unter die Herrschaft des Vaters der Lüge begeben. Wie viele Lügen wollen sich bis heute in der Welt verbergen, trotz aller religiösen Gesetze und moralischen Bestimmungen. - Was war er? Da ist von Aufrührer und Räuber die Rede, von einem berüchtigten Gefangenen und sogar Mörder...

 

Kämpfer für die Widerstände, rücksichtslos und haßerfüllt.

Mit Gefolge von Rebellen. Was nur führte er im Schild?

 

Er wird als unberechenbar beschrieben und zu jeder Schandtat fähig und bereit. - Schon immer gab und gibt es Menschen, die gegen Gott und andere Mitmenschen rebellieren, sie berauben und übervorteilen.

 

Keim des Bösen, haßgefangen, in der Sünde, die verführt

and´re Menschen mitzulaufen. Gruppe, die den Keim noch schürt.

Gleiche Zelle im Gefängnis eines Zieles -> zu zerstör´n.

Terroristen, die bekämpfen alle, die nicht zugehör´n.

Gruppenzwang im Selbstbetrügen. Keine Meinung. Freies fehlt.

Sich beherrschen lassen. Fügen. Wahres Wort wird abgewählt...

 

War dieser Mensch ein Symbol für jene Auflehnung, die bis heute in allen Bereichen zu finden ist, sei es in der Politik, Religion, etc.?

 

Macht, sie steht an erster Stelle! Neuer Atheismus blüht.

Esoterik, Pseudowissen gegen Gott in Kriege zieht.

Irre Lehren über Schöpfung. Trends und Strömungen zuhauf,

nehmen auch in Net und Zeitung den verhängnisvollen Lauf

antichristlicher Gesinnung, von Gewalt und Macht geprägt.

Mensch, er sitzt auf seinem Aste, den er selber sägt und sägt...

 

Auch der Mensch, von dem im Weiteren die Rede sein wird, wurde als Held bewundert... seine Vorgaben im Denken von vielen Mitläufern rasch übernommen. Die nachstrebenden Mitläufer sowie die Menschen, die diese aufrührerische Gruppe akzeptierten, bildeten zuletzt EINE Volksstimme, die den Frieden, das Recht und die Wahrheit, die ihnen angeboten wurden, ablehnte... - Sie hatten die Wahl - und ihre Entscheidung -> verhängnisvoll!

 

Keine eig´ne Überzeugung, nur der Menge Meinung zählt.

Oberfläche, Überstülpen; lieber wird der Haß gewählt

und das Böse festgehalten, wo das Gute zeigt sich nah.

Welchen wählt die Menschenmenge? Nur die Beiden sind noch da...

Mensch, er will sich nicht verändern, wo es Gott ihm nahelegt.

Läßt sich lieber noch bestimmen von der Meinung and´rer, pflegt

so das gleiche Selbstbetrügen, denkt sich - Irrtum! - er sei frei,

doch er fügt sich jenem Zwange stärkster Gruppe. Einerlei,

ob sie Menschen ohne Schulden schlagen, morden. Gruppe zählt!

Wo das Gute ist vor Augen, wird das Böse oft gewählt...

Einzig darauf ausgerichtet, abzuschaffen wahres Gut.

Widergöttliches zu wählen oder Massenschlangenbrut.

Lehren Buddha, lehren Allah, lehren Yoga - Antichrist.

Christus treten sie mit Füßen, wo Er doch der Retter ist...

Können solches nicht begründen. Argumente ohne Halt.

Und so bringen sie das Gute unter ihre Macht, Gewalt...

 

Wer soll freigelassen werden? Wieder steh´n sie vor der Wahl.

Denn der Eine tat nichts Böses, und der And´re kam zu Fall.

Schreien OHNE Argumente, Wahrheit wird sich nicht gestellt.

Umso lauter wird das Schreien, wenn das Urteil wird gefällt.

Einfach nur davonzulaufen, tut der Mensch bis heute, starr.

Gründe gegen jenes Gute, fehlen gänzlich. Heuchel-Narr.

Wahres will dem Mensch´ nicht passen, hier in seiner heilen Welt.

Wenn sie Wahres auch erkennen, ist das Urteil längst gefällt...

Hände werden sich gewaschen und vor allen weiß gezeigt.

Doch das Wasser, das gewaschen, Menschenblute nicht verschweigt...

 

Des Gerechten Blut, es trübet selbstgerechtes Wasser rot.

Schuldig wird Er drum gesprochen, ohne Schuld zum Kreuzes-Tod.

Neid verklagte jenen Reinen, der die Sünde niemals sah.

„Kreuzigt, schlaget Ihn mit Hohne! Kreuzigt Ihn auf Golgatha!“

 

Barabbas, „man“ ließ ihn laufen. Menge ließ den Mörder frei.

Denn das Gute wird gekreuzigt oft mit einer Menge Schrei...

 

Was tust Du mit Jesus?!

 

Aus Neid (und dem daraus resultierenden Haß) wurde Jesus verklagt und ans Kreuz geschlagen. - Was ist der Neid doch für eine destruktive Wurzel. Bis heute werden im Großen wie im Kleinen jene Menschen, die Jesus nachfolgen, auf´s Bitterste verfolgt. Nicht selten werden gläubige Christen ob ihrer Gaben beneidet, die sie vom Heiligen Geist empfangen haben, sei es der Gabe der Verkündigung, des vollmächtigen Gebetes oder des Dienens jeder Art in Mission und Gemeinde. Vor allem aber wegen ihres Mutes und ihrer standfesten Beharrlichkeit, sich von nichts und niemandem davon abbringen zu lassen, Gottes Wort und das Evangelium zu verkündigen, wofür sie oft Spott und Hohn ernten, Verrat und Rufmord. - Ich weiß, wovon ich rede, denn nicht nur mein Großvater war Prediger, der alles daran setzte, den Menschen, die ihm zuhörten, Jesus nahe zu bringen, weil es zum Auftrag eines JEDEN Christen zählt, Menschen mit IHM bekannt zu machen, damit sie nicht verloren gehen. Ein Christ, der geschmäht wird, sollte sich immer vor Augen halten, von WEM er geschmäht wird, sind es doch IMMER Menschen, die mit Jesus und dem Wort Gottes nichts zu tun haben wollen. Gottes Wort sagt, daß diese Menschen nicht errettet werden, sondern das Gericht erleiden müssen. Auf diesem Hintergrund, wird es vielen Christen möglicher sein und „leichter“ fallen, für jene Gottlosen aufrichtiges Mitleid, ja Erbarmen, zu empfinden und für sie zu Gott zu beten, damit sie von Seinem Wort berührt werden. Meist lassen sich dann Angriffe und Verspottungen wesentlich gelassener ertragen, weil diese von Mitmenschen kommen, die entweder hilflos, charakterschwach und nicht selten selbstzerstörerisch sind, wenn sie es für nötig halten, sich über Gottes Wort und den Glauben seiner Knechte zu erheben, zumal JEDES ihrer Urteile, sowie jede ihrer Sünden zum Tod nach dem Willen und Wort Gottes auf sie zurückfallen werden, was sie sehr genau ahnen. Gottlose, die extrem unter ihrem Spott und Haß leiden, fühlen sich von Gottes Wort ganz oft wie Gehetzte und Verfolgte, nur wenn sie etwas von Jesus oder dem Kreuz hören oder lesen. Und für die letzten Tage sagt uns die Bibel voraus, daß das Böse und die Mächte des Fürsten der Finsternis - ebenso wie seine Dämonen - überhand nehmen werden.

 

Im Zusammenhang mit vom Bösen (oder Dämonen) Besessenen, wird nicht nur einmal in der Bibel davon gesprochen, daß diese Menschen eine unglaubliche Angst und Furcht haben, wenn das Wort Gottes in Jesus ihnen zu nahe kommt. „Und siehe, sie schrien: Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe es Zeit ist?“ aus Mt. 28 - In einem anderen Bibelvers heißt es, daß der von Dämonen Besessene „keine Kleider mehr trug“ und sich „in den Gräbern“ aufhielt, was wohl an dieser Stelle nicht eingehender erklärt werden muß. Menschen, die in dieser Art besessen sind, wie sie in Lukas 8 beschrieben wird, verlieren oft jegliches Schamgefühl und vor allem ihre Selbstachtung, verhalten sich manches Mal fast wie Tiere (s.o. Mt.) und wissen nicht mehr, was sie tun, fühlen sich verfolgt und gehetzt und halten sich dort auf, wo kein Mensch ihnen zu nahe treten könnte, „in den Gräbern“. Diese von „unreinen Geistern“ besetzten Personen erkennen ganz genau, wenn ihnen Jesus oder einer seiner Knechte entgegentritt, und sie bekommen dann eine unbändige Angst vor dem Höchsten, verletzen sich selbst, indem sie die boshaften Mächte, von denen sie besetzt werden, öffentlich zur Schau stellen, und benehmen sich wie Gefangene in Käfigen, weil sie gegen das Wort Gottes NICHTS ausrichten können, egal wie sie sich aufführen oder gebärden, gleich wie sehr sie sich dagegen wehren, auflehnen und fluchen. Je mehr sie ihre Machtlosigkeit zu spüren bekommen, desto wilder schlagen sie um sich, wie die Geschichte vom Besessenen mehr als deutlich zum Ausdruck bringt. - Gottes Wort hält JEDEM Angriff stand, und ist die beste friedliche Waffe eines jeden überzeugten Christen. -

 

„Als er aber Jesus sah, schrie er, warf sich vor ihm nieder... Ich bitte dich, quäle mich nicht! Denn Er hatte dem unreinen Geist geboten, von dem Menschen auszufahren; denn der hatte ihn schon lange Zeit in seiner Gewalt, und man hatte ihn mit Ketten gebunden und mit Fußfesseln verwahrt, aber er zerriß die Fesseln und wurde von dem Dämon in die Einöde getrieben.“ s.o.

 

DIESE innere Zerrissenheit des Besessenen muß! dem gläubigen Christen ins Erbarmen bringen, nicht nur über Besessene, sondern ebenso über Spötter und anderer Verfolger. Denn -> Der Christ weiß, daß er nach dem Tod eine Wohnung bei Gott hat, d.h. er hat eine Gewißheit, die den Verfolgern gänzlich fehlt. Deshalb sollte sich der Christ von solchen verlorenen Seelen oder in sich selbst gespaltenen Menschen, die - wie der Besessene unter einem Wahn der Verfolgung litt - nicht von seinem Weg abbringen lassen, Gottes Auftrag gewissenhaft, kraftvoll und furchtlos auszuführen!

 

Was Du, der Du diese Worte hörst oder liest, mit Jesus machst, das liegt allein in DEINER Verantwortung! Seine Knechte stehen zu ihm und folgen ihm nach, während andere sich dem Einfluß der Menschen fügen, sich abhängig machen und „Kreuziget Ihn!“ schreien, oder eben - wie Pilatus - in ihrer grenzenlosen Selbstgerechtigkeit ihre Hände in Unschuld waschen, was sie nicht minder mitschuldig werden läßt! „Seht ihr zu!“ waren nämlich nicht nur die Worte eines Pilatus! Und das, obwohl er wußte, daß dort ein Mensch steht, dem KEINE Schuld nachzuweisen war, ein Mensch, der nichts Böses in sich trug, ein durch und durch -> Gerechter!

 

Also noch einmal: Was tust Du mit Jesus? Läßt Du es geschehen und siehst zu, wie Deine christlichen Mitmenschen verfolgt, verspottet, erniedrigt, geschlagen und getötet werden? Läßt Du Dein Fähnchen nach dem Wind hängen? Oder jammerst und heulst Du mit der Meute der Wölfe und schwimmst mit dem Strom der toten Fische, die keine eigene Meinung haben und OHNE stichhaltige Argumente ihre (Vor-)Urteile fällen? Willst Du die Mehrheit befriedigen, und suchst damit -> Deine eigene Befriedigung, oder gehst Du den Weg DEINER Überzeugung? „Weil nun Pilatus die Menge befriedigen wollte, gab er ihnen den Barabbas frei und übergab Jesus, nachdem er ihn hatte auspeitschen lassen, damit er gekreuzigt werde.“ aus Mk. 15

 

Ein Mensch, der so lebt, als wäre er allein auf der Welt, ein Mensch, der weder Rücksicht noch Skrupel kennt, sondern lieber mitläuft, statt sich für das Gute einzusetzen, der hat Jesus Christus bereits abgeschafft. Gleichzeitig schreit der in sich zerrissene und verlorene Mensch so händeringend nach einem Erlöser, der ihn von seinen inneren Zwängen und Ängsten, seiner Hilf- und Machtlosigkeit, seiner Einsamkeit und Leere befreit. „Sie aber hielten an mit lautem Geschrei und forderten, daß er gekreuzigt werde; und ihr Geschrei und das der obersten Priester nahm überhand.“ Lk. 23

 

Willst Du Barabbas, oder willst Du Jesus? Wen verurteilst Du, Deinen christlichen Mitmenschen, der überzeugt und furchtlos seinen Weg geht, in dem vollen Bewußtsein, dafür auf schändlichste Art angegriffen zu werden, oder verurteilst Du den Mörder, dessen Schandtaten Dir alle, bis ins Detail bekannt sind? Wem willst Du folgen, dem Vater der Lüge -> Satan, oder dem Vater im Himmel -> dem allmächtigen Gott? Läßt Du die Lüge sterben oder die Wahrheit? Schlägst Du das Gute oder das Böse ans Kreuz? Verdammst Du den Gerechten oder den Ungerechten? Schreist Du in Deiner Not gegen die Sünde oder schreist Du gegen Jesus?

 

Hast Du Deine Wahl getroffen?

 

Und bei allem wütend´ Schreien, steht der Heiland einfach da.

Und sie wollen jene Strafe, die für IHRE Schuld geschah.

Keine Worte, Argumente gegen ungerechten Lohn.

Jesus wehrt sich nicht dagegen, denn Er ist der Gottessohn!

Ungerechte Richter quälen. Willkür liegt in ihrem Blick.

In dem Abgrund ihrer Schulden weicht Gerechtigkeit zurück.

Schweigend geht der Sohn des Höchsten unter Seiner Kreuzeslast.

Und sie spotten ihn noch immer, weil das Gute ja nicht paßt.

 

Rollen tauschen - Urteilfäller haben Schuldigen gewählt.

Gottes Reden in dem Schweigen Seines Sohnes Kraft erzählt...

Denn es spricht zu DEINEM Herzen, will Erlösung schaffen, Halt.

Frei von Abwehr und Gedanken, die Dich halten in Gewalt.

Vaterlosen will Er werden Vater, rettend Hand zugleich.

Willst Du innen ganz erkalten, oder wird Dein Herze reich?

 

Jeder gläubige Christ rechnet gerade in der heutigen Zeit mit der Wiederkunft seines Herrn und Erlösers! Die gesellschaftlichen Diskussionen, Streitigkeiten, kleinen wie großen Kriege stellen einen jeden Menschen vor die Entscheidung: Jesus oder Barabbas?! - Mehr und mehr werden heutzutage Jesus und Seine Diener verworfen. Noch ist Gnadenzeit, an deren Ende uns der Antichrist vorausgesagt wird. In dieser letzten Zeit muß sich die Welt entscheiden: Will sie Jesus Christus oder wählt sie den Antichristen?! Wie wird die Wahl ausfallen? Das wird wohl auch der Gottloseste an den Tendenzen unserer Zeit, deren deutliche Sprache zum Himmel schreit, ganz genau ablesen können... Das Volk wird nämlich wieder und ganz genauso beeinflußt wie damals... Wer steckt dahinter? Der Widersacher, Satan, der Vater der Lüge, der mit allen Mitteln darum kämpft, daß die Mehrheit der Menschen Jesus Christus und Gottes Wort hassen. Vernichtung ist das Ziel des Fürsten der Finsternis, und deshalb wird er uns einen Barabbas, bzw. den Antichristen vorstellen. Ob dieser Antichrist aus den politischen Kreisen kommen wird? Im letzten Akt der Weltgeschichte werden wir es erfahren!

 

Was wird DANN vollkommen anders sein als damals? -> Jesus wird diesmal NICHT schweigen! Und Jesus wird auch nicht nur Seinen Mund auftun...

 

„Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten: »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm: »Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg!“ aus Ps. 2

 

Wie ist´s Barabbas ergangen? Wie ergeht es heute DIR?

Ist es doch die Wahl des Leben, DEINES Lebens, glaube mir!

Seine Aufruhr hat am Ende ganz und gar nichts ihm gebracht.

Hat er irgendwas gewonnen, als der Seele dunkle Nacht?

Nur verloren wie die Kläger, die das Kreuz für Christus schrien,

Wirst DU irgendwas gewinnen? Oder wird Dir ganz verzieh´n.

Barabbas, er saß gefangen, war verurteilt schon zum Tod,

wie die andern Mitgefang´nen, in der Zelle Dreck und Kot.

Und er wußte um die Strafe, die ihm blühte, ganz gewiß.

Ob er jemals schlafen konnte in dem schuldgetränkten Riß

seiner Seele, seiner Ängste? Wie verzweifelt´ mußt´ er sein?!

Und am Ende führt man Mörder in die Freiheit noch hinein!

Neben ihm, in duldend´ Schweigen, steht der OHNE Schulden ist.

Und er hat´ von ihm vernommen Seinen Namen, Jesus Christ´.

Hat von Seinen guten Taten, Wundern, Zeichen oft gehört.

Muß mit anseh´n, wie der Heiland gegen Menge sich nicht wehrt.

Muß erleben, wie Pilatus sich zum Urteilsspruch erhebt.

Muß erfahren, wie die Menge haßerfüllt und schreiend bebt.

Seine Freiheit wird gefordert. Ob er solches ganz verstand?

Daß der and´re, dieser Jesus wurde an das Kreuz verbannt?

 

Wer war schlimmer? Dieser Mörder oder Rotte Einigkeit?

Barabbas war freigesprochen, Rotte für das Kreuze schreit...

Abgeführt wird dann der Heiland. Lies den Barabbas DAS los?

Kam er wirklich dann in Freiheit, oder war die Reue groß...?

 

Hast Du Deine Wahl getroffen? Soviel Zeit, sie bleibt Dir nicht!

Welchem Herren wirst Du dienen, der sodann Dein Urteil spricht?

 

„Sie rotten sich zusammen gegen die Seele des Gerechten und verurteilen unschuldiges Blut.“ aus Ps. 94 - „Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, daß euch ein Mörder geschenkt werde.“ aus Apg. 3

.

.

Eli, Eli, lama sabachthani!

„Warum hast Du mich verlassen?“ - in des Heilands tiefstem Schmerz

rief Er Seinen Gott und Vater, laut hinaus und himmelwärts.

Um die neunte dunkle Stunde, schrie Er nochmals und verschied.

Tempelvorhang riß von oben bis nach unten. Sonne flieht.

Und die Gräber vieler Menschen öffneten ihr totes Tor.

Heilige, im Herrn entschlafen, gingen auferweckt hervor.

Vielen sind sie dann erschienen, lebend in der heil´gen Stadt.

Welche Macht die Auferstehung Jesu, Gottes Sohne, hat!

 

Scheinbar war die Schwäche Jesu, als Er starb auf Golgatha,

Er erweist sich dort als König und als Herrscher, g´rade da!

Denn der Vorhang muß! zerreißen! Und die Erde bebt zurecht!

Felsen spalten, Gräber öffnen sich, und Welt, sie staunt nicht schlecht!

 

Damit wurde DAS erfüllet, was in dritte Mose steht. (3. Mo. 23, 10-11)

Fest der Erstlingsgarbe - Sinnbild - die vorausgezahlt ergeht.

Denn die Ernte steht noch offen. Erstling ist der Siegbeweis

und der Anfang des Triumphes. Gott sei Ehre für und Preis!

Tod ist damit überwunden, und sein Stachel ist besiegt.

Ein Geheimnis, das im Schalle jener Schluß-Posaune liegt...

 

 

 

„Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. - Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ aus 1. Kor. 15 - „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ aus Phil. 2

.

.

Zweifelst Du?

Mußt Du Nägelmale seh´n, um die Zweifel nicht zu hegen?

Mußt Du Deine Zweifelhand auch noch in die Seite legen?

Um zu glauben, daß Er starb, um vom Tode aufzustehen?

Um zu glauben, daß Er lebt. Willst Du Seine Hände sehen?

Brauchst Du Wenn und Aber noch, um zu wissen statt vertrauen?

Hast Du Zweifel an Dir selbst, wo die Andern auf Dich bauen?

 

Dein Verstand in Schranken weilt; offen bleiben viele Fragen.

Skepsis ihre Fragen stellt, kann den Glauben noch nicht wagen.

Ist das Sehen Wissen Dir, glaubst Du nurmehr Deinem Wissen.

Oder ist der Zweifel Zwang, Neues nicht mehr seh´n zu müssen?

Reicht Dir ein Wahrscheinlich aus, etwas nur für wahr zu halten?

Oder werden Zweifel laut, wo Veränderung will walten?

 

Suchst Du Wahrheit, weil du denkst, daß dahinter erst gekommen -

könntest Du wahrscheinlich auch einen Glauben dann bekommen?

Nagen diese Zweifel tief, um Dich auf den Weg zu machen,

auf die Suche nach dem Sinn, auch wenn and´re drüber lachen?

Laß den Thomas ruhig ´raus, ohne dafür anzuklagen!

Zweifeln liegt im Menschen drin, manchmal ist es kein Versagen!

 

Wenn Du wahrhaft suchen willst, komme trotz der Zweifel Fragen.

Habe mit Dir selbst Geduld, Zweifel offen auszutragen.

Viele haben Willen nicht oder Können gar nicht glauben.

Jesus rügt sie nicht dafür, Zweifel wird Er stets erlauben.

Frage Ihn, Er zeigt Dir gern die durchbohrten Retterhände.

Er geht immer auf Dich zu, und durchbricht der Zweifel Wände.

 

Denn Er nimmt Dich damit ernst, läßt Dich Nägelmale schauen,

wartet, bis Du sie geseh´n, um Ihm zweifelnd zu vertrauen.

Jesus zweifelt nicht an Dir! Antwort will Er Dir ja geben.

Deshalb geht Er auf Dich zu! Kennt der Menschen Zweifel eben.

Einzulassen auf die Hand, heißt im Grunde, sich verlassen.

Und Er zeigt Dir Seine Hand, zweifelnd darfst Du sie erfassen.

.

.

Entweder ganz oder gar nicht!

Der Sohn eines Regierungsbeamten lag im Sterben. „Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Der Mann sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.“ aus Joh. 4

 

Während zu der Zeit viele Samariter Jesus als Messias annahmen, wurde Er von den „Seinen“ deshalb vielfach abgelehnt. Als Er eines Tages zu Fuß von Samaria nach Galiläa ging, kam Er nach Kana, wo Er Sein erstes Wunder vollbracht hatte, indem Er Wasser zu Wein verwandelte. Dort wurde Er freudig empfangen und aufgenommen, denn die Menschen hatten ja nicht nur von Seinem Wundern gehört, sondern sie auch mit eigenen Augen gesehen, was dann von Mund zu Mund weiter erzählt wurde.

 

Würde heutzutage so etwas geschehen, stünde es sicher in allen Zeitungen und würde auch im TV bekannt gemacht, wenn ein „Wunderheiler“ in eine Stadt käme. Nicht nur das, sondern es würden voraussichtlich eine Unmenge Menschen dorthin strömen, um sich selbst oder einen Familienangehörigen heilen zu lassen. Andere würden - wie so oft - nur aus Sensationsgier dabei sein wollen, um Action zu erleben und etwas geboten zu bekommen, Hauptsache sie könnten von ihrem tristen Alltag ein wenig Ablenkung finden. -

 

Leider ist eine solche Gesinnung auch in vielen christlichen Gemeinden anzutreffen, wo für nicht wenige Menschen ein „normaler“ Gottesdienst viel zu langweilig ist, weil sie lieber etwas Sichtbares Eventmäßiges geboten haben wollen, statt dem Wort Gottes „nur“ zuzuhören. Die Worte „Buße“ und Sünde wollen viele Christen gar nicht mehr gern hören. Zu einer Veranstaltung hingegen, wo von Heilung die Rede ist, wollen die meisten sofort hingehen und möglichst gleich auch noch die Vorgehensweise des „Heilers“ als Gebrauchsanweisung mit nach Hause nehmen können. - Gemeinden und Kirchen werden bei der klaren Verkündigung des Wortes Gottes immer leerer. Würde den Menschen aber gesagt: „Leute, es findet am nächsten Sonntag eine Heilung in der und der Gemeinde statt, dann wäre der Saal hundertpro proppevoll.“

 

Der Punkt ist, daß Jesus nicht nur Wunder vollbrachte und heilte. Die Heilung bezog sich nämlich auf Herz UND Körper! Dies ist bis HEUTE so geblieben! Das vergessen die meisten, und wollen „einfach“ nur körperlich sofort gesund werden, ohne dabei zu bedenken, daß ihre Rechnung SO nicht aufgeht! Denn wer von Jesus erneuert werden möchte, OHNE sich dabei im Herzen und in seiner Lebenshaltung verändern zu lassen, der hat die Sünde, Buße und Vergebung ganz offensichtlich bewußt außer Acht gelassen. Das eine OHNE das andere ist bei Jesus nicht möglich!

 

Der Beamte, von dem oben die Rede ist, kam von weither angereist, um Jesus sein Anliegen zu nennen, daß sein Sohn sterbenskrank sei. Es handelte sich um einen Mann von der Regierung, der es gewohnt war, andere zu sich zu zitieren. Und nun war er es, der aufgrund seiner großen Verzweiflung zu Jesus kam, und dabei einen langen und beschwerlichen Weg zurücklegen mußte. Als er schließlich an dem Ort ankam, wo sich Jesus aufhielt, sagte Er ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“

 

Und wie ist es heutzutage, nicht nur in den christlichen Gemeinden? Wer glaubt noch wirklich, ohne Zeichen oder Wunder zu fordern und zu erwarten? Was würdest Du wohl sagen, wenn Du zu einer Heilungsveranstaltung gingst, um für einen sterbenskranken Verwandten Heilung zu erfahren, wenn Dir Jesus o.g. Worte entgegenhalten würde? - Harte Worte, wird jetzt der ein oder andere sicher denken, vor allem, wenn jemand einen so langen Weg und viele Strapazen deswegen auf sich genommen hätte. - Wie wäre Deine Reaktion, wenn Du in einer ähnlich verzweifelten Lage wärest?

 

Es ist erstaunlich, wie viele Christen an der o.g. Antwort Jesu schon Kritik geübt haben, weil sie sie als zu hart empfanden. Mit ihrer Reaktion auf diese Antwort, werden sie - wie Jesus es sehr deutlich zum Ausdruck bringt - mit ihrem mangelnden Glauben konfrontiert. Hätten sie nämlich echten und wahren Glauben, wüßten sie auch, daß Jesus in jeder Lage alles im Griff hat und den GANZEN Menschen sieht und im Blick hat. Das sind dann meist DIE Leute, die am lautesten klagen und Jesus wegen Seines Verhaltens verurteilen. Es sind auch genau JENE Menschen, die Ihm dann Vorwürfe machen, warum Er denn nicht endlich eingreife und warum Gott das alles zuläßt. Sonst wollen sie von Glauben nichts wissen, aber wenn es um ihr eigenes Leben oder das ihrer Angehörigen geht, dann wird Gott dafür verantwortlich gemacht und gefälligst erwartet, daß Er auch endlich etwas dagegen unternimmt? Jede Wette, daß die meisten, die DAS hier jetzt hören oder lesen, ebenso von der Antwort Jesu ent-täuscht wären! Aber wirklich JEDE Wette! ;-)

 

Nun gut, dann hat derjenige vorher SICH selbst ge-täuscht, obwohl er im Grunde genau ahnt oder sogar weiß, daß Jesus, wie oben bereits beschrieben, das eine OHNE das andere nicht anzubieten hat. Wie wär´s, wenn der sich nun angesprochen Fühlende mal seine viel zu hohen Ansprüche überdenken würde? Glaubst Du, Du hättest ein Recht auf Heilung? Dann frage ich mich, warum Du hier bist und diesen Worten zuhörst. Kann es sein, daß Du ZUviel erwartest? Dann muß ich Dich leider wieder ent-täuschen und wiederhole daher - extra für Dich - noch einmal o.g. Worte: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ s.o. -

 

Wenn Du also ein Wunder erleben willst oder Action oder Ähnliches und dies von Jesus erbittest, dann wird Glauben die Voraussetzung dafür sein. Und zwar nicht in der Art: „O.k., dann tu ich mal so, als würde ich glauben, merkt eh keiner.“ Nein, Menschenkind, SO geht das nicht! Das be-lehre nicht ich, sondern Du kannst es jederzeit in Gottes Wort nachlesen, und zwar OFT und in aller Deutlichkeit! Eine Heilung durch Jesus geht immer mit der Erneuerung des GANZEN Menschen einher, ebenso wie die Veränderung des Lebenswandels die Folge einer Heilung ist. Wenn jemand kommt, um von Jesus NUR körperlich geheilt zu werden, und dabei meint, seinen bisherigen Lebenswandel unverändert, d.h. nicht ganzheitlich erneuert, weiterführen zu können, der kann nicht einerseits erwarten, daß Jesus für ihn etwas tut, OHNE daß er etwas von seiner Seite dazu tun brauchte. D.h. er kann nicht einerseits nicht glauben und Jesus ablehnen, wenn er aber geheilt werden will, dann mal für eine kurze Zeit vor-täuschen, er würde glauben, um dann einsehen zu müssen, daß das SO nicht funktioniert! -

 

Oder glaubst Du wirklich, Jesus wüßte nicht, was in Deinen Gedanken vor sich geht? Dich selber kannst Du betrügen, Gott läßt sich allerdings NICHT spotten, und Er macht auch keine Fehler! - Wenn Du also Heilung willst, solltest Du - in Deinem eigenen Interesse - das, was Gottes Wort in diesem Zusammenhang immer wieder deutlich sagt, nicht außer Acht lassen! Denn Er weiß ja, weshalb Du zu Ihm kommst, und Er weiß auch, ob Du Ihm Dein Anliegen -> im Glauben vorbringst, oder nur scheinheilig und doppelzüngig daherkommst!

 

Ob Jesus noch heute Wunder und Heilung vollbringen bzw. wirken kann? „Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ aus Mt. 28

 

Und egal, womit Du auch zu Ihm kommst, bedenke eines -> Er kennt Deine Gesinnung und Deine Gedanken...! „Jesus wußte, was in ihnen vorging, und sagte: »Warum habt ihr so böswillige Gedanken? Was ist leichter - zu sagen: Deine Schuld ist dir vergeben, oder: Steh auf und geh?“ aus Mt. 9

 

Wenn Du also von Jesus eine Heilung bzw. ein Wunder NUR in Bezug auf den Körper erwartest, könnte es sein, daß Du ein völlig falsches Bild von Ihm und Seinem Wirken hast? Jesus ist nämlich nicht irgendEIN Heiler, sondern Er ist der Sohn Gottes! Wenn jemand nur eine Show möchte, dann sollte er sich zur nächsten Talk-Show in seiner Nähe anmelden. Da kriegt er sicher mehr Kicks geboten. Und vielleicht hat er Glück und erlebt dort wirklich ein Wunder, zum Beispiel sein Blaues...;-)

 

Was ist nun die Haltung des o.g. Beamten? „Jesus sagte zu ihm: »Ihr alle glaubt mir nur, wenn ihr Aufsehen erregende Wunder seht.« Der Beamte bat ihn: »Herr, komm doch mit mir, bevor mein Kind stirbt!« »Geh ruhig heim«, sagte Jesus zu ihm, »dein Sohn lebt!« Er glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und ging.“ aus Joh. 4 - Der Mann hatte bislang gehört, daß Jesus nur heilen könnte, BEVOR jemand gestorben war. Immerhin glaubte er DAS! - Auch heute begrenzen viele Christen in dieser und ähnlicher Weise Jesus in Seiner Macht, weil sie eben ein falsches Bild von Ihm haben. Und genau DAS will Jesus an dieser Stelle zum Ausdruck bringen!

 

Gewiß, Jesus hat auch die Macht, den Körper eines Menschen gesund zu machen, ABER das sollte für den Menschen, der mit Seinem Anliegen zu Ihm kommt zweitrangig sein. - Bis heute wollen die Menschen etwas Sichtbares oder irgendwelche Wunder vorgeführt bekommen, um glauben zu können. Selbst Martha, deren Bruder Lazarus schon im Grab lag, konnte nicht wirklich glauben, daß Jesus Ihn von den Toten auferwecken würde. „ Jesus spricht: Hebt den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier! Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ aus Joh. 11

 

Zum Glück kann ich ja keine Gedanken lesen, denn sonst würde ich drauf tippen, daß jetzt jemand womöglich denkt: `Warum hat Jesus den Mann nicht geheilt, BEVOR er gestorben ist?! Noch dazu, weil es ja sein Freund war!´ - Was in Joh. 4 klar aufgezeigt wird, ist die Tatsache, daß Jesus Gott ist! - Bloß, der Beamte hat Ihn in erster Linie nicht als Gott, sondern als Heiler gesehen, sonst wäre er wohl selbst darauf gekommen, ihn VOR der Heilung um Vergebung zu bitten!

 

Und wie sieht es bei Dir aus? Brauchst Du auch zuerst ein sichtbares Wunder, das Du vor Augen haben kannst? Ist Dir das irdische Denken in Bezug auf die Begegnung mit Jesus wichtiger, als der Glaube, der Sichtbares nicht braucht? Seltsam ist ja, daß sich auch unter den Christen so mancher befindet, der den Beamten aufgrund seiner diesbezüglichen Haltung kritisiert und verurteilt, ohne sich und seine Gedanken - wäre er in derselben Lage - zu hinterfragen. - Was hättest DU in einer solchen Situation getan?

 

Jesus wußte schon VOR der Begegnung mit dem Beamten, daß dieser Ihn gar nicht wirklich kannte, sonst hätte er gewußt, daß Jesus gar nicht vor Ort sein braucht, um jemanden heilen zu können. Und genau HIER liegt die tiefere Botschaft im Hinblick auf eine Begegnung mit Jesus! Wer Glauben hat, weiß, daß Jesus allgegenwärtig ist! Viele denken in diesem Punkt zu zeitlich, wo Jesus doch über aller Zeit steht! Ob damals oder heute, es genügt nicht, sich eine Hand auflegen zu lassen, um heil zu werden, da JEDE Heilung allein durch Gottes Wort geschieht und bewirkt wird! Jesus brauchte damals „nur“ ein Wort zu sagen, und Menschen wurden geheilt oder standen von den Toten auf. Das ist bis heute so geblieben! Die Menschen von damals hatten zudem noch den Vorteil, Jesus und Sein Wirken sichtbar vor Augen zu haben, und glaubten dennoch nicht immer oder nur halbherzig. „Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich; weil ich lebe, sollt auch ihr leben!“ aus Joh. 14

 

Und nun zum zweiten wesentlichen Punkt, der aus der Begegnung zwischen Jesus und dem Beamten auch für den heutigen Christen von immenser Bedeutung ist.“ Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt!“ s.o. - Jetzt stell´ Dir vor, Du bekämst so etwas gesagt. Wie wäre Deine Reaktion darauf ausgefallen? Um es mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Stell´ Dir vor, Du bekommst eine Mail, in der steht: „Sie haben sechs Richtige im Lotto gewonnen. In den nächsten Tagen wird der gesamte Betrag auf das von Ihnen angegebene Konto eingehen. Herzlichen Glückwunsch!“ Würdest Du es nicht erst wirklich glauben können, wenn Du Dich von dem Betrag auf Deinem Konto vergewissert hättest? Oder genügt Dir die Mitteilung in der Mail? Schon auf dem Weg zur Bank, kommt es doch zu einer regelrechten -> Glaubensprüfung, oder? Und genau SO mußte es wohl dem Beamten ergangen sein. Er sollte „einfach“ -> blind vertrauen und nachhause gehen. Und das bei einem Regierungsbeamten, wo „man“ doch der Regierung eh nicht mehr trauen kann;-)

 

Eben stelle ich mir vor, wie es wohl wäre, wenn ein ranghohes Regierungsmitglied eines Sonntags in die Kirche ginge und vom Pastor SO etwas gesagt bekäme... Ob DER einfach nachhause gehen würde, und an die Zusage des Pastors glauben bzw. seiner Aufforderung folgen würde? Und was tat nun dieser königliche Beamte? -> Er glaubte Jesu Worten! Und wenn Jesus sagt: „Dein Sohn lebt!“ dann bezieht sich das auf die ganze Heilung des jeweiligen Menschen! - Hinzu kommt, daß der Beamte ja noch einen sehr weiten Weg zu bewältigen hatte, bevor er nachhause kam. Ob er DA nicht die ganze Zeit von Zweifeln begleitet war und sich mehr als einmal gefragt hat, ob sein Sohn auch wirklich geheilt war? Doch bevor er noch zuhause war, kamen seine Knechte und überbrachten ihm die frohe Botschaft, daß sein Sohn wohlauf sei. - Eine solche Glaubensprüfung kann selbst einen Christen bis zur äußersten Grenze seiner Kräfte bringen. Sie zu bestehen, darum darf der gläubige Christ aufrichtig beten, weil er im Grunde ja wissen sollte, daß Gott ihm nicht mehr aufbürdet, als er zu tragen in der Lage ist. „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt.“ aus 1. Kor. 10

 

An diese Zusage halten sich auch heute viele Christen nicht immer, weil sie es zulassen, von Zweifeln geplagt zu werden. Welcher Christ betet heute schon noch beharrlich um etwas, das ihm am Herzen liegt? „Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet!“ aus Röm. 12

 

Was für eine Erleichterung mußte der Beamte empfunden haben, als die Knechte ihm die gute Nachricht brachten: „Dein Sohn lebt!“ Und was tat der Mann? „Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war.“ s.o. - Er wollte den Zeitpunkt der Heilung erfahren, weil er noch nicht wußte, daß Jesus SOFORT heilt, wenn Er es sagt und nicht mit Zögern. Dasselbe gilt auch für den gläubigen Christen, der an die Heilung durch das Erlösungswerk Jesu am Kreuz glaubt! Was nichts anderes bedeutet, als daß auch der wiedergeborene Christ an seine sofortige Heilung glauben und sie erleben darf! „Du sollst leben!“ - DAS ist Jesu Zusage an jeden, der Ihm nachfolgt. Ein Dazwischen gibt es NICHT, denn Gott macht keine halben Sachen! - Der Beamte mußte sich allerdings davon überzeugen, ob Jesus ihm die Wahrheit gesagt hatte und erkannte dann, daß Jesus Sein Wort gehalten hatte. - Und Du? Brauchst Du auch solche Beweise, um glauben zu können?

 

Auf dem Hintergrund dieser Begebenheit, sollte es für jeden gläubigen Christen eine Selbstverständlichkeit sein, für seine kranken und sterbenden Mitmenschen zu beten, und zwar in erster Linie um -> innere Heilung, d. h. dafür, daß sie Jesus in ihr Leben aufnehmen und an Ihn glauben. „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ aus Joh. 1

 

Das zweite Wunder nach dieser Begegnung war, daß ALLE Familienmitglieder des Beamten ebenso zum Glauben an Jesus kamen und -> geheilt bzw. gerettet wurden! „Und er glaubte samt seinem ganzen Haus.“ s.o.

 

Was ist für Dich Priorität, etwas zu er-leben oder das Leben selbst? Welches Bild hast Du vom Herrn des Lebens? Zweifelst Du und hast ein falsches Bild von ihm? Benötigst Du eine Garantie, eine Lebens-Versicherung? Oder willst Du WIRKLICH und GANZ geheilt werden? „Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ aus Joh. 20 - Siehst Du Jesus als Heiler, als Menschen oder akzeptierst Du Ihn als Gott, der Sünden vergeben, und so heil machen kann?

.

.

Das Passahlamm

Wenn der lebendige Gott sich den Götzen des Todes entgegenstellt, haben Völker, die sich von solchen Götzen beherrschen lassen schon so einige Konsequenzen ertragen müssen. Nicht nur die Ägypter ließen sich von einem regelrechten Kult des Todes beherrschen, sondern auch unsere heutige Welt. Damals war es Israel, das dorthin geschickt wurde und Israel diente dem Gott des Lebens. Später wurde Jesus auf die vom Tod beherrschte Welt geschickt, damit jene, die Ihm nachfolgen, das Evangelium in die Welt tragen.

 

Pyramiden, Grabesmäler zeugen von der Todesmacht.

Steingesichter aller Sphinxen sind bis heute nicht erwacht.

Sehnen sich nach Auferstehung Tausende von Jahren schon,

schauen ständig Richtung Sonne, haben trotzdem nichts davon.

Grabesschätze, Balsamieren - Kunst wird so was oft genannt -

Malereien in den Gräbern, Totentempel sind bekannt

wie die -bücher und -symbole und die Märchen toter Fahrt,

wo Verstorbene auf Reisen mit der sehnend´ Sucht gepaart.

Zwei mal Tausend tote Götter, nicht mal Re erreichte was.

Sonnenboot durchquerte Himmel, keiner wurde dabei naß;-)

Wer Osiris Totenreiche will betreten, mußt´ besteh´n

einen Test im Herzenwiegen gegen Federn, die verweh´n.

Waren Herzen aber schwerer, wurde Seele schwer bestraft.

Rituale bei Gefahren wurden daher angeschafft.

Wurden diese nicht erfüllet, blieb das Totenreiche zu.

Seelen wurden dann verdammet, ewig dunkel, ohne Ruh.

Essen, Schminke, Betten, Boote - Pharao in vollem Grab.

Für das Leben nach dem Tode, Staub mit seinem Todesstab.

Konservieren vieler Leichen. Und den Mumien stand der Mund

offen, daß er atmen konnte und auch reden für die Stund´

falls das Jenseits es erfordert. Sicher wurde das gestellt,

die Organe gut gelagert. Horgusaugen schon bestellt,

um die Leichen auch zu schützen, dazu kilometerlang

Leinenstreifen um die Mumien - festgelegter Wickelzwang.

 

Wie viele Versuche wurden doch von der damaligen Weltmacht Ägypten schon unternommen, der Gefangenschaft des Todes zu entrinnen. „Aber von den Toten, daß sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach (2.Mose 3,6): »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ aus Mk. 12

 

Gott, Er sandte nicht nur Joseph in das Todestal hinein.

Später sandte Er Sein Volke, denn Er wußte um die Pein.

Josephs und auch Moses Leben sind ein Bild für Jesus Christ.

Sie verkünden Lebensworte, wo der Tod zuhause ist.

Passahlamm, es ward geschlachtet, weist es doch auf Golgatha,

wo der Tod des Sohnes Gottes an dem Kreuz für uns geschah.

 

Und eben durch dies Volk Gottes kam der Messias in die Welt hinein, mit Heilsabsichten, die von der Welt verworfen wurden, so wie auch heute das Evangelium weltweit mehr und mehr verworfen wird. Kurz nach Jesu Geburt in Israel -> Flucht nach Ägypten, einem vom Tod geprägten Land. Gott hat also nicht nur Sein Volk in die vom Tod beherrschte Welt gesandt, sondern Seinen Sohn, den Herrn des Lebens. Damit hat Er den Weg ins ewige Leben geebnet. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, daß die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.“ aus Joh. 5

 

Die okkulten Rituale der Ägypter reichten nicht,

um ins Leben durchzudringen, Trug und Täuschen, Lug-Gericht.

Angst, im Leben zu verpassen, zu versagen, blieb besteh´n.

Selbsterlösung nur Versuche, die gequält im Staub verweh´n.

 

Jesus stieß die Tür zum Leben dort am Kreuze für uns auf.

Diese brauchst Du nur durchschreiten in dem kurzen Lebenslauf.

Weder Kulte, Rituale können lösen von dem Tod.

Der Erlöser, Jesus Christus, reicht der Welt die Hand in Not.

Ew´ges Leben ist verheißen dem, der diese Hand erfaßt.

Hoffnung und Vergebung nehmen ihm die schwere Todeslast.

Geben jedem dann Gewißheit auf ein ew´ges Leben hin.

Seine Tür steht immer offen. Schlüssel liegt im Glauben drin.

 

Drum verlasse Dein Ägypten für das Dir verheiß´ne Land!

Wenn Du diese Worte fassest, greife nach des Heilands Hand!

Mose tat den Schritt des Glaubens. Er entschied sich gegen Welt.

Gegen den Genuß der Sünde, die dem Pharao gefällt.

Legte ab das alte Leben, ließ in Buße dieses los,

im Verlassen jenes Landes, denn Sein Glaube, er war groß.

Dies bezeugte er im Passah, führte durch, was Gott gebot.

Und er wurde stets bewahret. Rotes Meer - in Lebensnot.

 

„Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen mißhandelt werden als eine Zeit lang den Genuß der Sünde haben, und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre. Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken.“ aus Hebr. 11

.

.

Der schmale Weg zum Ziel

frei nach der Motette

von J. S. Bach -> http://www.youtube.com/watch?v=nAJBjfbT2Yo

 

Scheinbar ist der breite Weg nur, ist er doch der eig´ne Pfad,

doch verengt er sich nach oben und wird so des Wand´rers Grat,

 

der die eig´ne Freiheit meidet g´radewegs in den Entzug

in sich selbst gefangen endet, leicht gefertigt war sein Trug.

 

Gleich daneben steht der schmale - scheinbar schmale - Weg zur Wahl,

Jene, die ihn frei erwählen, provozieren DIE zur Qual,

 

die den breiten Weg zer-gehen, denn sie spüren jene Kraft,

welche nur die wirklich freie, innen echte Freiheit schafft.

 

Denn der schmale Weg, er öffnet sich nach oben langsam stet,

Richtung Himmel, wo den Schmalis eine Friedensfahne weht.

 

Ziel des schmalen Weges sprengt des Todes Kettengrenze gleich

und gewährt die eig´nen Schlüssel zu der Ewigkeiten Reich.

 

Fragen auf dem schmalen Wege nach „Wozu?“ und auch „Wohin?“

Finden einzig ihre Antwort in dem Ziel, dem EINEN Sinn

 

eines reich-erfüllten Lebens, auf Vertrauen aufgebaut

Weg heißt niemals Ziel, egal wie sehr „man“ es vom Ich beschaut,

 

denn das Ziel, es muß gewiß sein, und der Weg, er dient dem Zweck,

ihn zu finden, ihm zu folgen, denn sonst kommt „man“ nicht vom Fleck,

 

auf das Ziel hin zu gestalten, seines Lebens Schritt um Schritt.

Ohne eine solche Richtung geht der Schatten Angst sonst mit.

 

Mag der schmale Weg auch schwer sein, oftmals sauer, viel zu schwer.

Droben wartet eine Wohnung, ihr Besitzer ist der Herr

 

jenes Hauses, und im Himmel sind geladen zu dem Fest

Menschen, die des Zieles wegen schmalen Weg erwählen läßt.

 

Denn der Weg bedeutet Wahrheit und das Leben, frei und pur.

Er geht einzig über Jesus, Kreuz und Auferstehung nur.

.

.

Es liegt an Dir

Wenn´s dunkel ist,

und kürzer werden alle Jahrestage,

das Licht vermißt,

die finst´re Nacht, sie stellet manche Frage,

es ist die Zeit,

Dir eine kleine Kerze anzuzünden.

Sie leuchtet weit

in jeden Winkel von dem Licht zu künden.

 

Das Dunkel weicht.

Das unbewußte Schauen nach dem Lichte,

der Mensch, er sucht

es mitten in der lastend dunklen Dichte.

Als Licht der Welt,

ist Jesus selbst zu uns herab gekommen.

Der Vorhang fällt,

die Finsternis, sie hat es wohl vernommen.

 

Be-greift es nicht,

wie wahrhaft dieses Lebens-Licht erscheinet.

Zuviel Gewicht

das Herz in seiner Dunkelheit vereinet.

Wie steht´s mit Dir

und Deiner Kraft zu leuchten hier und heute?

Besteht die Tür,

durch die ein Licht den klaren Weg bedeute?

 

Erleuchtet Dir

Erkennen dessen, was ins Herz Er legte?

Damit das Wir,

erkennen kann, was Licht in Dir bewegte?

Ermattet es,

sobald Du es dem Tageslicht entziehest?

Es tankt indes

an Kraft, sofern Du Dich darum bemühest,

 

für eine Zeit,

es jenem Sonnenlichte auszusetzen.

So leuchtet´s weit

hinein ins Dunkel, um es zu benetzen.

Erstarkt sodann,

worin es vorher achtlos nachgelassen.

Drum merke, wann

es schwächer wird, um gleich es zu erfassen,

 

was nicht aus Dir,

von selber kann sich je allein entzünden.

Es ist die Tür,

dadurch Dir Jesus will ins Herz verkünden:

„Begegne mir,

und Du bekommst von mir die Kraft zum Strahlen.“

Es liegt an Dir,

die Dunkelheiten licht und hell zu malen.

 

 

frei nach 2. Kor. 4,6 „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“

 

Wichtig dabei ist, daß ein Begegnen mit Jesus täglich geschieht, sonst verliert der Christ an Leuchtkraft.

 

Nachdem Mose vom Berg Sinai kam, wo er in Gottes Gegenwart verweilt hatte, leuchtete sein Gesicht so stark, daß die Israeliten Furcht bekamen, in seiner Nähe zu sein. Ebenso glänzte sein Angesicht, wenn er aus der Stiftshütte herauskam, wo er vor die Herrlichkeit des Herrn getreten war.

 

„Wir alle sehen in Christus mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Gottes wie in einem Spiegel. Dabei werden wir selbst in das Spiegelbild verwandelt und bekommen mehr und mehr Anteil an der göttlichen Herrlichkeit. Das bewirkt der Herr durch seinen Geist.“ aus 2. Kor. 3

 

Wenn die innere Lampe nur noch schwach leuchtet, heißt es -> sich Zeit nehmen für Gottes Wort, und zwar nicht nur nebenbei oder flüchtig. - Begegnung mit Jesus braucht Zeit, denn „...das wahre Licht scheint jetzt.“ - aus 1. Joh. 2

 

Dieses Licht zieht sich vom Anfang der Bibel als „Gott sah, daß das Licht gut war“ aus 1. Mo.1 bis zu ihrem letzten Kapitel: „Es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie.“ aus Offb. 22

 

Durch Jesus kann sich dies in unserm Leben verwirklichen: „Denn du, Herr, bist meine Leuchte; der Herr macht meine Finsternis licht.“ aus 2. Sam. 22

.

.

Das Beste kommt noch!

„Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. - Und es entstand große Freude in dieser Stadt.“ aus Apg. 8

 

Die Worte des Mannes hatten eine gesamte Stadt in Bewegung gebracht, und die Menschen dort freuten sich sehr darüber, wie es immer dann der Fall ist, wenn Menschen zu Jesus Christus finden. „Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über "einen" Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“ aus Lk. 15

 

Das ist bis heute so, wenn Menschen sich ernsthaft mit dem Wort Gottes beschäftigen. Es kann Freude entstehen und das Leben durchdringen.

 

Wie steht es mit Dir? Sehen Deine Mitmenschen ein zufriedenes Gesicht, wenn sie hineinschauen oder überwiegen die Sorgenfalten?

 

Ein Kind Gottes hat nämlich allen Grund zur Freude! „Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.“ aus Jer. 15 - Außerdem hat der an Jesus Gläubige die wunderbarsten Verheißungen bekommen, schon für DIESES Leben! Wenn Traurigkeiten und Sorgen einen gefangen halten wollen, werden sie von Jesus persönlich verjagt, denn wer Ihn sucht, findet auch in Ihm Freude, egal welche Schwierigkeiten das irdische Leben auch begleiten mögen. Es ist ja nur die Vorstube zum Himmel. Vorbild war Jesus selbst! Denn Er wußte ja, daß Er am Kreuz sterben mußte, und doch hat er mehrfach von Seiner Freude gesprochen und auch davon, daß Er sie jenen schenken möchte, die Ihm nachfolgen: „Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.“ aus Joh. 15 - „Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei.“ aus Joh. 17 - „Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. - Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ aus Joh. 16

 

Daran ist Jesus gelegen, daß die Menschen trotz sorgenvollen Kümmernissen nicht griesgrämig oder traurig durchs Leben gehen, sondern bereit sind und sich dafür öffnen, sich die Freude von Ihm schenken zu lassen. Schließlich hat Er uns ja ein ungeheuer kostbares Vermächtnis der Freude dagelassen.

 

Also -> Wenn Du Dich heute freuen kannst, dann verschiebe es nicht auf morgen!

 

„Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.“ - Das wußte nicht nur Petrus! (s. 1.Petr. 1)

 

Und deshalb darf sich der gläubige Christ auch auf die Zukunft freuen, wenn er Jesus wiedersehen wird, wie Er ist. „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ aus 1. Kor. 2 - Diese Freude kann uns niemand rauben, wenn wir an Jesus glauben, denn er begleitet uns auch durch alle Tiefen unseres Lebens hindurch! Der Gläubige weiß, daß ihm seine Sünden vergeben wurden, und daß er einmal Gott schauen wird, und dies wird eine unsagbar große Freude sein!

 

Wie „man“ diese Freude immer neu entfachen lassen kann? Indem „man“ die Worte liest, die Jesus selbst über Seine Freude gesagt hat, obwohl Er um Seinen Tod wußte, denn wer im Glauben wiedergeboren wurde, ist - wie Röm. 8 bezeugt - Gottes Erbe und Miterbe des Christus.

.

.

Freude

So strahlend wie ein Sommertag

wo vorher Nacht in Schatten lag -

im Leuchten sie zerfließen -

verjagt sie Dunkelheit sofort,

den grauen Trott, gewohntes Wort,

wo Phlegma will verdrießen.

 

Da ist sie Lebenspuls sogleich,

und Gott, Er schenkte sie so reich

und wunderbar, die Freude!

Sie wärmt, sie heilt und richtet auf;

sie trocknet auch der Tränen Lauf

und lindert manches Leide.

 

Sie zaubert Lächeln auf´s Gesicht,

das müde oft so traurig spricht.

Ein Himmels-Markenzeichen!

So herzerfrischend steckt sie an,

wo mancher nur noch weinen kann,

dem gar nichts mag gereichen.

 

Es ist die Freude in dem Herrn,

sie gründet nicht auf menschlich Kern,

wo keine bleibend Güte.

Der Menschen Freude schnell vergeht.

Was gestern hell, ist bald verweht

und welkt in seiner Blüte.

 

Verliert sich, bleibt nicht intensiv,

wo gestern hoch, will morgen tief

sie Kraft und Raum verlieren.

Ein unbeständig, schwankend Blatt,

zersetzt und nutzt sich ab so platt

wo Irrtum will verführen.

 

Und and´res überwuchert bald

Gefühle hängen ab, bemalt

von all des Tages Sorgen.

Die Freude Gottes anders ist.

sie kommt allein aus Jesus Christ

und sorget nicht um morgen.

 

In Ihm und ganz aus Ihm heraus,

da findet Freude ein Zuhaus´,

die Basis und die Quelle,

sie kann nicht in uns selber sein,

das Naturell, es stellt ein Bein,

besteht nicht im Gefälle.

 

Die Freude Gottes ewig währt,

beständig bleibet sie und nährt

inmitten aller Leiden.

So bitter auch die Tränen sind,

sie kehrt zurück zu Gottes Kind

das niemand je wird scheiden

 

von Ihm. Die Welt versteht es nicht,

wo Freude Gottes nicht entspricht

des Menschen Reagieren.

Sie ist ja göttlicher Natur,

bei Ihm zu finden ist sie nur

und läßt sich nicht verlieren.

 

Denn Er verschenkt die Kostbarkeit

als Gabe, damit Kind sich freut

in Ihm und alle Wege

Sie ruht in sich, wird nicht vergeh´n,

im ewig Seienden besteh´n.

Der Glaube dies belege.

 

Wo Gott als Vater bittet Kind,

zu glauben und vertrauen blind,

Er hat es ja versprochen,

daß jener, der sich in Ihm freut,

dieselbe Freude nicht bereut.

Er hat es nie gebrochen!

 

Konkretes braucht es nicht als Ziel

der Freude, die nicht haben will.

Es braucht nur Kind-Vertrauen,

das nicht auf widrig´ Grenzen sieht,

dem Eingeschlossen-Sein entflieht,

um nur auf Gott zu schauen.

 

Die Perspektive ändert sich,

denn es geht nicht mehr nur um Dich,

Er schaut ja tiefer, weiter,

in Deine ganz verborg´ne Welt,

wo Dunkles Er mit Macht erhellt.

Der Glaube - Freuden-Leiter.

 

Versprechen, Gabe, sie sind da,

wir sehen´s nicht, und doch ist´s nah,

das Ziel für uns´re Freude.

Verborgen, dennoch existent,

wie Gott, der uns´re Herzen kennt

und unser Menschenleide.

 

Der Grad der Freude zeigt sich dort,

wo Glaube baut auf Gottes Wort.

Sie darf und soll erwarten,

was Er versprochen, zugesagt.

Wer nichts erwartet, der nicht wagt,

aus seinem Kreis zu starten.

 

Wo immer er sich kreisend dreht,

sich selbst dabei im Wege steht

mit eigenen Int´ressen,

da bleibt der Hunger stets nach Mehr,

am Ende geht er dabei leer,

nach menschlichem Ermessen.

 

In Frage stellt er alles dann,

er nimmt sich nicht zurück und kann

Befriedigung nicht finden.

Ein Kind erwartet alles stet;

es nimmt sich selbst zurück und geht

Geschenktes zu verkünden.

 

Und dabei fühlt es sich so reich,

als Gottes Erbe darf es gleich

zu Seiner Ehr´ sich freuen.

Es kann nicht anders, hat ja Grund.

Sein Vater tat ihm dieses kund,

die Freude zu befreien.

 

„...als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.“ aus Kor. 6

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ aus Phil. 4

„Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.“ aus Joh. 10

.

.

Wurzel-Stern

Er erträgt des Winters Härte. Fast gedeiht er überall.

Querschnitt seiner Mammutwurzel - wenn vergrößert dreißig Mal -

 

läßt sie einen Stern erkennen, so als hätte Gott geprägt

hier Sein Zeichen, Stern von David, fein gezeichnet, abgewägt.

 

Mit dem Auge nicht zu sehen, Stern von Bethlehem, so zart.

Mikroskopisch zu erblicken. Wurzelstern sich offenbart.

 

Denn die Zellen dieser Wurzel formen sich zu einem Stern.

Seine Strahlen, ausgesendet, leuchten bloßem Auge fern.

 

Die Natur, sie macht uns Staunen. Bibel-Worte zeigen klar,

wie ins Stammesholz geschrieben, Wurzel allen Ursprungs war,

 

ist und bleibt im Sinnbild Davids, nur der eine Morgenstern,

strahlend hell in seinem Leuchten Jesus Christus, nah und fern.

 

Wurzel, Ursprung allen Lebens. Er erschaffte durch Sein Wort

alle Dinge und erhält sie schon seit Urzeit, immerfort.

 

Klein, verborgen keimt die Wurzel Davids wie verheißen auf.

Unscheinbar im Stück der Wurzel, zeigt den Stern im Bildverlauf.

 

Und an Weihnacht´ öffnet sich der Himmel, weil es Gott gefällt,

über den verborg´nen Winkel. Jesus kommt auf diese Welt.

 

Und in diesem kleinen Kinde bricht das Reiche Gottes an.

Strahlt von Bethlehem, Stadt Davids, tief in uns´re Herzen dann.

 

Leuchtet weiter in den Herzen, die das Kinde nehmen auf

in ihr Leben, denn er kündet in der Nacht der Tage Lauf.

 

Neue Zeitenwende brach mit Jesus als Erlöser an.

Denn der Retter dieser Erde Licht ins Dunkel bringen kann.

 

Nacht und Finsternis muß weichen, vor des Morgensternes Glanz.

Ein Geheimnis birgt die Wurzel. Fasse dieses Wunder ganz!

 

frei nach Offb. 22, 16 „Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“

.

.

Eben gerade einen Berg versetzt;-)

In echt jetzt, glaubt ihr nicht? Nun, das kann ja auch nur der Glaube;-) Und nicht nur so kleine Maulwurf-Hüppel, sondern so richtig mächtige Montañas, sogar in total flachwurzelnder Landschaft;-) „Wegen eures Kleinglaubens. Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.“ aus Mt. 17

 

Beweise haben gläubige Menschen haufenweise, in diesem Fall wohl eher bergeweise;-) aufgrund ihrer felsenfesten Überzeugung, daß sich auch in diesem Punkt Gottes Wort geradezu buchstäblich erfüllt, wenn der Glaube da ist. Komisch bloß, daß gerade Sofachristen dieser Aussage eher hilflos gegenüberstehen, und die Tatsache nicht für möglich halten, daß einzig aufgrund eines Befehles, der im Glauben ausgesprochen wird, ein Berg sich wirklich und tatsächlich ins Meer werfen kann. - Wer hat den Spruch nicht schon mal ohne nachzudenken daher gesagt, daß eben der Glaube Berge versetzen kann, ohne wirklich dran zu glauben? Da wird sich dann nur das aus der Bibel heraus gepickt, was für den ein oder anderen glaubwürdig erscheint. Kommt es aber zu den eher schwierigeren Stellen, dann fängt so mancher an zu zweifeln, und der Unglaube macht sich wieder breit. Statt einfach einzusehen und zuzugeben: Mensch, da müßte ich jetzt mal demütiger sein und mir selber eingestehen, daß ich die Bibelstelle nicht verstehe.

 

Beim bergeversetzenden Glauben geht es nicht in erster Linie um einen großen Glauben, wie manche vielleicht denken mögen, sondern es geht um eine große Tat!

 

Jesus spricht einmal über den Glauben und dann über die Auswirkung desselben. Und er sagt NICHT, „Wenn du großen Glauben hast, dann...“ Es geht nicht um einen Glauben, der alles, was im Wege steht, souverän aus dem Weg schaffen kann bzw. Hindernisse wegräumt, also da ist dann nix mit Flatterflügelchen... oder so. Sondern Er spricht ganz schlicht und ergreifend von „Glauben wie ein Senfkorn“, dessen Durchmesser jeder selbst nachschlagen kann, denn: „Wenn das gesät wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden.“ aus Mk. 4 - also mit dem Auge fast nicht zu sehen. Aus diesem winzigen Korn entsteht dann innerhalb von einem Jahr ein etwa drei Meter hoher Baum, und dazu sind nur minimale Voraussetzungen vonnöten. Das Ergebnis hingegen ist ziemlich groß.

 

Und genau diese minimalen Voraussetzungen sind es, die für Jesus zählen, was jenen Glauben betrifft, der Berge versetzen kann! - Dabei kennt er die Menschen ja gut und weiß, wie kleingläubig und schwach ihr Glaube oft ist, eben ein Senfkorn-Glaube. Und solch ein Kleinglaube kann schon mal mehr als größere Schwierigkeiten machen, obwohl dieser beinahe unscheinbare Glaube die Macht hat, Berge zu versetzen. Manchmal stellt sich der Mensch eben ´was Falsches unter Glauben vor... Da sieht er seine sich auftürmenden Problem-Berge, unbeantworteten Berge an Fragen und wünschte sich in solchen Lebenslagen oft, er hätte einen größeren Glauben, um all die Berge überwinden zu können. Dabei genügt es, wenn der Mensch „nur“ Glauben hat, denn es bedarf keines extrem großen Glaubens, um eben auch diese Berge zu versetzen.

 

Stell Dir vor, Du bist ein Senfkorn, und würdest auf Dich - als winziges Korn - selber mal blicken. Würdest Du dann nicht verzweifeln, wo doch ein solches Senfkorn von sich aus nix zu bringen hat? Und dann kommt oft die -> Resignation auf, die das Senfkorn aber gar nicht kennt, sondern nur der Mensch! Das kleine Korn läßt sich ganz einfach nur in die Erde pflanzen, beginnt dann zu wachsen und wird am Ende zu einem Baum, in dessen Ästen und Zweigen die Vögel sitzen und wohnen können. Dabei hat das Korn so gar keine Anstrengungen gebraucht, sondern einfach das „Wenige“, das es in sich hat -> zur Anwendung und Aktivierung gebracht! - Und so kann es auch beim Menschen sein: Der „einfache“ Glaube an die vollbrachte Tat Jesu am Kreuz bringt uns weiter und läßt die Gemeinschaft mit Ihm täglich tiefer werden. Und dazu braucht es eben keine großen Anstrengungen des Glaubens, denn der Gläubige kann trotzdem „mit meinem Gott über Mauern springen.“ aus Ps. 18 - „Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde niedertreten.“ aus Ps. 108 - Und David, der das sagte, war auch „nur“ ein Mensch mit Schwächen und Fehlern, dessen Glaube ganz sicher nicht immer riesengroß war, doch er hielt sich - in aller Einfachheit - an Gott fest und konnte dadurch auch Großes vollbringen.

 

„Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist?“ aus 1. Joh. 5 - Ein Glaube, der die Welt überwinden kann, ist einfach und ganz oft nicht fühlbar, vielfach total durcheinander gerüttelt und angefochten. Ein Glaube, der die Welt überwindet, stützt sich nicht auf Empfindungen oder Gefühle, sondern auf sein Wissen um die Gotteskindschaft. Und genau DAS ist jener Glaube, der Berge versetzen kann, sich auf das zu stützen, was Jesus uns angeboten und gegeben hat.

 

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“ aus Jes. 42 - Diese Prophetie wurde im N.T. durch Jesus selbst bestätigt. Gleichsam kann dieses Bild für einen Menschen stehen, der nur noch einen senfkorngroßen Glauben hat und daher meint, nix zu haben, das er bringen könnte. - Bin sicher, daß manche hier mitlesen, die sich innerlich gerade wie ein „geknicktes Rohr“ fühlen oder wie ein „glimmender Docht“ vorkommen. Schwach und traurig, elend und fehlerhaft. Da türmen sich vielleicht bei dem ein oder anderen gerade riesige Berge von Sorgen oder Problemen in seinem Leben auf. Aber gerade die Tatsache, daß derjenige NOCH wie ein „geknicktes Rohr“ fühlen kann, ist doch der beste Beweis dafür, daß da noch etwas ist! Denn das „Rohr“ ist ja „NUR“ geknickt und nicht zerbrochen!!! Also ist da ja noch ein klitzekleiner Funken Hoffnung und Glauben vorhanden!

 

Und Jesus sagt uns doch, daß wir die Problem- und Sorgen-Berge ins Meer werfen können und dürfen! Das ist möglich, indem wir diesen Senfkorn-Glauben anwenden! Jesus wird den „glimmenden Docht“ nicht auslöschen, wenn wir zu Ihm kommen. „Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ aus Ps. 34

 

Und noch ´was kann in diesem Zusammenhang bedacht werden: „Am Abend aber traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Die Gegend ist öde und die Nacht bricht herein; laß das Volk gehen, damit sie in die Dörfer gehen und sich zu essen kaufen.“ aus Mt. 14 - Die Jünger hatten sich einen Plan zurecht gelegt, wie die Speisung der 5000 vonstatten gehen sollte. Als ob Gott eine solche Empfehlung nötig hätte, und die ganzen Geschäfte in der Gegend bräuchte, wo es Lebensmittel gab, um der großen Menschenmenge etwas zu Essen zu geben. Gott brauchte nix weiter als einen Menschen mit einem Senfkorn-Glauben, einen Menschen, der wenig hatte, aber die Bereitschaft zeigte, dieses Wenige Gott zur Verfügung zu stellen, damit ER ein großes Werk vollbringen kann. Zuletzt war es ein Kind mit 5 Gerstenbroten und 2 Fischen, das bereit war, dem Herrn diese zu überlassen. Und was machte der Herr daraus? „... nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.“ aus Joh. 6 - Und 5000 Menschen (dazu noch Kinder und Frauen) wurden davon satt!

 

Das Kind hatte Senfkorn-Glauben bewiesen, und so konnte Jesus diesen „kleinen“ Glauben gebrauchen, um ein Wunder zu vollbringen. Meistens ahnt ein solches Kind in uns nicht ´mal, welch ein Wunder geschehen kann, wenn es dem Herrn das Wenige überläßt, das es hat. Die Jünger hingegen sahen nur den großen Problem-Berg vor sich, mit der Frage: „Wie soll all diesen Menschen zu essen gegeben werden?“ Klar hatten sie schon Pläne gemacht, wie dieser Berg aus dem Weg geräumt werden könnte, aber Jesus brauchte diese Pläne gar nicht. Was Jesus benötigte, war eben der Senfkorn-Glauben eines Kindes, und mit diesem Glauben konnte der Riesenberg eben ins Meer geworfen werden.

 

Wie wär´s, wenn Du das mal ausprobieren würdest: Dich von Deinem Kind an die Hand nehmen lassen und das Wenige, das Du an Glauben in Dir hast, vor Jesus bringen. Glaub´ mir, Du wirst erstaunt sein, wie Du plötzlich imstande sein wirst, ganze persönliche Problem- und Schwierigkeiten-Berge zu versetzen. Und nicht nur das, sondern diese Berge dann auch -> ins Meer zu werfen. - Dabei muß Dein Glaube an Gott gar nicht stark sein. Hauptsache es ist ein Glaube an den einen, starken Gott!

.

.

"tetelestai"

Stell Dir vor, Du liegst mit Narkose auf dem OP-Tisch und bekommst alles mit im Wissen, daß Du keinen festen Glauben hast. Stell Dir weiter vor, Du hörst die Ärzte sagen, daß die Chancen nicht gut stünden und Du die OP womöglich nicht überleben könntest. Alles würdest Du mitbekommen, auch die Angst, die Besitz von Dir ergreift, nicht nur in Bezug auf Dein Leben, sondern vor allem, weil Du Angst um Deine Seele hast. Und nun stell Dir vor, es wäre die letzte Möglichkeit, bevor Du das Leben loslassen mußt. Würdest Du die wenigen Minuten vor der Narkose nutzen? Würdest Du Dich im Gebet an Jesus wenden, damit Deine Seele gerettet wird? Würdest Du Dich von den um Dich herum stehenden Ärzten verunsichern lassen, wenn sie abfällig über Dein Gebet urteilten? Was würdest Du tun, wenn die OP dann plötzlich doch noch gut ausginge und Du aufgrund Deines Gebetes ein wiedergeborener Mensch wärest?

 

Ein solches Stoßgebet kann dem so Betenden die Gewißheit geben, daß er auf ewig gerettet ist! Oft erkennt ein Mensch erst spät, daß sein Leben verkehrt läuft und aus dem Ruder geraten ist, aber wenn er es NOCH in letzter Minute erkennt, ist es noch nicht zu spät, sofern er die Gelegenheit zur Umkehr nutzt!

 

Es kostet den Menschen nichts, denn es ist ganz und gar bezahlt worden. Und da es nichts kostet, braucht er es bloß im Glauben anzunehmen -> Das Erlösungswerk Jesu am Kreuz. Denn „Es ist vollbracht!“ aus Joh. 19

 

Auf Rechnungen, wird oft der Stempel „tetelestai“ gesetzt, wenn der Rechnungsbetrag eingegangen und die Summe vom Schuldner vollständig abbezahlt wurde. Auch für die Sünden der Menschen mußte die Strafe bezahlt werden, die durch das Sterben und den Tod eines Unschuldigen freiwillig beglichen und getragen wurden, wodurch dem Menschen der Weg zu Gott geöffnet war, sofern er dies im Glauben annimmt.

 

Wer an der Himmelspforte ankommt, und dies Erlösungswerk zuvor im Glauben angenommen hat, hat somit freien Eintritt. Es sind also nicht die guten Werke, irgendwelche Anstrengungen oder selbst auferlegte Pflichten, die den „freien Eintritt“ gewähren, sondern „einzig“ die glaubende Annahme der Erlösungstat Jesu am Kreuz und Seine Auferstehung. Was für uns nun „einfach“ sein kann, war für Jesus wohl der schwerste Gang in Seinem Leben! - Der Weg vom irdischen Leben zur Ewigkeit geht NUR über das Kreuz! Manchmal muß ein Mensch erst sehr alt werden, um zu merken, was ihm wirklich noch fehlt und was er braucht. Manchmal muß ein Mensch ein tiefes Tal durchschreiten, bevor er merkt, daß nichts mehr im Alleingang geht. Was er oder sie daraufhin tut, liegt in der Entscheidung eines jeden Einzelnen selbst. Manche bleiben stolz bis zuletzt, die anderen nutzten ihre letzte Chance und ergreifen die Hand, die ihnen entgegen gestreckt wird. - Vor Gott bestehen kann aber nur derjenige, der den Weg über das Kreuz im Glauben geht und sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legt!

 

Auch für Dich ist Jesus ans Kreuz gegangen um zu sterben! Für Deine persönliche Schuld! Dies im Glauben erfahrend anzunehmen ist der Grund für die Heilsgewißheit! Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen oder von einem anderen Menschen erlösen lassen. Doch er kann Jesus als seinen Erlöser annehmen! „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ aus Joh. 5

 

Wer das angenommen hat und sicher weiß, der kann gar nicht mehr ohne das Wort Gottes - die Bibel - leben, weil sie ihm Gewißheit gibt! Das letzte Wort im Leben eines jeden Menschen - sei er gläubig oder nicht - hat ganz allein Gott! Daher kann der gläubige Christ auch ohne Angst an seine letzte Stunde denken, weil er ja weiß, wohin er gehen wird. Ein Grund mehr zum Danken, daß er zur Herde des Herrn dazugehört und einen festen Platz im Himmel hat! Genau aus dieser Dankbarkeit heraus kann er dann auch jeden neuen Tag dankbar beginnen und jeden Abend ebenso dankbar einschlafen, weil er sich beschützt und geborgen weiß in der Hand des Vaters im Himmel.

 

Völlig unverständlich ist es daher, warum viele Menschen es sich im Leben so schwer machen, denn der Weg ist im Grunde klar und einfach, auch wenn er oft auf schmalen Pfaden durchs Leben verläuft.

 

Ein Penner lag stockbetrunken auf einer Parkbank. Ein Mensch hatte den Krankenwagen gerufen. Die Sanitäter beugten sich über den Penner und meinten: „Der schon wieder. Kommt wir gehen und lassen ihn liegen. Dem ist eh nicht mehr zu helfen.“ Diese Worte bekam der Mann trotz seines Betrunkenseins mit. „Mensch,“ dachte er bei sich, „das bin ich ja, von dem diese Typen da reden. Denen bin ich wohl nichts mehr wert, und mein Leben noch weniger...“ - Ob diese Begebenheit ein Anstoß zur Buße und Umkehr für den Mann war? Denn für Jesus war er - egal wie betrunken und zugedopt dieser Mann auch war - noch immer ein wertvoller Mensch. Er brauchte nur Seine Hand zu ergreifen und wäre sofort ein befreiter Mensch gewesen.

 

Auch ein bewußt oder unbewußt liegen gelassenes Traktat mit der frohen Botschaft über das Erlösungswerk Jesu auf einer Parkbank oder im Bus, kann oft Wunder bewirken, ohne daß wir davon erfahren. „Erkennet doch, daß der HERR seine Heiligen wunderbar führt; der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.“ aus Ps. 4 - „Denn wer gering dachte von der Zeit der kleinen Anfänge, wird sich freuen...“ aus Sach. 4

 

Ein solcher kleiner Anfang ist nicht zu verachten... auch wenn die Folgen für uns im Verborgenen bleiben...

 

Gottes Wort kehrt niemals leer zurück! „Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und läßt wachsen, daß sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“ aus Jes. 55 -

 

Und deshalb: „Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. Ihre Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht, sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Nasen und riechen nicht, sie haben Hände und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht, und kein Laut kommt aus ihrer Kehle. Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen.“ aus Ps. 115

.

.

Kinder, Kinder...

Die Karnevalsmaske hat „man“ Schmali´s Sohn beim Spielen heruntergerissen, was ja nicht nur bei Kindern schon mal passieren kann;-) Als der Vater sie ihm wieder aufsetzen wollte, meinte der Junge lächelnd: „Laß mal Papa, die wird eh als Beiwerk hier auf der Welt liegen bleiben, wenn Jesus wiederkommt und ich entrückt werde. Ist ja nicht schlimm, denn ich folge lieber Jesus nach, und da brauche ich keine Maske. Außerdem, je früher Er wiederkommt, desto besser, denn es kann ja nix passieren, weil ich Tag und Nacht bereit bin, weil ich mich total drauf freue.“

 

Nicht nur seinen Eltern erzählte der kleine Mensch so freimütig - wie ein Kind eben - über seine freudige Erwartung, sondern auch seinen Klassenkameraden in der Schule. „Und wenn dann mal nur noch mein Schulranzen neben dem Schreibtisch stehen bleibt und ich plötzlich verschwunden bin, dann weißt Du Bescheid,“ sagte er zu seinem Schulkameraden, „denn dann hat mich Jesus zu sich in den Himmel geholt, wegen der Entrückung, von der ja in der Bibel geschrieben steht.“ - Ob er einen Vogel hätte, wurde er von dem ein oder anderen schon gefragt, aber das konnte den Jungen nicht weiter kratzen, denn er sprach ganz offen darüber, daß er es kaum erwarten könne, wenn Jesus endlich wiederkäme, bei all dem Leid, das es auf der Welt gibt. Und natürlich betete er auch dafür, daß seine Kameraden dann auch mitkommen. Dafür wollte er dann auch, wenn er erwachsen ist, ein richtig guter Missionar werden.

 

„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ aus Mt. 18

 

Die meisten Erwachsenen könnten sich oft eine Scheibe vom Verhalten der Kinder abschneiden. Denn wie anders hätten sie sich in solch einem Fall z.B. doch benommen? Phari hätte sicher gesagt: „Noch nicht, ich muß doch erst noch den neuen Wagen ausprobieren, und außerdem feiert meine Schwester nachher noch Geburtstag, da muß ich auch noch hin. Jetzt habe ich noch keine Zeit für die Entrückung. Vielleicht später mal... oder so.“

 

Würde Dir auch noch etwas einfallen, das Du vorher noch gerne erleben möchtest in Deinem Leben, oder bist Du bereit, wenn Jesus -> plötzlich - wiederkommt. - Denn wer nicht bereit ist, wird zurück bleiben und sich wundern, wo die Gläubigen so plötzlich alle hin verschwunden sind. „Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. Darum wachet; denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ aus Mt. 24 -

 

Der eine wird morgens im Zug sitzen, auf dem Weg zur Arbeit, der andere wird gar nicht mehr bei der Arbeit erscheinen. Was mit dem Lokführer sein wird, bzw. mit dem allein weiterfahrenden Zug, wenn der Lokführer plötzlich auch nicht mehr da ist - weil entrückt - , kann ich nicht sagen, aber ich bin sicher, auch dafür hat Gott schon Seinen Plan. - Das ist jetzt auch nicht der Punkt, sondern dem Erwachsenen fehlt oftmals dieser kindliche, unbefangene Glaube. Für ein Kind ist er, wenn es einmal davon erfaßt wurde, etwas total Reales, und zwar nicht nur der Glaube, sondern sein ganzes „kleines“ Leben mit Jesus ist real für das Kind und -> für den gläubigen Erwachsenen, der sich das Kind in sich bewahrt hat. -

 

Die Bedeutung anderer Dinge verblaßt neben dem kindlichen Glauben an Jesus, denn -> Die Perspektive ist eine völlig andere, und zwar nicht nur für einen Moment, sondern aus dieser neuen Lebensperspektive wird alles andere um einen herum betrachtet. Da ist es klar, daß Schmali´s Junge sich lebhaft vorstellen kann, was geschehen wird, wenn er plötzlich entrückt wird, denn er malt es sich ja aus, wie auch die Erwachsenen es oft tun, wenn sie sich auf etwas vorfreuen. Denn sehnt sich der „kleine“ Mensch danach, daß er diese Entrückung endlich erleben darf, beinahe so, wie er kaum erwarten kann, bis das Christkind zu Weihnachten kommt, je näher der Heilige Abend vorgerückt ist.

 

Ist schon eine spannende Sache, ein Leben mit Jesus zu leben, sagt Schmali ja auch... und stellt sich gerade eben vor, wie das wohl sein wird, wenn da zig Leute vor einer grün gewordenen Ampel stehen und anfangen zu hupen, weil plötzlich mehrere Menschen aus den Wagen davor verschwunden, da entrückt sind. Denn nicht nur Schmali ist es völlig egal, ob die Leute ihn als Spinner abtun, so wie es jedem wahrhaftig Gläubigen total egal sein sollte. Warum? Na, weil er sich sein Kind im Innern bewahrt hat, und dieses Kind ist eben bereit, wenn Jesus wiederkommt.

 

Vom kindlichen Glauben kann so manch ein Erwachsener sehr viel lernen...

.

.

Angst?

 

Jeder kennt sie, wenn sie heimsucht

von Geburt und bis zum Tod.

Ist sie doch die stärkste Geißel,

so beklemmend in der Not.

 

Jeden trifft sie, sei er Bettler

sei er König. Sie befällt

beide in dem gleichen Maße.

Wer hat sie je abgestellt?!

 

Niemand kann ihr drum entfliehen,

weder Wille noch Entschluß,

nicht ´mal die Charakterstärke,

hört im Warnen ihren Schuß.

 

Keiner kann sie unterdrücken,

nicht auf Dauer bleibt sie dort.

Eisern bleiben - keine Chance,

denn sie geht nicht einfach fort.

 

Sieger bleibt sie immer wieder

und bewirkt die Finsternis.

Bis ins kleinste Licht der Hoffnung

reißt sie ihren tiefen Riß

 

und wird sichtbar in der Seele,

die im Flehen nicht erhört,

im Verschulden ihrer Qualen,

und das einzig, weil sie stört.

 

In der Welt, so sagte Jesus,

würden wir sie haben, stet.

Doch Er hat sie überwunden,

diese Welt, die bald vergeht.

 

Seine Macht ist immer stärker

als die größte, schlimmste Angst.

Doch Er tröstet Dich im Dunkel,

damit Ruhe Du erlangst.

 

Jene werden überwinden,

weit durch den, der sie geliebt,

bis Er einst wird wiederkommen

und es keine Angst mehr gibt.

 

Denn Er weiß um Todesängste,

hat Er sie doch selbst durchlebt,

im Gethsemane des Lebens

und am Kreuz. Die Welt erbebt!

 

Denn Er hat sie überwunden,

durch Gebet und Tränen laut,

brachte sie vor Seinen Vater,

hat zuletzt noch aufgeschaut

 

und Erhörung dann gefunden,

ward von aller Angst befreit!

Denn Er hat für Dich gerungen,

wo die Sünde Dich entzweit.

 

Gott hat niemals Ihn verlassen,

Jesus wußte das! Und Du?

Hast bis hierher schon gelesen,

dann hör´ noch ein wenig zu...

 

Denn Er kann auch Dich erretten,

von den Ängsten, die Dich quäl´n.

Du brauchst nur um Hilfe bitten

und Ihm Deine Not erzähl´n.

 

Und je tiefer Du es glaubest,

um so schneller weicht die Angst,

denn Er IST ja IMMER bei uns,

gleich wie sehr Du ringst und bangst.

 

Und Er wird Dich nicht verlassen.

Pflege darum das Gebet!

Auch in jenen schweren Zeiten,

wo die Angst nicht bald vergeht.

 

Schaue auf zu jenem Manne,

der ans Kreuz die Sünden schlug.

Denn Du siehst nur Seine Spuren,

dort, wo Er Dich liebend trug!

 

frei nach Joh. 16, 33 „In der Welt habt ihr Angst;

aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

.

.

Weihnachten an jedem Tag

Sie werden auch Magier und Sternkundige genannt und es heißt, sie seien Mitglieder einer babylonischen Klasse von Weisen gewesen, weil sie nicht gewöhnliche Einsichten gehabt hätten in Bezug auf Traum- und Sterndeutungen. Für manche mag der folgende Text sicher eher in die Weihnachtszeit passen, doch darf der Mensch zum Glück an jedem Tag das Ereignis feiern, das uns zu Weihnachten beschert wurde, handelt es sich doch um den Stern, den wir Hoffnung nennen dürfen.

 

Sie haben ihn gesehen, diesen Stern, ebenso wie sie den neugeborenen König sehen durften. Nach Jerusalem waren sie gekommen, um dort nach dem „König der Juden“ zu fragen, weil sie seinen Stern gesehen hatten, und zwar im Morgenland. Gekommen waren sie, um diesen neuen König anzubeten. Der derzeitige König Herodes erschrak, als er dies vernahm, ebenso wie die Bewohner von Jerusalem. Gleich rief er daher die Schriftgelehrten und Hohepriester zusammen, um herauszufinden, WO Jesus auf die Welt kommen sollte. Diese nannten ihm den Ort Bethlehem, weil dieser bereits im Alten Testament benannt wurde als Geburtsort Jesu: „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ aus Mi. 5 - Als Herodes das hörte, holte er die Weisen heimlich zu sich, um den Zeitpunkt zu erfahren, WANN sie den Stern gesehen hätten, woraufhin er sie nach Bethlehem schickte, um die Sache unter die Lupe zu nehmen. Dabei gab er vor, den neuen König auch anbeten zu wollen...

 

Und der Stern wies ihnen den Weg bis an die Krippe... - Wie sehr sie sich über das freuten, was sie zu sehen bekamen, ist in Mt. 2 nachzulesen. - Mag sein, daß ihnen ihre Fähigkeiten so etwas wie eine Hilfe waren, den Stern zu entdecken. Der Christ sieht aber nicht diese „magischen“ Fähigkeiten, sondern bezeichnet es als Gnade, die diesen Männern widerfahren ist. Im Grunde ist es auch gar nicht wichtig, ob sie nun Sterndeuter oder Magier waren, es waren halt Menschen, die die größte Hoffnung schauen durften, die der Erde je zuteil wurde. Die Hoffnung lag in der Krippe, es war die Geburt des Heilandes der Welt. - Hast Du den hellen Hoffnungsstern schon entdecken dürfen, der zuletzt in Offb. 22 erwähnt wird: „Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“ ? Die drei „Weisen“ haben nicht danach gesucht, sondern Gott hat SIE gesucht, damit sie den Stern entdecken durften bzw. sollten. Denn: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat“ aus Joh. 6 - Also es geschah einzig aus Gnade! -> „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es“ aus Eph. 2 - Und genau DAS ist Gottes Weihnachts-Gabe an die Menschen: „Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. - Laßt uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.“ aus 1. Joh. 4 - Und nicht nur an Weihnachten dürfen wir feiern, daß Jesus für uns auf die Welt kam, und das wir - aus Gnade - an ihn glauben DÜRFEN, was für ALLE Menschen gilt! „...welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ aus 1. Tim. 2 - Denn: „Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“ aus Hes. 18

 

Dieses Wunder der Gnade durften die drei „Weisen“ aus dem Morgenland erfahren. DAS ist Weihnachten, auch für uns. Weder einem Können noch Wissen ist diese Gnade zu verdanken, sondern einzig dem Willen Gottes, der mit Seinem Sohn, Jesus Christus, den Stern der Hoffnung in die Welt gesandt hat. -

 

Den Stern zu entdecken ist die eine Seite, sich dann aber auch aufzumachen, um dem Stern zu folgen und dem neugeborenen König Huldigung darzubringen bzw. ihn anzubeten, ist die andere Seite. Der Punkt ist, sie durften Gemeinschaft mit Ihm haben! „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ aus Joh. 3 - Das Geschenk wurde uns also angeboten, und damit werden „alle, die an ihn glauben“ mit einer Verantwortung konfrontiert. Entdecken dürfen diesen Stern ALLE. Aber es liegt in der Verantwortung des Einzelnen, ihm zu folgen, was nichts anderes bedeutet, als an Ihn zu glauben. Hätten sich nämlich die „Weisen“ nicht aufgemacht, ihm zu folgen, dann hätte ihnen ihre Entdeckung doch überhaupt nichts gebracht! Nun sind sie aber aufgebrochen, einfach, weil sie an das geglaubt haben, was ihnen vom Himmel als Geschenk dargeboten wurde, und nur deshalb kam es für sie zu der Begegnung mit Jesus. - Hast Du diesen Hoffnungsstern schon so entdeckt, daß sich aus dieser Entdeckung heraus in Deinem Leben etwas verändert hat? Wenn sich nichts verändert hat, dann bist Du nicht - wie die drei Männer - auf die Reise gegangen, dem Stern zu folgen, und hast somit das Geschenk der Gnade für Dich ganz persönlich noch nicht angenommen, das zur Folge hat, mit Jesus in Gemeinschaft treten zu dürfen. Den Stern zu betrachten, das können viele, aber sich zu entscheiden, ihm auch zu folgen, dazu gehört Glauben. Und dann kann wirkliches Weihnachten stattfinden!

 

Der Mensch braucht aufgrund seiner Sünde einen Erlöser, auch wenn er sich als noch so „anständig“ empfindet, vor Gott kann er damit nicht bestehen. Nicht die Schwere der Schuld läßt verloren gehen, sondern die Tatsache, so bleiben zu wollen, wie „man“ ist. „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. - Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben.“ aus Röm. 3 - Das Einzige, was der Mensch tun muß, um nicht verloren zu gehen, ist den Opfertod Jesu am Kreuz für sich persönlich anzunehmen. „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ - aus 1. Joh. 1

 

Was daraus erfolgt? -> „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“ aus Joh. 1

 

Die Entscheidung und die Verantwortung bleiben bei jedem selbst. Entweder er bleibt nur Betrachter des Sternes, oder er tut es den „Weisen“ aus dem Morgenland gleich, und nimmt das Geschenk von Weihnachten für sich an, indem er dem Stern folgt... Dann kann WIRKLICH Weihnachten werden im Leben des Menschen!

 

König Joschafat, der zur Zeit des A.T. eine große Erweckung bewirkte, schickte seine unerschrockenen Fürsten unters Volk, damit sie Zeugnis geben sollten von Gott, dem Herrn. Die Folge war, daß Gott über die umliegenden Länder Seinen Schrecken kommen ließ, do daß sie gegen Joschafat in den Kampf zogen. - Dasselbe passierte, als die drei „Weisen“ aus dem Morgenland nach Jerusalem kamen und ohne viel Aufhebens über die Geburt des neuen Königs berichteten. Herodes geriet in Panik, weil er um seinen Macht-Thron bangte, den er nicht einem anderen überlassen wollte. Der Punkt ist: Die ganze Stadt mit seinem König geriet in ziemliche Unruhe, sie von dem neugeborenen König erfuhr! - Für den Gläubigen heißt das auch: Wenn er den Hoffnungsstern entdeckt hat, und dadurch zum Glauben an Jesus kommen durfte, daß er auch voll dazu steht: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen. Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, daß ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.“ aus 1. Petr. 3 - Das heißt, es geht darum, daß der Gläubige bekennt, daß er den Hoffnungsstern entdecken durfte und an Ihn glaubt!

 

Manchmal gibt es Momente im Leben eines Gläubigen, in denen er genau spürt, daß er zu seinem Heiland stehen muß, und dann ist es auch immer richtig, daß er sich NICHT zurückzieht, sondern Farbe bekennt! Wenn er nämlich genau das tut, dann wird der Herr sich auch zu ihm bekennen und ihn behüten! -> „ Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.“ aus Mt. 10

 

Die drei „Weisen“ wurden NICHT Teil des Planes von Herodes, der heimtückisch zu morden trachteten, denn Gott hatte ihnen im Traum befohlen, nicht zu Herodes zurückzugehen.

 

Wer dem Hoffnungsstern von ganzem Herzen folgt, der wird eine unerwartete tiefe Freude erfahren. Paulus z.B. konnte sogar in seiner notvollen Gefangenschaft aussagen: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ aus Phil. 4 - Denn er wich nicht von der Seite des Herrn, und konnte somit von seiner ungeahnten geistlichen Freude reden. - Klar werden die Gläubigen das ewige Leben geschenkt bekommen, aber Gott schenkt ihnen bereits in diesem Leben und in Gemeinschaft mit Ihm diese unaussprechliche Freude! - Die drei „Weisen entdeckten also aus Gnade den Stern, erkannten ihre Verantwortung und zogen los, dem Stern zu folgen, und das mit einem ganz bestimmten Ziel: Nämlich den neugeborenen König zu huldigen und ihn anzubeten: „...und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ aus Mt. 2 - Das ist der Sinn und das Ziel der Lebensreise eines jeden wahrhaftigen Christen, der wiedergeboren ist, Jesus Christus in Hingabe zu leben, die im Verlauf eines Christenlebens immer inniger und tiefer wird.

 

Die Zeichen der Anbetung der drei Weisen waren Gold, Weihrauch und Myrrhe, genau die drei Grundelemente, die auch der Christ innerhalb seiner Hingabe braucht. - Gold als Geschenk, das Beste für den König, nämlich unser Herz und unsere Liebe, und zwar ganz, dann unseren Glauben, Gehorsam und unsere Treue und nicht zuletzt unseren selbstlosen Einsatz für Ihn, was auch unsere beste Zeit mit einbezieht. Der Gläubige hat dabei darauf zu achten, daß sein „Gold“ durch Sünden nicht an Wert verliert. - Der Weihrauch hat schon im Gottesdienst des A.T. einen hohen Stellenwert eingenommen. (s. 3 Mo.2,2) woraus hervorgeht, daß dieser Rauch dem Herrn ein lieblicher Geruch war. Dazu mußte der Weihrauch aber erst mal verbrannt werden. - Im praktischen Leben heißt das, daß der Christ sein Leben, ohne Abstriche, dem Herrn übergibt, sich bildlich gesehen somit auf den Altar des Herrn darbringt, und Ihm sein Leben anvertraut. Außerdem bedeutet dieser Rauch, daß der Gläubige damit aufhört zu rebellieren und zu klagen. Von ganzem Herzen muß er Ja zu dem Weg sagen, den der Herr für ihn geplant hat. Paulus beschreibt es so: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“ aus Gal. 2 - Denn er war bereit, für Jesus sein Leben in einer solchen Hingabe zu leben. - Ein Christ, der in dieser Hingabe Ja zu Jesus sagt, „geht von sich weg“, sieht sich selbst immer weniger wichtig an, sondern gibt seinem Herrn den ersten Platz in seinem Leben zu, was meint, daß eben der Weihrauch verbrannt wird. Das merkt „man“ am ehesten durch den Prozeß der Veränderung im Leben eines Christen. „Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen.“ aus Joh. 3

 

Myrrhe wurde u.a. zum heiligen und ebenso wohlriechenden Salböl beigemischt. Bei Maria war des das Öl der Narde, mit dem sie die Füße Jesu einrieb. Es war eine ebensolche unverfälschte Kostbarkeit wie das Öl der Myrrhe. Durch diese Tat der Liebe von Maria an ihrem Herrn, ging von diesem der Duft des Salböles aus und erfüllte das ganze Haus. - Paulus hat es so beschrieben: „Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben.“ aus 2. Kor. 2 - Für den Christen heißt das, daß seine Umgebung von diesem „Duft“ bzw. dieser Hingabe erfüllt wird, und zwar durch die Lebensweise, die auch das Denken des Christen mit einbezieht, damit die Menschen merken, daß Jesus in dem Christenleben lebt: „Ist doch offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.“

.

.

Schluß-Trug? ;-)

Schonmal eine schlaflose Nacht erlebt und diese Ruhe bewußt durch-leben müssen oder dürfen? Für den einen bedeutet sie Un-Ruhe, für den anderen eben Kraftschöpfen.

Wenn in einer Traueranzeige von ewiger Ruhe die Rede ist, wird das sicher in einigen Härtefällen eher zur ewigen Un-Ruhe führen... -

 

Ein guter Arzt wird doch auch einem übermäßig Gestreßten Ruhe verordnen! Manche begeben sich sogar extra auf einen langen und beschwerlichen Weg, um solche Ruhe überhaupt erst zu finden. Und etliche gehen „El Camino“ sogar ganz allein, trotz evtl. Gefahren und Anstrengungen, Höhen und Tiefen. Da ist dann nix mit „Mutti macht sich doch solche Sorgen“ oder so, gut-gemeinte Rat-Schläge und sogar Logik treten da meist zurück.

 

Wann hast Du Zeit für die besondere Stille? Oder möchtest Du diese durch allerlei Ablenkungen vermeiden, dieser Ruhe aus dem Weg gehen, um gleichsam der Einsamkeit entfliehen zu können? Stell Dir vor, Du wirst krank oder gar bettlägerig? Was machst Du dann? Oder stell Dir vor, Du trauerst um einen geliebten Menschen, und kannst mit niemandem darüber sprechen, weil Deine Trauer zu stark ist. Suchst Du dann nicht auch diese Art von Ein-samkeit, die im Grunde keine zu sein braucht? Für den Christen bedeutet sie nämlich Zwei-samkeit, und zwar auch durch und im Gebet! - Wenn diese o.g. Beispiele Dir nicht so zusagen, weil Du noch mitten im Leben stehst, dann stell Dir doch einfach vor, Du würdest Dich mit einem Freund zum Bummeln verabreden, und der sagt plötzlich ab. Würdest Du dann allein bummeln gehen oder ent-täuscht sein und gar nicht erst losziehen? -

 

Die Tiefe einer Ent-täuschung entspricht der Höhe der Ansprüche!

 

Klar, wird sich wohl jeder irgendwie mit einer nicht erfüllten Vorfreude abfinden müssen. Doch könnte ein solcher Moment auch dazu genutzt werden, sich in o.g. Zwei-samkeit begegnend zu begeben, statt sich in den nächsten Trubel, und damit in die Un-Ruhe zu flüchten. Auch dort - im Lärm und Streß - kann eine solche Zweisamkeit stattfinden, aber gewisse Augenblicke der vom Lauten abgeschiedenen bzw. -geschirmten Ruhe machen ein genaueres, lauschendes und wahr-nehmendes Hin-und-Zu-Hören erst wirklich möglich. - Solche „Gespräche“ sind sowohl im Sturm als auch in der Stille möglich, wie auch Elia erfahren durfte oder mußte?: „Da antwortete ihm der Herr: "Komm aus deiner Höhle heraus, und tritt vor mich hin! Denn ich will an dir vorübergehen." Auf einmal zog ein heftiger Sturm herauf, riß ganze Felsbrocken aus den Bergen heraus und zerschmetterte sie. Doch der Herr war nicht in dem Sturm. Als Nächstes bebte die Erde, aber auch im Erdbeben war der Herr nicht. Dann kam ein Feuer, doch der Herr war nicht darin. Danach hörte Elia ein leises Säuseln. Er verhüllte sein Gesicht mit dem Mantel, ging zum Eingang der Höhle zurück und blieb dort stehen. Und noch einmal wurde er gefragt: "Elia, was tust du hier?"

 

Da hat doch Gott tatsächlich selbst die Initiative ergriffen? Und zwar OHNE, daß jemand suchte, Ihm nahe zu sein... - Und ganz sicher wird jeder von uns so manches Mal bewußt in diese vermeintliche „Einsamkeit“ geschickt, vor allem dann, wenn Wesentliches an die Tür klopft. - Mußte nicht auch Mose ALLEIN auf den Berg steigen, damit er die Tafeln mit den Geboten in Empfang nehmen konnte? - Eine solche „Einsamkeit“ kann einem wie ein Berg vorkommen, der anstrengend zu besteigen ist, um klarer sehen zu können und eine gewisse Stille zu finden.

 

Hektik und Rastlosigkeit prägen die heutige Zeit, Terminkalender und Zeitdruck. In den letzten sechstausend Jahren war wohl keine Zeit so schnellebig wie die heutige. Wer sucht schon heute noch die wirkliche Ruhe? Der geregelte Schlafrhythmus ist wichtig für den Menschen, doch für den Gläubigen ist eine geistliche „Pause“ wesentlich wichtiger, die „Pause“ bzw. Gemeinschaft mit Gott.

„Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.“ aus Mk. 6

 

Nicht umsonst sind wir doch so geschaffen worden, daß wir „zwischendurch“ Phasen der Ruhe benötigen. „Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ aus Mk. 2 - Und eben auch die geistliche Stille, wie Jesus sie vorlebte, indem er sie mit Seinem Vater und auch Seinen Jüngern suchte. „Es begab sich aber zu der Zeit, daß er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott.“ aus Lk. 6

Ein geistliches, aktives „Entspannen“ und „Beinehochlegen“. Das kann eine Gemeinschaft mit Gleichgesinnten bedeuten, ein Gebets- oder auch Familien- und Freundeskreis. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ aus Mt. 18

 

Auf keinen Fall meint diese geistliche Ruhe „Bier her, Glotze an und Jogginganzug überpellen“. Denn zum Suchen dieser o.g. „Pausen“ heißt es -> sich einen Ruck geben und dazu aufraffen, zumal diese Art der Ruhe nicht überall zu finden ist. Beim Beten kann „man“ eben nicht vor sich hindösen... oder so;-) Da ist sowas wie eine Verbundenheit vonnöten, und zwar zum Adressaten des Gebetes. Ist so, einfach mal ausprobieren. Dann wird das auch ´was, und zwar so richtig tiefgehend. Und mittendrin breitet sich dann diese Ruhe innerlich ganz wohltuend in einem aus, eine ganz einzigartige „Welt“ halt, die im Außen nirgends sonst zu finden ist. Hätte vor hundert Jahren jemand erzählt: „Mensch bin ich gestreßt“, die Leute hätten ihn sicher komisch angeschaut, zumal es das Wort wohl kaum gegeben haben dürfte.

 

Dadurch, daß bei vielen heute alles schnell gehen „muß“ und keiner mehr Zeit zu haben meint, stellt sich oft konditionsmäßig eine physische und psychische Überlastung ein. Und da ist auch einer, der uns bewußt auf Trab halten will, damit wir bloß keine Zeit haben, die wirkliche Ruhe zu finden, und der geht dabei auch ganz strategisch vor... Warum werden z.B. innerhalb von kriegerischen Plänen, die Wege zur Versorgung abgeschnitten? Weil früher oder später Munition und Lebensmittel ohne weiteres Dazutun ausgehen und sich Zermürbung einstellt. - Ein Christ wird immer einen Weg finden, sich die nötige Ruhe im täglichen Alltagskampf frei zu schaufeln. Wenn aber der o.g. fiese Stratege es schafft, daß jemand diese Zeit nicht mehr finden kann, dann nimmt er ihm damit auch die nötige Versorgung von oben, die eben für das Leben eines Christen wesentlich ist. Was darauf folgen kann, liegt auf der Hand: Anfälligkeiten für Anfechtungen, die vom schmalen Weg abbringen können, wenn der Mensch nicht achtgibt, daß seine Werte nicht verkümmern.

 

Oft scheint der Mensch nur zu meinen, er hätte Ruhe. Dabei nimmt er nicht immer wahr, wie sehr er sich vertun kann. Da wird dann morgens nach dem Aufstehen direkt das Radio aufgedreht, und abends, wenn „man“ heimkommt das TV angemacht, so daß nicht mal Gespräche ungestört geführt werden können. Im Grunde geht die Un-Ruhe dann doch weiter, weil ein wirkliches Nach-Denken gar nicht erst zugelassen wird. Und wenn jemand über sich nicht nachdenken kann oder will, dann hat der üble Stratege aber eine richtig glatte Angriffsfläche, die er auch tiktakmäßig nutzt, nämlich ausnutzt, und zwar genau bei dieser Art von vermeintlicher Ruhe, die sich auch Ablenkung nennt oder Schluß-Trug;-) So hat dieser einstige Lichtengel es ja immer gehalten, das Böse hübsch einzupacken. Dann fällt es ja nicht so auf. Beim Fernsehen kriegt „man“ ja auch nicht nur die ausgewählten Sendungen zu sehen, sondern dazwischen auch die Werbeeinlagen oder eine Vorschau auf eine Schrottsendung... oder so. Viele können doch heute kaum mehr ein paar Tage ohne die Kiste auskommen, oder wollen es erst gar nicht mal ausprobieren, wie sich eine solche Ruhepause anfühlt. Warum eigentlich nicht? Ich kriege schon die „Krise“, wenn mir beim Einkaufen die Berieselungstöne aufgezwungen werden...

 

„Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfen soll!“ aus Lk. 10 - Jene, die einen Räum- oder Putzfimmel haben, werden vielleicht denken: Nu mach´ hinne und hilf Deiner Schwester endlich, statt da zu sitzen und Dich bedienen zu lassen... - Doch Jesus war da ganz anderer Überzeugung, denn der Dienst für den Herrn soll ja nicht dem Menschen dienen. „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.“ aus Kol. 3

 

Stell Dir vor, Du würdest an jedem Tag mehr als 14 Stunden arbeiten und gar nicht mehr zur Ruhe gelangen. Wozu hätte Gott dann den Ruhetag eingeplant? Im Grunde doch -> damit der Mensch eine gewohnte Ruhe fände. „Und er ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg.“ aus Lk. 22 - Dem Christen bringt es daher auch gar nix, wenn er ZU eifrig seinen Dienst für den Herrn verrichten will, und dabei gar nicht zu-hört, wenn Er zu ihm spricht. Marta hatte es wohl gut gemeint, aber sie hatte dabei nicht bedacht, daß sie bei all dem Wirtschaften etwas hätte über-hören können. Denn zum Zu- und Hinhören brauchen wir Ruhe, denn Jesu Reden waren ja auch von Ruhe geprägt.

 

Und was hat der o.g. fiese Stratege im Sinn? „...und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht.“ aus Offb. 14 Und das ganze noch zusammen mit Heulen und Zähneklappern... Von Ruhe absolut keine Spur, und das auch noch ewig!

 

Wer schon mal so richtig büffeln mußte, der weiß, wozu Ruhe gut sein kann. Jede Ablenkung kann das Erlernte nämlich ganz schnell wieder aus dem Brett vor´m Kopf rieselnd herauspurzeln lassen. - Mose hat z.B. ganze 40 Jahre in der Einöde und Ruhe verbracht, während er u.a. Schafe hütete, eine Auf-Gabe, die ihm auferlegt worden war nach der Flucht aus Ägypten. Schließlich mußte er ja die Ruhe erst er-lernen vor seiner bevorstehenden verantwortungsvollen Herausforderung, die weitere 40 Jahre dauern sollte. Und diese Ruhe wurde ihm dann auch von Gott zugesagt: „Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten.“ aus 2. Mo. 33 - Er benötigte diese Ruhe als eine innere Vorbereitung, in der Gott mit ihm allein reden wollte.

 

Und wie war es bei Isaak, als er auf seine Rebekka warten mußte: „...und machte abends noch einen Spaziergang, um nachzudenken und zu beten.“ Sicher, der Mann mußte halt auch darüber nachdenken, was so alles noch auf ihn zukommen könnte;-) aber in erster Linie begab er sich doch im Gebet in eine Stille mit Gott hinein, was nichts anderes heißt, als die Bereitschaft, zu-und-hin-zu-hören, um Seinen Segen empfangen zu können. - Wie oft lesen wir in der Bibel von dem Gott Isaaks... Warum wohl? Ich denke, es muß an Isaaks Gesinnung und Einstellung zum Leben gelegen haben. Denn: „Isaak wohnte bei dem Brunnen, der den Namen trägt: "Brunnen des Lebendigen, der mich sieht.“ aus 1. Mo. 25 - Und so suchte Isaak eben die Ruhe und Weite der Natur bzw. des Feldes, um Gemeinschaft mit Gott zu haben, zumal er ja wußte, daß er Ihn dort finden, und von Ihm gesehen würde.

 

Von den dreiunddreißig Jahren, die Jesus das irdische Leben lebte, bekommen wir „nur“ von ca. drei Jahren Seines öffentlichen Wirkens zu lesen. Auch Er brauchte demnach diese prägende Stille zur Gemeinschaft mit Seinem Vater. „Gleich danach befahl Jesus seinen Jüngern, in ihr Boot zu steigen und an das andere Ufer des Sees vorauszufahren. Er selbst blieb zurück, um die Leute zu verabschieden. Dann ging er allein auf einen Berg, um zu beten.“ aus Mt. 14 - Und nach der Erwählung Seiner Jünger heißt es: „In dieser Zeit stieg Jesus auf einen Berg, um zu beten. Er betete die ganze Nacht.“ (s.o.)

 

Deshalb konnte er uns auch folgende Worte mit auf den Lebensweg geben: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ aus Mt. 11

.

.

Endstation?

Er war in den Bus eingestiegen wie an jedem Morgen und immer hatte er im London der Busse die richtige Nummer des Busses erwischt... nur heute nicht. - So fragte er die Frau, die neben ihm stand, welches denn die Nummer des Busses sei. - Keine Antwort. - Er wandte sich an die Fahrgäste hinter ihm, die einen Platz gefunden hatten in dem übervollen Bus, und fragte wieder, welches denn die Nummer bitte sei. - Schweigen auch hier. - Sein Blick wurde hilfloser und verwirrter, ja „man“ konnte die Ängstlichkeit in seinen starr wirkenden Augen ablesen und seine Lippen begannen zu beben, als er ein drittes Mal - und diesmal lauter ausrief - „Bitte, welches ist die Nummer dieses Busses?“ - Stille im gesamten vollgestopften Wagen.

 

Hatten die Fahrgäste Furcht, etwas zu sagen, weil sie sich erinnerten, wie nicht nur ein Betrunkener schon mehrmals andere Leute in Bus, Bahn oder Straßenbahn angepöbelt hatte? Trauten sie sich deshalb nicht, diesem alten gebeugten Mann mit-menschlich einfach nur -> diese „kleine“ Auskunft zu geben und ihm seine „harmlose“ Frage und Bitte zu beantworten? Was machte sie so schweigsam, wovon waren sie so betroffen?

 

Ein letztes Mal hob der arme Mann seine Stimme UND seinen weißen Stock und rief laut und deutlich aus: „Ist denn niemand da in dieser großen Menschenmenge, der einem Blinden eine Auskunft geben kann?!“ - War wirklich jeder der Anwesenden so mit sich selbst beschäftigt, daß er nicht mal das laute Ersuchen diese Mannes mit dem weißen Stock wahr-nahm? War denn niemand da, der seinen Hilferuf ver-nahm? Schämte sich denn keiner seiner Mit-Menschen, ihm keine Antwort auf seine einfache Frage zu geben?

 

Und sie sitzen in dem Zug des Lebens, und sie haben nur ihr eig´nes Ziel.

Ist des Zuges Nummer wirklich richtig? Oder ist´s ein Falsche-Richtung-Spiel?

 

Fährt der Zug gar mehrmals in die Irre, ohne anzukommen, ohne Halt?

Oder hält er an der Haltestelle, wo es „Kreuz-auf-Golgatha“ erschallt

 

durch des Lautensprechers laute Stimme, auf der Fahrscheinkarte steht: „Steig´ aus!“

Letzte Möglichkeit, den Zug zu stoppen, denn sonst kommst Du ewig nicht nach Haus!

 

Hier ist Haltestelle „Die Erlösung“, und Dein Weg, er kommt nicht dran vorbei!

Viele Blinde sind am Wegesrande, hilfefragend, welches ihrer sei!

 

EINER hielt auf seiner eig´nen Strecke; war´s die letzte seines Lebens auch.

ER begegnete den vielen Blinden. - Hilferufe glichen Todeshauch.

 

Doch die Menge schrie verächtlich: „SCHWEIGET!“ Und die Blinden riefen um so mehr!

Ach, erbarme Du Dich unser, Jesus! ER blieb stehen, rief sie zu sich her.

 

Und Er fragte jene Blinden, was sie von ihm wollten, das Er ihnen tu.

Und sie sprachen: Öffne un´re Augen! Laß uns sehen, und wir geben Ruh´!

 

Und es jammerte den Menschensohne, Gottes Sohn erbarmte ihrer sich.

Er berührte ihre blinden Augen, und ließ keinen einzigen im Stich.

 

(frei nach Mt. 20, 30-34)

 

Und was wurde aus dem alten blinden Mann aus dem Bus? Bildhaft kann er für jene Menschen gesehen werden, die noch blind sind für die Erlösungstat Jesu am Kreuz. Er steht für all die Menschen, die Jesus noch nicht kennenlernen konnten oder wollten. Menschen, die auch irgendwann einmal in ihrem Leben der ringenden Hilfe bedürfen WERDEN und dann erkennen müssen, daß sie - trotz all der andern Menschen, von denen sie umgeben sind - ganz allein -> einsam mit ihrer verzweifelten Hilflosigkeit sind, weil keiner der Menschen bereit, oder in der Lage ist, sie aus ihrer Blindheit zu befreien. - Der alte blinde Mann wollte das „richtige“ Ziel erreichen und fragte immer wieder danach, doch fand er keine Antwort. Auch heute suchen viele Menschen nach dem „richtigen“ Ziel für ihr Leben und verirren sich dabei in Lehren, die ihnen KEINE endgültige Erlösung anbieten können (z.B. Reinkarnation und sonstige Irrlehren).

 

Hätte ein gläubiger Christ mit in dem Bus gesessen, es wäre seine Pflicht gewesen, das erst leise, dann laute Rufen dieses Verirrten bzw. Blinden wahrzunehmen und ihm die Nummer des Zuges, die Richtung zu zeigen. Das ist die Aufgabe eines jeden Christen, der mit offenen Augen durchs Leben geht. Denn: Bietet er einem Blinden seine Hilfe nicht an, dann wird dieser Blinde ihn einmal in der Ewigkeit ZURECHT anklagend fragen, warum er ihm den Weg zum Kreuz und damit zur Errettung nicht gewiesen hätte. Dieses Hin-Weisen auf den richtigen Weg liegt in der Verantworten des Christen, die jedem Blinden, dem er begegnet ermöglichen soll, Jesus auch begegnen zu können.

 

Der Zug Deines Lebens macht an viele Stationen Halt, fährt an zahlreichen Haltestellen vorbei. Mitmenschen steigen ein und aus, einige begleiten Dich eine Zeitlang und gehen ein Stück des Weges mit Dir, andere siehst Du einmal und dann nie wieder... Und doch ist JEDER dieser Mitmenschen auch DEIN Gegenüber, ob der Kollege bei der Arbeit, die Bettnachbarin im Krankenhaus oder der Blinde im Zug.

 

Jeder, der sich als gläubiger Christ bezeichnet, hat diese verantwortungsvolle Auf-Gabe, dem Nächsten durch seine Lebensweise, seine Gesinnung und seine Bedachtsamkeit, wahrnehmend auf den Weg zum Kreuz hinzuweisen, damit dieser Nächste auch die Möglichkeit bekommt, daß ihm die Augen geöffnet werden und er - als Blinder - sehend wird. Der Christ kann daher „nur“ Hinweis sein, darf aber das „Sehend-Machen“ getrost in die Hände Jesu legen, der auch heute noch Wunder bewirken kann!

.

.

Der Erste und der Letzte !

Würden wir wirklich erfassen, was es bedeutet, daß Gott der Anfang und das Ende ist, könnte unser Leben von ruhiger Gelassenheit geprägt sein.

„Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ aus Offb. 22

Eine der wohl ergreifendsten Wahrheiten aus Gottes Wort!

 

Weder Wellen noch Sturm haben das letzte Wort, auch dann nicht, wenn bei Menschen verzweifelte Angst überhand nehmen sollte, denn ER hat das letzte Wort!

„Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille.“ aus Mt. 8

Jesus war sich dessen gewiß, und er schlief, als Seine Jünger ihn vor lauter Furcht wecken mußten.

Auch Petrus konnte diese Wahrheit später erfassen, denn als Herodes ihn vorführen wollte, schlief er im Gefängnis, obwohl er doch wußte, daß Jakobus bereits getötet worden war. Petrus wußte, daß weder Herodes noch seine Soldaten, sondern Gott selbst das letzte Wort haben würde! Woher wußte er das? Von Jesus selbst: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst.“ aus Joh. 21

 

Wer Jesus vertraut, kann immer gut schlafen! Denn, was Gott sagt und verspricht, das tut und hält Er auch! Auch in Seinem Wort wird Er der Erste und der Letzte sein!

„Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was du ihm zugesagt hast; mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, so wie es heute ist.“ aus 2. Chr. 6

Menschen sagen oft etwas, ohne sich später daran zu halten bzw. es auch einzuhalten. Beim Reden sind sie oft die Ersten, beim nachherigen Tun aber versagen sie ebenso oft. - Gott hingegen hat IMMER bewiesen, daß Er ALLES erfüllt, was er verspricht! Denn: „Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“ aus 4. Mo. 23

Seine Verheißungen hat er zu jeder Zeit eingehalten, und sie werden sich auch in Zukunft erfüllen!

„Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen“ aus 2. Kor. 1

In Seinem „Ja“ ist Er der Erste und in Seinem „Amen“ wird Er der Letzte sein, ohne das es auch nur an einem einzigen Wort fehlen wird! Schon Josua durfte diese Tatsache erfahren:

 

„Siehe, ich gehe heute dahin wie alle Welt; und ihr sollt wissen von ganzem Herzen und von ganzer Seele, daß nichts dahingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, euch verkündigt hat. Es ist alles gekommen und nichts dahingefallen.“ aus Jos. 23

Er wird sowohl in Seinen Verheißungen als auch deren Erfüllungen der Erste und der Letzte sein! Denn Er nimmt Sein Wort derart ernst, daß Er sich selbst hingab und sich an Golgatha zum Letzten machte.

„Gott aber hat erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: daß sein Christus leiden sollte. - Ihn muß der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.“ aus Apg. 3

Als Satan in Gethsemane versuchte, Jesu Macht zu schmälern, ihn daran hindern wollend, bis zum Letzten zu gehen, hatte Jesus dennoch die Kraft und Macht ihm entgegen zu halten: „Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, daß er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte? Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, daß es so geschehen muß?“

 

Im Leben eines wahrhaft Gläubigen ist es daher der allergrößte Trost, die Gewißheit zu haben, daß Jesus das A und das O ist, der unseren Glauben anfängt und auch vollendet!

„...und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.“ aus Hebr. 12

Oder um es mit Paulus Worten zu sagen: „...und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ aus Phil. 1

 

Auch Sein Volk Israel durfte es auf mutmachende Weise erfahren, indem es trockenen Fußes über den Jordan ging: „Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins Wasser tauchten - der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten -, da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho. Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.“

 

Nur eines von unzählbar vielen Beispielen, wie Gott Sein Wort hält. In Seiner Gegenwart - die durch die Bundeslade symbolisiert ist - geht Er als Erster hinein und kommt als Letzter heraus! Im Leben eines Gläubigen wartet er stets geduldig, bis der Einzelne seine „Lektionen“ gelernt hat, denn Er verläßt den Gläubigen nicht, bis Er alles - auch den Glauben - vollendet hat!

Nicht umsonst wir schon im AT diese gewaltige Aussage 3 Male gemacht, daß Gott -> auch und vor allem für Sein Volk Israel der Erste und der Letzte ist! „Wer tut und macht das? Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin's, der HERR, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.“ aus Jes. 41 - „So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“ aus Jes. 44 - „Höre mir zu, Jakob, und du, Israel, den ich berufen habe: Ich bin's, ich bin der Erste und auch der Letzte.“ aus Jes. 48

Und nicht nur an Jakob wird deutlich, daß Er sich im Leben jedes Einzelnen, auch in Bezug auf seine Berufung, als Erster und Letzter erweist, kannte Er doch nicht nur Jakob, sondern jeden von uns schon von Mutterleib an! „So spricht der HERR, der dich gemacht und bereitet hat und der dir beisteht von Mutterleibe an: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob...“ aus Jes. 44

 

Mit Menschen wie Jakob, die einen schwierigeren Charakter haben oder auch solchen, die sich minderwertig fühlen, fängt nicht einfach so an, sondern Er kennt sehr wohl unsere vielen Schwächen und läßt uns trotzdem nicht links liegen, denn Er weiß genau, wer und wie wir sind! Und wen Er ruft, den läßt Er nicht fallen, so wie Er Jakob - Israel - bis heute nicht fallen läßt bzw. aufgegeben hat! Jakob rang zwar mit Gott, aber wurde am Ende doch auf den rechten Weg gebracht - ein unglaublicher Trost, sich in Gottes Arme zu begeben, denn Er vermag es, den wankenden Menschen zu verwandeln, auch wenn er hin- und hergerissen sein sollte oder sein Glaube noch nicht gefestigt ist, sondern lieber auf sich selbst baut bzw. an sich selbst glaubt. Als Jakob von seinem Sohn gerügt wurde, war er sich dennoch sicher in Bezug auf Israel: „Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt. Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden.“

Und so vertrat Jakob ganz genau, was Gottes Plan mit ihm und Seinem Volk war und bis heute ist! Was Er mit Jakob begonnen hat, wird Er auch vollenden! Daraus kann auch dem Gläubigen an Jesus frohe Zuversicht erwachsen, weil er DEN kennt, der auch in seinem Leben der Erste und der Letzte ist und bleiben wird! „...und ich bin darin guter Zuversicht, daß der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ aus Phil. 1

 

Johannes, der - OHNE Schuld und einzige aufgrund seines Glaubens! - als schwerer Verbrecher nach Patmos verbannt wurde, hatte mit vielen Anfechtungen zu kämpfen, von denen er bedrängt wurde und zu leiden hatte. Und doch sah er sich - trotz aller Bedrängnis - als „Mitgenosse an der Bedrängnis“ (s. Offb. 1) Von Jesus selbst wurde er inmitten all seines Leides getröstet: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ aus Offb. 1

Einen stärkeren Trost kann es nicht geben als zu wissen!, daß Jesus selbst Herr der Lage ist und diese auch bestimmt, denn ER setzt die Grenzen, auch in Bezug auf die Schwere des Leides und der Bedrängnis! Und daher sind es nicht Menschen, die uns unser Leid „zuteilen“ können, denn Gott selbst wacht darüber und bestimmt das rechte Maß, welches der Läuterung des Einzelnen dienen soll!

 

Selbst die Gemeinden, die unter Verfolgung leiden müssen, können sich Seines Trostes und Zuspruches gewiß sein: „Und dem Engel der Gemeinde in "Smyrna" schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden.“ aus Offb. 2

Auch hier bestimmt Jesus die Dauer und die Intensität des Maßes und hat - in aller Not - das letzte Wort! Im Fall Smyrna 10 Tage: „Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ aus Offb. 2

So auch in Bezug auf Israel: „Siehe, ich habe dich geläutert, aber nicht wie Silber, sondern ich habe dich geprüft im Glutofen des Elends. - Höre mir zu, Jakob, und du, Israel, den ich berufen habe: Ich bin's, ich bin der Erste und auch der Letzte.“

 

Wie war es bei Hiob und in dessen Schule des Leidens? Gott war derjenige, der die Hitze dies Schmelzofens bestimmte und erlaubte, und Er war auch derjenige, der ihn aus dieser „Schule“ geläutert herausbrachte und mit noch mehr Segen überhäufte, so daß Hiob am Ende in all seinem Elend ausrufen konnte: „Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben.“

Genauso wie Hiob, kann niemand den an Jesus Gläubigen aus Seiner Hand reißen, auch Trübsal und ein Tal der Leiden nicht! Denn Er kümmert sich um jeden einzelnen Gläubigen und läßt nicht zu, daß er über die Maßen unter Anfechtungen zu leiden hat, sondern daß auch diese zu seinem Besten dienen, was wir oft erst viel später in unserem Leben erkennen. „Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ aus 2. Kor. 4

 

Und das Ende aller Leiden des einzelnen Gläubigen wird sein: „...und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“ - Allein deshalb lohnt es sich auszuharren und in Ihn Vertrauen zu setzen, denn auch im Leid hat er das letzte Wort!

 

Innerhalb der gesamten Geschichte der Welt können wir den erbitterten Kampf Satans gegen Gott wahrnehmen und erleben! Daß Satan Einzelne und Völker mißbraucht, um Gottes Pläne zu durchkreuzen, sehen wir Tag für Tag. Denn dieser Kamp dauert bis heute an. Nachdem Abel getötet wurde, Pharao alle Kinder töten ließ, ging es Satan einzig darum, das Kommen des Erlösers für Israel zu verhindern, was Gott wiederum nicht daran hindern konnte, Seinen Plan Wirklichkeit werden zu lassen! Klar versagte Israel oft, aber es war Gottes Werkzeug, mit dem Er seinen Plan ausführte. Er ließ Jesus als den Retter für die Welt kommen. Herodes ließ zwar alle 2-jährigen und jüngeren Jungen in Bethlehem töten, weil er nicht wollte, daß der König der Juden an die Macht kam. Doch auch in diesem Fall behielt Gott das letzte Wort und wird es auch zum Trotz allen Widerstandes - wie verheißen - erfüllen! - Nicht ´mal das Totenreich kann den Gläubigen überwältigen: „...und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ aus Mt. 16

 

Im letzten Akt der Weltgeschichte, dem wir uns unausweichlich nähern, wird Satan alles versuchen, um Gottes Stellung einzunehmen und sucht verzweifelt, daß die Menschen ihn anbeten sollen, denn er will der Erste und Letzte sein. - Nach der Entrückung der Gläubigen wird eine 7-jährige Trübsal die Welt beherrschen, so verheerend, wie es noch nie eine zuvor gegeben hat, denn der Teufel wird versuchen, mithilfe des Antichristen sein Reich aufzubauen. Mit allen Manipulationen, die ihm zur Verfügung stehen, wird er die Nationen gegen Israel führen. Und trotzdem wissen wir, das der Herr als der Letzte auch dem ein Ende bereiten wird, und zwar einzig mit dem Hauch Seines Mundes, mit dem er den Feind vernichten wird: „Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.“

 

Denn die von Gott im AT gegebene Verheißung wird DANN erfüllt werden: „Ihn muß der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.“ -> Das letzte Wort in der Weltgeschichte hat Gott! Denn: „Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.“ - Und dann wird Jesus als König regieren, auch wenn es heute immer mehr danach aussieht, daß Gott mehr und mehr verdrängt wird von den meisten Menschen. Am Ende werden sie erkennen müssen -> „daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ aus Phil. 2

 

Wie oft behandeln Menschen Jesus so, als müsse er uns dienen und versuchen so, Gott zu ihrem Knecht zu machen, der Träume und Wünsche erfüllen soll!? Wenn Er es dann nicht tut, sind die Menschen ent-täuscht und beklagen sich über Ihn, obwohl er uns doch reich überschüttet hat mit dem, was er uns geschenkt hat: „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch läßt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen“ aus Apg. 17

 

Wir dürfen ihn Vater nennen, aber als Staub, der wir sind, steht es uns nicht zu, ihn wie einen Knecht zu behandeln, der uns gehorchen soll, denn nur Gott kann tun, was Seinem Willen entspricht und muß niemandem Rechenschaft über das Warum abgeben, wie und ob er dies oder das tut. Auch ein Kranker kann ihm nicht vorschreiben, ihn gesund werden zu lassen, denn Gott hat niemandem gegenüber eine Verpflichtung. Klar können wir Ihn darum bitten, aber folgende Haltung -> in Demut wäre dabei wohl angebracht: „Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, damit du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir“ aus 1. Kön. 8 - Denn: „Der Knecht ist nicht größer als sein Herr.“ aus Joh. 15 - und: „Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn.“ aus Mt. 10

 

Ob er in Deinem Leben der Erste und der Letzte sein darf, wirst Du selbst zu entscheiden haben!

Auch Kain hatte große Zweifel, als er sagte: „Meine Strafe ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte.“ aus 1. Mo. 4 - In solche Verzweiflung und Zweifel kann jeder kommen, der nicht an der Erlösungswerk Jesu Christi glaubt. Er sieht dann keine Hoffnung mehr, daß ihm seine Schuld - gleich wie groß sie auch sei - vergeben werden könnte. Wenn Du aber dennoch das letzte Wort in Deinem Leben behalten willst, dann rechne damit, daß Du Schiffbruch erleiden wirst! Denn: „Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen.“ aus 1. Kor. 4 - Das heißt, wenn Du versuchst, selbst zu richten, wird sich Gott nicht von Seinem Platz drängen lassen, sondern auch dann wird Er das letzte Wort haben. Darum: „Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mo. 32,35): „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.“ aus Röm. 12

 

Solltest Du ihm also keinen Raum geben wollen, versuchst Du damit, Dich an Seine Stelle zu setzen, ganz zwangsläufig, und entziehst Dich - als Folge Deiner Eigenmächtigkeit - damit Seinem Einfluß auf Dein, und in Deinem Leben. - „Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.“ aus Röm. 14 - Im Leben eines wahrhaft Gläubigen darf er der Erste und der Letzte im Leben sein, denn ein so Glaubender nimmt die Stellung, in der er Gott fragt, was Er will daß „man“ tun soll. Und im Vertrauen vermag er dann auch danach zu handeln: „Sprich du in meiner Sache; deine Augen sehen, was recht ist“ aus Ps. 17 Daß heißt, Du kannst Ihn getrost für Dich streiten lassen, was Dir nicht gegeben sein wird, sobald Du versuchst, Seine Stelle einzunehmen! Oft planst Du und tust, was Du willst, das Steuer willst Du selbst in der Hand behalten, und beklagst Dich dann, wenn Du daraufhin zu Schaden kommst, gibst Gott die Schuld, obwohl DU derjenige bist, der die Verantwortung dafür trägt. Sei gewiß: Dazu wird Gott nicht seinen Segen geben!

 

Der Glaubende überläßt ihm vertrauensvoll die Führung in seinem Leben und setzt sich selbst hintenan, ganz egal, wo die Reise auch hingehen mag. Denn: In seinem Leben darf Er der Erste sein und das letzte Wort haben. Trost und Zufriedenheit lassen sich aus dieser Gewißheit und innigen Gemeinschaft mit Gott schöpfen! - Jesus - der Erste und der Letzte sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ aus Joh. 10

.

.

Zwei- oder Dreimal...!

Es gibt viel zu tun! Auf die Unterstützung von Sofachristen und Scheinheiligen kann bedauerlicherweise kaum gezählt werden!

 

Leider gibt es immer noch viele Menschen, die das Evangelium noch nicht kennen lernen konnten, weil sie nie etwas davon gehört haben. Die Bemühungen, die Bibel in alle Sprachen zu übersetzen und die Frohe Botschaft zu verkünden, laufen zwar auf Hochtouren, und dennoch gibt es viel zu tun in dieser Angelegenheit! Wie steht Gott zu diesen Menschen, die doch ebenso ein „Recht“ auf Hoffnung durch Sein Wort haben aber noch nicht die Möglichkeit bekamen, Seine frohmachende Botschaft zu empfangen?

 

„Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.“ aus Ps. 103

 

„Er ist ein Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.“ aus 5. Mo. 32

 

Auch sagt uns Gott mehr als einmal durch Sein Wort, daß er nicht will, daß auch nur ein Mensch verloren gehe, und zwar sowohl im AT wie auch im NT!

 

„Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“ aus Hes. 18

 

„...welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ aus 1. Tim. 2

 

Das war auch der Grund, warum er Seinen Sohn auf die Erde sandte, der die Schuld der Menschen auf sich genommen und bezahlt hat, damit alle, die an Ihn glauben, am Ende errettet werden.

 

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ aus Joh. 3

 

Die Entscheidung hat Gott jedoch AUCH jedem einzelnen Menschen gegeben. Sein Angebot steht! Was wir daraus machen, liegt an jedem einzelnen selbst!

 

Und was jene Menschen betrifft, die noch nichts von Ihm und Seinem Evangelium gehört haben, hat Hiob einen Hinweis gegeben:

 

„Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen und schreckt sie auf und warnt sie, damit er den Menschen von seinem Vorhaben abwende und von ihm die Hoffart tilge und bewahre seine Seele vor dem Verderben und sein Leben vor des Todes Geschoß. Auch warnt er ihn durch Schmerzen auf seinem Bett und durch heftigen Kampf in seinen Gliedern und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust hat zu essen. Sein Fleisch schwindet dahin, daß man's nicht ansehen kann, und seine Knochen stehen heraus, daß man lieber wegsieht; so nähert er sich der Grube und sein Leben den Toten. Kommt dann zu ihm ein Engel, ein Mittler, einer aus tausend, kundzutun dem Menschen, was für ihn recht ist, so wird er ihm gnädig sein und sagen: »Erlöse ihn, daß er nicht hinunterfahre zu den Toten; denn ich habe ein Lösegeld gefunden. Sein Fleisch blühe wieder wie in der Jugend, und er soll wieder jung werden.« Er wird Gott bitten und der wird ihm Gnade erweisen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen seine Gerechtigkeit zurückgeben. Er wird vor den Leuten lobsingen und sagen: »Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt, aber es ist mir nicht vergolten worden. Gott hat mich erlöst, daß ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.« Siehe, das alles tut Gott zwei- oder dreimal mit einem jeden...“ aus Hiob 33

 

ZWEI- ODER DREIMAL !!!

 

wird Gott Wege finden, „Werkzeuge“ und Mittel, jedem einzelnen Menschen auf Seine Weise zu begegnen, denn Seine Gerechtigkeit ist voller Güte! Gott macht keine Fehler!

 

Was kann ein Christ tun, um andere Menschen in seiner Umgebung zu erreichen? Denn Gottes Auftrag verbunden mit Seiner Zusage lautet ja: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ aus Mt. 28

1. Bereit sein, Verantwortung zu tragen

2. Wahr-Nehmen-Wollen dieser Verantwortung

3. Konsequenz beim Tragen der Verantwortung

4. Sich auf den Weg machen, Seinen Auftrag im erreichbaren Umfeld zu erfüllen

5. Den Rest -> Gott machen lassen und es in Seine Hände legen im Gebet!

 

Wenn manche „Christen“ meinen, es genügte, am Sonntag in die Gemeinde zu gehen, OHNE diesen Auftrag auf sich beziehen zu müssen, mögen sie den Pharisäern und Schriftgelehrten als Gleichgesinnte die beste Gesellschaft sein...

.

.

Grab-los selig...

...ist wesentlich erstrebenswerter als wunschlos glücklich;-)

 

Wie ist das eigentlich mit der Auferstehung von den Toten, wenn gar kein Grab vorhanden ist?

 

„Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (aus Joh. 5)

 

Was hier mit „Gute“ bezeichnet wird, hat nix mit Werken zu tun, sondern einzig mit dem Glauben an die Gute Nachricht -> das Evangelium, sowie mit dem daraus hervorgehenden Verhalten bzw. der Lebensart des Einzelnen. - Und jetzt mal im Ernst, sollte ein nicht mehr vorhandenes Grab ein Problem für Gott darstellen? Zur Auferstehung werden doch eh alle gerufen werden, ob sie nun tot sind oder nicht, die einen zum Gericht, die anderen zum ewigen Leben, je nach ihrem Lebenswandel und Glauben.

 

„Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.“

 

„So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.“ (aus 1. Kor. 15)

 

Was haben nun die Toten mit einem Samenkorn in der Landwirtschaft zu tun? Klar, so ein Korn, das in die Erde kommt, wird ja auch wieder zu Staub und kehrt halt so zur Erde zurück. Und plötzlich, eh Du Dich versiehst, sprießt da - oh Wunder - etwas Lebendiges hervor, etwas, das am Leben ist! Und das jedes Jahr und unzählige Male auf´s Neue! Das WIE dieser wundersamen, ja geheimnisvollen Verwandlung des kleinen Samenkornes bleibt dem menschlichen Auge verborgen und erst recht dem menschlichen Verstand! Und doch beschreibt Paulus mit diesem Bild die Totenauferstehung sehr trefflich.

 

Ein Zweifel daran kann schon allein deshalb nicht bestehen, weil Jesus diese Auferstehung ja selbst zur Realität hat werden lassen, indem Er selbst von den Toten auferstanden ist. Für den Christen bedeutet diese Auferstehung wirkliche, er-leb-bare und erfahrbare Hoffnung, die auf felsenfeste Gewißheit gegründet ist, was nichts anderes ist als -> Glauben. - Für Nicht-Christen wird dieser Gedanke sicher so manches Mal eher etwas mit Furcht oder gar Angst zu tun haben, zumal sie ja nichts von Gott wissen wollen. Ob sie sich jemals die Frage gestellt haben -> Was wäre wenn doch? Ob sie einfach mal die Möglichkeit in Erwägung gezogen haben?

 

Wie das Ganze mit der Auferstehung vonstatten gehen soll, keine Ahnung, aber unser Leib wird ganz sicher von einer völlig anderen Beschaffenheit sein, als er es jetzt ist.

 

„Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jes. 25,8; Hos. 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg.“ (s.o.)

 

So gesehen wird dieser neue Leib also nicht mehr an die Materie gebunden, und daher weder vergänglich noch schwach, sondern geistig und ewig sein. Was aber für die Gläubigen an Jesus Christus von ganz besonderer Bedeutung ist, bezieht sich auf den verwandelten Menschen, von dem es heißt:

 

„Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.“ (aus 1. Joh. 3)

.

.

Ist nicht wahr?

Und ob!

 

Seit über 66 Jahren studierte er nun schon, und es war noch immer kein Ende in Sicht...

 

Alle Fächer, die es nur zu studieren gab, hatte er sich - nicht nur wissensmäßig - angeeignet, sämtliche Diplome abgelegt, und wie viele Prof.Dr.Dipl. er nun bis heute angesammelt hatte, weiß bis heute niemand ...

 

Die immer selbe Uni, die er sein Leben lang besucht hatte, war die Elite-Uni unter allen Unis auf der ganzen Welt...

 

Es war die Uni mit dem alles sagenden Namen „Hohe Schule des Teufels“...

 

Er hatte unter all den Kommilitonen gesessen, die Spott studiert hatten, da ihm die Nebenfächer „Völlerei“, „Wollust“ und „Trägheit“ nicht ausreichten, zumal diese ja schon den Hauptbereich seiner Freizeit abdeckten. Als er merkte, daß einer seiner Kameraden im Studienfach „Hochmut“ um einiges besser war als er, hängte er sich um so mehr beim Hauptfach „Neid“ rein, was ihm notenmäßig wesentliche Vorteile im Fachbereich „Zorn“ einbrachte und zu jenen Fächern zählte, die ihm die meisten beruflichen Chancen bieten können würde ... natürlich erst nach Abschluß des lebenslangen Studiums...

 

Auch im Fach „Habsucht“ fiel es ihm überhaupt nicht schwer, die 666 Semester gelassen abzusitzen. Und selbstverständlich setzte er all sein angesammeltes Wissen tatkräftigst in Handeln und Verhalten um, so daß er einen Lebenslauf hinlegen konnte, der mit sämtlichen, nur möglichen Fortbildungsmaßnahmen gespickt war, die ein Mensch während seines Lebens nur ablegen konnte, und die sich ganz klar auf all den bislang studierten Fächern gründeten. Seinen ehemaligen Kommilitonen hatte er bereits vor Jahren heimtückisch ermordet, da dieser ihn einfach nur genervt hatte mit seiner ständigen Besserwisserei...

 

Und nun, nach über 66 Jahren ereignete sich etwas Eigenartiges...

 

Da lief ihm doch tatsächlich dieser berühmt-berüchtigte Nathi über den Weg...! Und der erzählte ihm auch noch beinahe Unglaubliches! Dieser weise Mann wollte ihm doch tatsächlich weismachen, daß da ein Mensch namens Jesus für all diese Sünden, die Phari in seinem ganzen Leben begangen hatte, für ihn - ja, genau für ihn - am Kreuz gestorben war. Das Einzige, was er tun bräuchte, meinte dieser Nathi dann auch noch obendrein, wäre, diese ungeheuerliche Stellvertretertat für sich anzunehmen und an den Mann, der für IHN ans Kreuz genagelt wurde, zu glauben und ihm nachzufolgen... Das wär´ alles. So einfach ist das, meinte Nathi noch zuletzt.

 

Da kann er ganz sicher nicht mich mit gemeint haben, meinte Phari daraufhin völlig fertig mit sich und der Welt. Nach allem, was ich schon im Leben an Sünden auf mich geladen habe. Nichts habe ich ausgelassen während der Hohen Schule des Teufels, absolut alles habe ich vollbracht.

 

Stichwort „vollbracht“, meinte Nathi dann, und nahm ihn bei der Hand. Genau DAS hat Jesus auch ausgerufen, nachdem er für jede einzelne Deiner Sünden auf leidvollste und schändlichste Art am Kreuz seine Not herausschrie, denn ALLE Schuld ALLER Menschen wurde ihm auferlegt, und das, obwohl er selber ein Mensch ohne Sünde war. Und wenn Dir DAS klar wird, und Du es in Deinem Herzen auf- und annimmst, magst Du zwar vor den Menschen als Verfluchter gelten, der ins Verderben und in die ewige Verdammnis hinabfährt, vor Gott aber bist Du begnadigt! Denn ER war es ja, der Seinen Sohn extra für Dich und jede einzelne Deiner Untaten auf die Erde und ans Kreuz gesandt hat!

 

Die Scheinheiligen mögen Dir noch so oft Drohungen entgegenschleudern! Glaube ihrer Lehre NICHT! Denn sie entspricht nicht dem, was wirklich geschah am Kreuz auf Golgatha! Das Einzige, was Du tun brauchst, ist ein Schritt hin auf diesen Mann zu tun, dem die Dornenkrone des Spottes aufs Haupt gespießt wurde. Und dann, ja, dann bist Du erlöst. Erlöst von all Deiner Schuld mitsamt all ihren Gräueltaten. Laß Dir von den Scheinheiligen doch nicht einreden, Du würdest im Flammeninferno oder in der Hölle landen!

 

„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ Jes. 1, 18

 

Du brauchst es nur für Dich anzunehmen und Ja zu sagen zu dem, der DICH von Deiner Sündenlast erlöst hat und bis heute noch davon erlösen kann, wenn Du nur daran glaubst und es Dir im Glauben aneignest... Nimm IHN beim Wort! Und dann wirst auch Du erfahren, was innerer Frieden bedeutet und bewirken kann!

 

„...das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“ 1. Joh. 1, 7

 

Und wenn Du mir nicht glaubst, rief Nathi dem Phari noch nach, als dieser völlig verwirrt nachhause ging, dann lies mal nach, worum der Übeltäter, der neben Jesus am eigenen Kreuz hing diesen Jesus bat, und was Jesus ihm daraufhin antwortete und versprach:

 

„Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ aus Lk. 23

 

Wenn Jesus, der Sieger über Tod und Hölle, Dir DAS persönlich zusagt, und Du ihm das glaubst, dann steht einem Neuanfang auch für DICH nichts im Wege, ganz gleich, was auch immer Du an Schuld und Sünden auf Dich geladen haben magst.

.

.

.

.

Die größte Liebe

 

Die Herrlichkeit des Himmels

verließ Er ohne Wehr.

Er wußte um sein Schicksal,

wie qualvoll, hart und schwer.

Der einsam kalte Hügel,

auch Golgatha genannt;

dort ließ er einst sein Leben

für uns, ans Kreuz verbannt.

 

Und sollte das nicht wahre

und tiefe Liebe sein,

der Mond verlör´ sein Leuchten,

die Sonne ihren Schein.

Und sollte das nicht wirklich

die größte Liebe sein,

die Meere würden trocken

und alles würde Stein.

 

Im Augenblick des Todes

gedachte er sogar

des Sünders, der erkannte,

daß hier sein Retter war.

Und sprach von der Vergebung,

von Gnade, die verhieß,

daß dieser arme Sünder

käm´ heut ins Paradies.

 

Und sollte das nicht wahre

und tiefe Liebe sein,

der Mond verlör´ sein Leuchten,

die Sonne ihren Schein.

Und sollte das nicht wirklich

die größte Liebe sein,

die Meere würden trocken

und alles würde Stein.

.

.

Nicht ohne das Kreuz!

Wie viele Kirchen und Gemeinden es heutzutage gibt, die sich mit eigenen Lehren über Tugenden und anderen selbstgeflochtenen Phari-Irrlehren am Kreuz vorbei zu schleichen versuchen, kann Schmali so absolut nicht verstehen. Und in den letzten Zuckungen der Welt soll das noch schlimmer werden, hat er gelesen... im Buch der Bücher! Das heißt, in den Kirchen und Gemeinden werden viele, die meinen, sich zum Glauben zu bekehren, das genaue Gegenteil tun, nämlich davon abfallen, und das, obwohl sie es wissen und nachlesen können bzw. im Gebet die Gewißheit bekommen könnten, diese aber ablehnen, weil sie lieber ihren eigenen, nach ihrem Gusto gefertigten Kälbern und Götzenbildern dienen und hinterherlaufen.

 

Und dabei steht doch in 2. Mose 20 schon das Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“

 

Seltsam, denkt Schmali, da gehen diese Menschen jeden Sonntag mit der Bibel unterm Arm in ihre Kirchen oder Gemeinden und scheinen dieses Gebot bewußt überlesen zu wollen, weil sie das genaue Gegenteil tun von dem, was dort steht. Genauso gut könnten sie Omma´s Backbuch mitnehmen, das Resultat bliebe dasselbe...

 

Woran das liegt? Sie beten sich halt lieber ihre eigenen pharisäischen oder sonstige irrigen Guru-Lehren vor, statt Jesus Christus ins Zentrum der Gemeinde zu stellen, weil sie dem Kreuz lieber aus dem Weg gehen... ist ja auch bequemer für sie, blind durchs Leben, und andern hinterher zu dackeln, ohne sich selbst oder die Irrlehre, der sie folgen, in Frage zu stellen. Nur vergessen sie eins dabei:

 

-> Ohne Kreuz - kein Segen!

 

Dafür, daß sich Schmali dessen gewiß ist, wird er natürlich von vielen verhöhnt und ausgelacht, aber das ist nun mal so, wenn jemand das Kreuz ins Zentrum seines Lebens stellt! Da kann er von Glück reden, daß er „nur“ verhöhnt wird, denn wie viele werden bis heute aufgrund dieser, ihrer Überzeugung verfolgt oder umgebracht!!!

 

Wer Jesus nicht in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, der wird sich selbst nur immer in den Vordergrund drängen. Doch -> Ohne das Kreuz bleibt er nur Gefangener seiner selbst!

 

Hast Du schon mal den Tropfen einer Träne zu Boden fallen hören?

.

.

la estrella que brilla al amanecer

Willst Du nach den Sternen greifen? Einer davon greift nach Dir.

Jesus, Stern, den zur Erlösung, Gott gesandt auf Erden hier.

Vierte Mose, vierundzwanzig, da Vers siebzehn, steht es schon,

daß ein Stern aus Jakob käme auf die Welt als Gottes Sohn.

Von sich selber sagte Jesus, Er sei dieser Morgenstern,

aus der Wurzel, Sprosse Davids. Dieser Stern ist niemals fern.

 

Willst Du zu den Sternen reisen? Einer davon kam zu Dir,

angekündigt von den Weisen aus dem Morgenlande. Für

Dich und mich und alle Menschen, Stern im Morgenlande scheint.

Freude will er jedem bringen, der sein Leuchten nicht verneint.

Traurig, dunkel, sündig, sterbend, Welt, die nach Vergebung ringt

Durch den Stern des Himmels Hoffnung, ew´ges Leben zu uns bringt.

 

Will die Nacht in vielen Seelen hell erleuchten durch Sein Licht.

Jeder darf Ihn finden, glauben, dem das Herz im Dunklen bricht.

Hingewendet zu dem Jesus, der am Kreuze für uns hing,

wird der Mensch von Grund verändert, wo er sonst in Irre ging.

 

Willst den Schein der Sterne sehen? Einer schaut ins Herz hinein.

Und Du kannst Ihn ganz erfahren, denn Er will ja bei Dir sein!

Nicht nur einmal im Dezember, sondern jeden Tag. Für Dich!

Denn Er bringt erfülltes Leben, das zuvor der Leere glich.

 

Jesus, Stern wird wiederkommen. Alle Augen werden´s seh´n.

Jene, die an Jesus glauben, werden ewig mit Ihm geh´n.

 

frei nach 2. Kor. 4, 6: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“

.

.

mit Maß gesalzen

Was würde ER sagen?

 

Auch heute auf dem Alltagspfad,

der holprig ist und selten g´rad´,

da stellt sich Schmali manche Fragen

bezüglich Denken, Handeln, Ruhn.

Und was, ja, was würd´ Jesus tun

und auf die vielen Fragen sagen?

 

Als Leistung sieht er´s hier nicht an,

denn Jesus ist gewiß kein Mann,

der sich durch Tun bestechen ließe.

Der Dank ist „Opfer“ ihm genug,

für das, was ER als Opfer trug.

„Daß dieser Dank mein Tun beschließe“,

 

so sagt sich Schmali täglich neu.

Er stellt sich zur Verfügung, treu.

Er weiß, der Herr wird ´was draus machen,

sofern er fest entschlossen bleibt,

und Gottes Willen sich verschreibt,

auch wenn die Andern höhnisch lachen.

 

Die Konsequenz daraus ist schlicht:

Dem Einheitsschema füg´ Dich nicht,

denn Lauheit heißt konform zu gehen,

mit jenem engen Geist der Zeit;

er setzt Dich unter Druck, entzweit

im angepaßten Kreiseldrehen.

 

Es braucht nicht ständig Kompromiß,

mit GANZEM Herzen sei gewiß -

entgegen Oberflächlichkeiten.

Es ist das Gegenteil von Flucht.

Im Fragenstellen liegt die Frucht

für maßgefüllte Lebbarkeiten.

 

In Fragen prüfst Du Deinen Ort

im Hier und Jetzt auf Tat und Wort.

Entscheidung ist dabei vonnöten.

Und Schmali fragt sich immerzu:

„Ja was, and what would Jesus do?“

Da hilft es ihm schon ´mal zu beten.

 

Denn diese Frage fordert ´raus

- die Eigenwertung bleibt „zuhaus“:

da ist dann nix mit Bauchgefühlen.

Was heut´ als Antwort richtig scheint,

kann morgen Frage sein. Vereint

erneuern beide Denken´s Ziele.

 

Das Festgelegte, träg-gewohnt -

gedankenlos und gripsverschont -

es bleibt am Ende nur noch stehen.

Erkanntes braucht Be-Weg-ung pur.

Sie zeigt sich drum im Gehen nur,

im filternd-fragenden Verstehen.

 

Wo Herz und Hirn zur rechten Zeit,

- Erfahrenes ist stets bereit -

beobachtend zu prüf-ergründen,

da können wir versichert sein,

- beachte Lukas elf, Vers neun -

im rechten Suchen auch zu finden.

 

Und Schmali weiß sich hierdurch frei

- als Gottes Kind. - Er bleibt dabei,

die Suppe maßvoll zu be-salzen;-)

Er gibt der Toleranz ´nen Tritt

und macht im Einerlei nicht mit.

Es mag sich selber platt nur walzen.

 

Bescheiden trägt er seinen Stein:

Er fordert SICH - läßt and´re sein.

Er hat ja gleichgesinnte „Brüder“.

Da kann er schwach sein und auch nicht,

denn Jesus läßt ihn nicht im Stich,

und dadurch wird er mutig wieder.

 

Er stellt sein kleines Lichtlein hin,

„damit ich“, sagt er, „nützlich bin“

und hört gedankenwach sich fragen -

auch heute auf dem Alltagspfad,

der holprig ist und selten g´rad:

die Frage: „Was würd´ Jesus sagen?“

.

.

Das JA in der Krippe

 

Du suchst nach Anerkennung, stet?

Du willst beweisen, was verweht?

So mühsam ist´s, Fassaden zu polieren.
Du jagst Bestätigungen nach?

Du willst ´was gelten, wert sein? Ach,

der Druck ist groß, er wird Dich leicht verführen,

 

zu denken: Solches heißt „geliebt“,

zu leisten, weil es Lohn ergibt.

Und dabei fehlt Dir nur ein Grundvertrauen.

Und wenn Du selber Kinder hast,

dann hast Du sicher nicht verpaßt,

sie durch den Blick der Liebe aufzubauen,

 

der liebt, wenngleich sie unbrav sind

und der sich nicht durch Tun verdient:

Mit leeren Händen einfach angenommen.

Es „funktioniert“ auch so bei Dir,

und Du mußt garnix tun dafür.

Du kannst es absolut umsonst bekommen.

 

Du fragst Dich, wie das möglich ist?

Geliebt zu werden, WEIL Du bist?

Bejaht, so ohne Leistung zu erbringen?

Dann schau, was Weihnachten geschah

in jener Krippe! - Dieses JA,

es sucht, Dir tief ins Herz hinein zu dringen.

.

.

Blick-Winkel

Sicher wird Er dich nicht fragen, welche Kleidermarke du gewählt,

eher, ob Du jemandem geholfen, der sich selbst beim Anzieh´n quält.

 

Sei gewiß, Er wird nicht fragen, ob die Nachbarschaft dir kramlich paßt,

sondern eher, wie als Nächster du dich menschlich selbst verhalten hast.

 

Und die Farbe deiner Haut, sie wird so gar nicht von Bedeutung sein.

Nur die Farben deines Herzen, denn genau dort schaut Er ja hinein.

 

Welche Titel du getragen, danach fragt Er zweifelsohne nicht!

Deine Arbeit tu´ als Meister deines Faches, dort sei wirkend´ Licht.

 

Wie viel´ „Freunde“ du auch haben magst, es ist Ihm wahrlich ganz egal.

Wichtig ist, wem DU ein Freund bist, und der guten Freundestaten Zahl.

 

Um die Höhe deines Lohnes geht es Ihm bei weitem sicher nicht!

Ob du „sauber“ ihn verdientest, zuverlässig bist in deiner Pflicht.

 

Und dein Benz, er zählt vor Seinen Augen nicht dasselbe wie für dich.

Wie du fahrend dienen konntest, solches fällt doch dankbar ins Gewicht.

 

Keine Rolle spielt die Größe deines Hauses, glaub´ es, nicht für Ihn.

Wie viel´ Menschen du beherbergt´, das ist deines Hauses rechter Sinn.

 

Wenn du heute auch noch zweifelst und im Herzen gar nicht glauben magst,

wird Er dennoch auf dich warten, bis in Not du einmal nach Ihm fragst.

.

.

Sechs Tage vor Passah

Der Heuchler und die Dienerin - Teil I

 

„Dem Mutigen droht Gefahr meist nur von einer Seite her, dem Feigen von Hunderten. Der Mut muß sich nur nach einer Front schützen, die Feigheit nach allen Seiten.“ - Arthur Schnitzler

 

Sechs Tage vor dem wohl größten Wendepunkt in der Weltgeschichte, kamen vier sehr verschiedenartige Menschen mit Jesus zusammen, im Haus in Bethanien, ein Ort nahe dem Ölberg.

 

Auch für unsere heutige Erde ein passender Name, Bethanien, „Haus des Elends“. Eine Erde, auf der nicht nur die Menschen wohnen, sondern die fortwährende Rebellion gegen Gott in Form der Sünde, ein Ort der Trauer, der Angst und des Elends, ein kleiner Planet im großen Universum Gottes, eine Welt, in der es keinen Winkel gibt, der vor dem Bösen abgeschirmt ist. Mitten hinein ist auch der gläubige Christ gestellt mit dem Auftrag: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ aus Mk. 16 - Und das - geistlich gesehen - in einem „Haus des Elends“, in dem nichts erwartet werden kann in all der Düsterkeit.

 

Vier Menschen durften sechs Tage vor Jesus Tod nahe Gemeinschaft mit ihm haben, eine Gemeinschaft, die auch dem gläubigen Christen von Jesus selbst zugesagt wurde: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ aus Mt. 28 - Eine Aussage, die dem Gläubigen das Leben auf der Erde glücklich macht und nicht nur erträglich: „Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, wohl denen, in deren Herzen gebahnte Wege sind! Wenn solche durch das Tal der Tränen gehen, machen sie es zu lauter Quellen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen. Sie schreiten von Kraft zu Kraft...“ aus Ps. 84 - Dieses „Tal der Tränen“ wird dem Gläubigen durch die Gemeinschaft mit Jesus erträglich und hell, denn: „In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ aus Joh. 16

 

Damals war es am Wendepunkt der Heilsgeschichte, wenige Tage vor dem Passah, und heute stehen wir wieder vor einem Wendepunkt, dem Wiederkommen des Auferstandenen. Nicht das Wann, wohl aber daß Er wiederkommt, gibt dem Gläubigen Hoffnung und Stärke für den Alltag. Wieviel Zeit hat der Mensch noch? - So verschieden die vier Personen waren, die sich mit Jesus im Haus in Betanien trafen, so unterschiedlich sind die Menschen, auch unter den Christen. Da gibt es u.a. die hingebungsvollen, die lauen, heuchlerischen, trägen, abgefallenen oder brennenden Christen bzw. Namenschristen.

 

So wie die sechs Tage bis Golgatha von Gott genau festgelegt waren, so sind auch die Tage bis zur Wiederkunft Jesu von Ihm festgelegt. Daher ist es wichtig, in dieser noch verbleibenden, vielleicht nur noch kurzen Zeit, daß der Gläubige sein Leben noch einmal überdenkt und reinigen läßt, wo er noch Buße zu tun hat, oder wo Dinge im zwischenmenschlichen Bereich noch offen stehen. Denn: „Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müßt ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet.“ aus 2. Petr. 3

 

Würde Jesus heute wiederkommen, was käme da nicht alles ans Tageslicht, daß noch im Herzen eines jeden Menschen verborgen liegt, um dann bloßgelegt zu werden?

 

Judas war eine der vier Personen, die sich im Haus in Betanien befanden. Der Heuchler war, wie nachzulesen ist, falsch, und zwar durch und durch, nicht nur weil er Jesus verraten hat. Denn als Maria die Füße Jesu salbte, meinte er heuchlerisch: „Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.“ aus Joh. 12 - Er tat mitfühlend und barmherzig nach außen, doch seine Heuchelei und Geldgier wurde aufgedeckt, schonungslos. Dabei hatte Judas all die Wunder miterlebt, die Jesus getan hatte, ebenso wie er jeden Tag Seine Liebe zu spüren bekam. Im Grunde hätte ihm der Himmel offenstehen können, aber er blieb ganz weltlich und fleischlich ausgerichtet. Um weiterhin als Apostel bei Jesus bleiben zu können, mußte er immer wieder heucheln.

 

Auch unter den sog. Christen finden sich solche Heuchler, die zwar nach außen lauthals ihre Nachfolge zu bekunden versuchen aber dennoch nur eigene, irdische Ziele im Leben verfolgen. Sie kommen einem wie gehetzt vor, immer darauf bedacht, daß ihre Maske bzw. ihr Ego nicht angekratzt wird, weil sie so manches zu verbergen haben. - Judas hätte zu jenem Zeitpunkt noch Zeit zur Umkehr gehabt, die er aber nicht wahrnahm, denn für seinen Verrat an Jesus erhielt er nur dreißig Silberlinge. Wer will mit dem Finger auf ihn zeigen? „Hab Acht auf dich selbst...“ aus Tim. 4 - Dies ist allein deshalb nötig, da niemand weiß, in welchem Moment wir heimgeholt werden, bzw. wie lange diese sechs Tage bis zu Jesu Wiederkommen noch dauern. -

 

Daher ist es für den Gläubigen äußerst wichtig, zu schauen, wo es noch Dinge in seinem Leben gibt, die andere nicht sehen dürfen, Dinge, derer er sich schämen müßte, wenn sie aufgedeckt würden. Denn: Werden sie nicht bereinigt, wird er mit befleckten Kleidern vor Jesus stehen müssen, wenn Er wiederkommt. Es lohnt sich drum, wenn er die verbleibende Zeit dazu nutzt, diese Dinge als Sünden zu erkennen und zu bekennen, d.h. sie zu bereinigen, damit ihm vergeben wird. „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“ aus 1. Joh. 1

 

Wer - wie Judas - bis zuletzt seine verborgenen Sünden verbergen will, der wird am Ende als Heuchler entlarvt werden.

 

Bei ihrem Zusammentreffen mit Jesus war es Martha, die ein Mahl zubereitete und damit dem Herrn diente. Dienst für Jesus bedeutet nicht nur zu predigen, sondern ebenso ganz praktische Arbeiten zu verrichten, und Martha hatte die Geschicklichkeit zu tun, was ihr vor die Hände kam. Solche Menschen sind ein großer Segen für jede Gemeinde, denn sie tun all jene Arbeiten, für die viele sich zu schade sind. Sie kochen, besuchen Kranke und verrichten fleißig sämtliche Reinigungsarbeiten. „Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“ aus Joh. 9 - „Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.“ aus Hebr. 10

 

Deshalb ist es wichtig, sich auch in diesen Diensten für den Herrn nicht entmutigen zu lassen, denn solche Treue wird belohnt! „Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient.“ aus Hebr. 6 - Ebenso von Bedeutung ist es, dabei nicht träge zu werden: „Wir haben nur einen Wunsch: Jeder von euch soll mit diesem Eifer an der Hoffnung festhalten, daß sich einmal alles erfüllt, was Gott versprochen hat. Ja, haltet daran fest, bis ihr das Ziel erreicht“ aus Hebr. 6 -

 

Das heißt: Durchhalten ohne aufzugeben bzw. den Mut zu verlieren!

 

Freund, Zeuge und Liebesbeweis

 

„Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen.“ aus Joh. 12

 

Auch Jesu Freund Lazarus, der vom Tod Auferweckte, saß/lag mit dem Herrn zu Tisch und hatte mit ihm Gemeinschaft. Ein paar Tage vor Ostern und Jesu Kreuzigung. Diese Gemeinschaft hat Jesus gewiß sehr viel bedeutet, zumal Er auch vom letzten Passahmahl sagte: „Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.“ aus Lk. 22 - Auch die Gemeinde der Gläubigen befindet sich nun sechs Tage vor dem Wiederkommen des Herrn für die Seinen. Und bis heute möchte Jesus Gemeinschaft mit ihnen haben. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ aus Offb. 3

 

Dennoch hat Jesus in diesem Zusammenhang gewarnt: „Seht euch vor, wachet! Denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist.“ aus Mk. 13 - Auch mit diesem Wachen ist eine dauerhaft innige Gemeinschaft mit dem Herrn gemeint. Denn wer durch Gebet und Bibellese jeden Tag Gemeinschaft mit Jesus pflegt, bleibt vorbereitet, und wird durch Sein plötzliches Kommen nicht überrascht. Daher gilt es für den Gläubigen, diese sechs-Tages-Frist zu nutzen: zum Leben in Vorbereitung auf dieses unaussprechlich herrliche Ereignis.

 

Lazarus war auch aufgrund seiner Auferweckung Zeuge dafür, daß Jesus der Messias Israels ist. Vier Tage hatte der Zeuge im Grab gelegen, bevor er auferweckt wurde von Jesus, und auch Lazarus stand auf der Liste der Todeskandidaten der Hohenpriester: „Aber die Hohenpriester beschlossen, auch Lazarus zu töten; denn um seinetwillen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.“ aus Joh. 12

 

Die bluterkaufte Gemeinde kann diese Wahrheit ebenso bezeugen, denn sie wird ja -> durch den Glauben an Jesus vom Tod zum ewigen Leben erweckt: „Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus.“ aus Eph. 2 - Dieses Zeugnis in der heutigen Zeit abzugeben, ist wichtiger denn je, denn das Wiederkommen Jesus kann jeden Tag erwartet werden, und auch in sechs Tagen können noch, wie damals, viele Menschen zum Glauben kommen durch dieses lebendige Zeugnis, wie Lazarus es für Jesus war. Viel Frucht kann aus einem solchen Zeugnis entstehen! Da braucht es keine großartigen Reden oder Verteilung von Traktaten, es genügt ein wortloses Zeugnis, denn den Menschen damals genügte es, Lazarus zu sehen, um zum Glauben an Jesus zu kommen, der ihn ja auferweckt hatte. Daher ist es die Auf-Gabe eines jeden gläubigen Christen Salz, Licht und Brief Christi zu sein auf der Erde, vor allem in der uns noch verbleibenden Zeit -> der Gnadenfrist, von der wir nicht wissen, wie lange sie noch dauern wird.

 

Maria, die Schwester von Martha, war jene im Haus in Betanien, die Jesu Füße salbte und diese dann mit ihrem Haar trocknete. Damit bewies sie dem Herrn hingebungsvolle Anbetung. Das Öl, das sie bei der Salbung benutzte war unverfälscht und kostbar, es zeigt ihr ausschließliches Dienen dem Herrn gegenüber, das sich selbst und eigene Anliegen und Wünsche außen vor läßt. - Freude bereiten im Spüren-Lassen von Zuneigung und Liebe; dem Andern Gutes tun, ohne etwas dafür zurück zu verlangen, das Beste, das wir haben Jesus geben, und zwar unverfälscht in Bezug auf Kraft, Zeit, Herz, Vertrauen und alle anderen Bereiche unseres Lebens, nicht nur ein Teil davon, der eben mal als Rest übrig bleibt. Da muß halt jeder gläubige Christ für sich selbst die rechten Prioritäten finden und setzen. ERST Jesus, dann ich, mit meinen kleinen Anliegen. Denn wenn ER an erster Stelle steht ist dies -> der Schlüssel zu allem anderen! - Warum kommt einem manchmal der sog. Dienst eines Namenschristen so schwächlich, kraftlos, unlebendig und leer vor? Weil er sich aus Egoismus selbst statt Jesus in den Vordergrund stellt, und nur an die eigenen Befindlichkeiten, Belange und Nöte denkt, statt an die Gemeinschaft mit Ihm.

 

Spott und Hohn, unglaubliche Qualen und Schmerzen hat Jesus erdulden müssen, doch zuletzt konnte Er sagen: „Es ist vollbracht!“ aus Joh. 19

 

Wenn Jesus wiederkommt, wird offenbar werden, wer wirkliche hingebungsvolle und selbstlose Anbetung gelebt hat oder nur sich selbst lebte, denn: „Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.“ aus 1. Kor. 3

 

Für den gläubigen Christen gilt die Aufforderung: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ aus Hebr. 12

.

.

Trost im Ja

Auch ein wiedergeborener Christ hat auf seinem Lebensweg so manches tiefe Tal zu durchwandern, ABER: Er darf sich bewahrt wissen und braucht KEIN Unglück zu fürchten, denn die tröstende Gegenwart Jesu ist ihm immer sicher! „Wenn mir das Herz schwer war von tausend Sorgen, hat mich dein Trost wieder froh gemacht.“ aus Ps. 94 - „Überall machten sie den Christen Mut und ermahnten sie, unbeirrt am Glauben festzuhalten. »Der Weg in Gottes neue Welt«, sagten sie zu ihnen, »führt uns durch viel Not und Verfolgung.“ aus Apg. 14 -

 

Die Ermahnung, in all den Nöten und Bedrängnissen NICHT zu wanken, gilt jedem gläubigen Christen, „damit niemand von euch durch die Verfolgungen in seinem Glauben wankend wird. Ihr wißt ja selbst, daß wir Verfolgung erleiden müssen.“ aus 1. Thess. 3

 

Gottes Plan mit Seinen Kindern: „Wenn wir aber Kinder sind, dann sind wir auch Erben, und das heißt: wir bekommen teil am unvergänglichen Leben des Vaters, genauso wie Christus und zusammen mit ihm. Wie wir mit Christus leiden, sollen wir auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen.“ aus Röm. 8 - Wer also als Kind Gottes erbt, dem werden auch finstere Täler nicht erspart bleiben. Nicht wenige Christen verstehen dies „Geheimnis“ nicht, und machen es sich beim Durchwandern dieser Täler nur noch schwerer, weil sie Gottes Handeln nicht bejahen, obwohl sie aus Erfahrung gewiß sein dürfen und oft genug erfahren durften, daß Gott keine Fehler macht! Ein Gotteskind, das im Ja zu Gottes Handeln lebt, hat es leichter, seine ihm auferlegte Last zu tragen, weil es Trost in diesem Ja findet! Wer um des Herrn Willen verspottet oder anderweitig verfolgt wird, dem sind die Segnungen Seines Herrn sicher und auch in Momenten der Not bewußt! „Wer dem Herrn treu bleibt, geht durch viele Nöte, aber aus allen befreit ihn der Herr.“ aus Ps. 34 - „Ich leide mit Christus und in seinem Dienst in reichem Maß. Aber ebenso reich sind der Trost und die Ermutigung, die mir durch ihn geschenkt werden.“ aus 2. Kor. 1

 

Ein gläubiger Christ, der sich durch Jesus führen -> läßt, braucht NICHTS zu fürchten, auch nicht beim Durchwandern eines finsteren Tales! Manche Christen wanken gerade in diesem Punkt, geraten in notvollen Situationen in Angst, und bitten panisch um Jesu Gegenwart, obwohl sie wissen dürfen, daß Er gerade in solchen Notlagen DA ist, und nicht erst herbei gebetet werden braucht, egal an welchem Ort ein Kind Gottes sich auch befinden mag, auch in geistlicher Hinsicht! „Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.“ aus Ps. 139 - Sich dieser unverbrüchlichen Tatsache bewußt zu sein und daran festzuhalten, daß niemand ihn aus Gottes Hand reißen kann, darum kann der gläubige Christ beten und sich dabei auf die Zusagen Seines Herrn beziehen und -> stützen! „Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“ aus Mt. 28 - Sich Jesu Gegenwart in dieser Weise bewußt zu sein, bedeutet -> Egal in welcher Lebenslage mit Ihm zu rechnen, was vor allem in leidvollen Momenten helfen und trösten kann und wird!

 

Oft kommt ein Christ auch dadurch ins Wanken, daß er -> meint, nichts von Jesu Gegenwart und Macht zu -> fühlen. Sie reden und singen zwar in ihren Zusammenkünften und Liedern viel davon, aber im ganz normalen Alltag vergessen sie diese Tatsache, sobald sie vor Problemen stehen. Dann fühlen sie sich nicht selten nicht nur von Menschen, sondern auch von Gott verlassen und geraten in Zweifel: „Wach auf, Herr! Warum schläfst du? Wach endlich auf.“ aus Ps. 44 - Dabei wissen sie -> eigentlich ganz genau, daß der Herr weder „schläft noch . Denn JEDEM Kind Gottes gilt Seine Zusage: „Ich werde dir dein Leben lang zur Seite stehen.“ aus Jos. 1

„Gott ist treu und wird nicht zulassen, daß die Prüfung über eure Kraft geht. Wenn er euch auf die Probe stellt, sorgt er auch dafür, daß ihr sie bestehen könnt.“ aus 1. Kor. 10

 

Der Hirte kennt seine Schafe. Und ob sie sich in der Wüste verirren oder mutlos unter der Rizinus-Staude verharren, Er weiß es, denn Seine Augen ruhen auf jedem Seiner Kinder. Selbst Nathanael ahnte diese Tatsache erst nicht, als er Jesus fragte: „Woher kennst du mich?“ aus Joh. 1 Und Jesus sagte ihm: „Bevor Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.“ s.o. - Also noch bevor er Seine Gegenwart wahrgenommen hatte, war Jesus schon bei ihm. Auch als er sich unbeobachtet fühlte, kannte Jesus längst seine Gedanken, weil Er für die Seinen allgegenwärtig ist!

 

„Herr, du erforschst mich und kennst mich! Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht völlig wüßtest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ aus Ps. 139 -

 

Auch wenn Du ihn weder sehen, noch fühlen noch spüren kannst, vertraue darauf -> Er ist da und nah, und weiß auch, wo und wann Deine Wanderschaft durch ein dunkles Tal beginnt und endet und was Dir auf dem Weg hindurch begegnet, denn Er überläßt Seine Kinder nicht ihrem Schicksal, so daß sie nie mehr Last aufgebürdet bekommen, als sie in der Lage sind, tragen zu können! „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ aus Ps. 23 - Dies gilt in JEDER Notlage, auch vor Gericht: „Wenn man euch in den Synagogen vor Gericht stellt oder euch vor die Behörden und die Machthaber führt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen und was ihr sagen sollt. Denn wenn es soweit ist, wird euch der Heilige Geist zeigen, was ihr sagen müßt.“ aus Lk. 12

 

Manchmal wird auch ein gläubiger Christ ungeduldig, weil die Hilfe - wie er meint - nicht rechtzeitig erfolgt, doch der Herr hilft zu Seiner Zeit und kommt niemals zu spät. Oft erkennt dies der Christ viel später, daß es der richtige Zeitpunkt war. Eine treffende Begebenheit in diesem Zusammenhang ist in Lukas 7 zu finden, als ein Toter in Nain betrauert wurde und eine Witwe dringend Hilfe bedurfte. All die Menschen, die ihr zur Seite standen, konnten ihr nicht wirklich helfen. Jesus war der Einzige, der dies vermochte, indem sagte: „Weine nicht!“ und sich ihrer annahm. Punktgenau war Jesus zur Stelle, obwohl er eine weite Strecke zu Fuß hinter sich bringen mußte, um rechtzeitig bei dieser Witwe zu sein, deren Sohn gestorben war.

 

„Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ aus Ps. 91 - Solches kann nur im Glauben wirklich erfaßt werden, denn „ohne Glauben ist´s unmöglich, Gott zu gefallen.“ aus Hebr. 11 - „Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, wohl denen, in deren Herzen gebahnte Wege sind! Wenn solche durch das Tal der Tränen gehen, machen sie es zu lauter Quellen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen.“ aus Ps. 84

 

Wer sich mitten in einem solchen Jammertal befindet, darf darauf vertrauen, daß Jesus ihn hindurchführt, denn Seine Gegenwart ist stärker als jede Finsternis!

.

.

Gesucht

Nachdem er den Briefkasten geleert hatte, ging er mitsamt der Zeitung ins Haus, um am Frühstücktisch beim Lesen der Schlagzeilen seinen Kaffee zu trinken. Die Werbeseiten legte er beiseite, und eine kleine Karte fiel aus den losen Blättern direkt vor seine Tasse. Merkwürdig, dachte er, denn auf der Karte war - statt Bergen, Tälern oder sonstigen Abbildungen - einzig ein Fragezeichen zu sehen. Als er die Karte umdrehte, standen da in großen schwarzen Buchstaben nur zwei Sätze: „Hallo Du, Gott sucht Dich! Wo bist Du?“

 

Er erinnerte sich dunkel daran, so was ähnliches schon mal in einem Gottesdienst gehört zu haben, wo ihm der Prediger doch tatsächlich erzählen wollte, daß Gott alle Menschen sucht, um zu retten, was verloren ist. Und nun hatte er das auch noch schwarz auf weiß, daß er gesucht wurde, und dann auch noch von Gott, der sogar seinen Namen kannte. Jetzt wurde er unruhig, nahm die Karte erneut zur Hand, um sich zu vergewissern, ob er sich nicht verlesen haben könnte. Im Gegenteil, die Worte schlugen ihm nur noch deutlicher entgegen und trafen ihn mitten ins Herz, was er im Moment gar nicht gut gebrauchen konnte, da sein Herz blutete und wie eine offene Wunde war, die schmerzte und schrie vor Trauer und Anklage um seine einzige Tochter, die im Koma lag, und bei der ihm jeder Besuch vorkam, als würde er sich selbst ein Stück mehr verlieren, je länger er dort an ihrem Bett verharrte...

 

Der Inhalt der Karte ließ ihn nicht mehr los, zumal als Absender nicht etwa ein Name oder eine Anschrift stand, sondern ein weiterer Satz: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

 

Nun gut, dachte er bei sich, Adam wurde ja auch von Gott gesucht, als er versuchte, sich aus Scham über sein Verfehlen, vor Ihm zu verbergen und zu fliehen. War dies nicht sogar die erste Frage Gottes an den Menschen? Und heute war eben Phari an der Reihe... „Meinst du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der Herr.“ - aus Jer. 23 „Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, siehe, so bist du auch da!“ aus Ps. 139

 

Selbst in den einsamsten und qualvollsten Wüsten des Lebens weiß Er um das, was im Leben eines jeden Menschen vor sich geht. Das vermeintlich Verborgene, bleibt Ihm nicht verborgen. Elia z.B. befand sich in einer solchen Wüste als er die suchende Stimme Gottes vernahm: „Was machst du hier, Elia?“ - aus 1. Kön. 19 - Und wie war es mit Jona, der sich - nachdem Gott ihm einen Auftrag erteilt hatte - auf die Flucht vor Ihm begab? Auch er wurde von Gott gefunden, der nicht selten außergewöhnliche Mittel ergreift, um Menschen, die auf der Flucht sind vor sich, dem Leben, ihren Ängsten und Nöten, am Ende doch noch zu finden. Nicht selten müssen sie sogar erst in ein tiefes schwarzes Loch fallen, um die Stimme Gottes überhaupt zu vernehmen: „Wo bist Du?“

 

Die Möglichkeiten Gottes, den Einzelnen zu erreichen, sind unbegrenzt, und gerade dann, wenn sich ein Mensch ganz allein und verlassen glaubt, oder gar unbeobachtet, dann ist Gott ihm oft am nächsten. Woran ein Mensch das merkt? Gott spricht durch seinen Geist das Gewissen des Menschen an: „Was tust Du da gerade? Ist das nicht Schuld, die Du da auf Dich lädst? Warum brichst Du eines meiner Gebote?“

 

„Der Herr sucht alle Herzen und versteht aller Gedanken Dichten.“ - 1.Chr 28

 

Nicht nur die „verlorenen Schafe“ sucht Er, sondern auch fähige Mitarbeiter, die sich für Sein Wort einsetzen, und auf die Er sich verlassen kann, Mitarbeiter, die charakterstark genug sind, Jesus - den Weg, die Wahrheit und das Leben - zu verkündigen, auch und vor allem in schwierigen Zeiten der Verfolgung und des Verspottet-Werdens durch andere Menschen. „Ich suchte unter ihnen, ob jemand sich zur Mauer machte und wider den Riß stünde vor mir für das Land...“ - aus Hes. 22

 

Auch Dich sucht Er heute. - Was wirst Du Ihm antworten?

.

.

Zweierlei Maß

Schon seltsam, daß jene, die sich doch so vehement für Moscheen-Bau und Minarette aussprechen, oft dieselben sind, die auf der anderen Seite ein Problem mit dem Absolutheitsanspruch der Bibel zu haben scheinen. Zumal ja die Muslime ihr „Allahu Akbar“ als „Allah ist größer“ verstehen, was offensichtlich von denselben Leuten nicht nur akzeptiert wird, sondern das tägliche Hinausposaunen dieses Absolutheitsanspruches der Muslime von den Minaretten als kulturell bereichernd angesehen bzw. toleriert wird. Warum haben viele kein Problem damit, daß die Muslime Mohammed als Prophet sehen, regen sich aber um so mehr brandmarkend auf, wenn es von Jesus Christus heißt: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ aus Joh. 14

 

Ist es Blindheit der westlichen Welt und deren Oberhäupter aus Politik, Gesellschaft und Kirche, daß der Islam stehen gelassen wird, die Bibel aber oft diskriminiert wird?

 

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!“ aus Hebr 13

 

Die Irrlehre, daß Jesus mit den Engeln gleichgestellt sei, kursierte vor längerer Zeit einmal.

 

Doch: „Er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen. Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«? Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!“ - „ Zu welchem von den Engeln hat er denn jemals gesagt: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße?“ aus Hebr. 1

 

Viele sahen Mose als großen Mann an, aber auch hier wird von Jesus gesagt: „Denn dieser ist größerer Ehre wertgeachtet worden als Mose, wie ja doch der, welcher ein Haus gebaut hat, mehr Ehre hat als das Haus selbst.“ aus Hebr. 3

 

Dem Schreiber des von Gott inspirierten Hebräerbriefes machte es nichts aus, diesen Aussagen offen auszusprechen. Welcher Theologe würde heute noch öffentlich sagen, daß Jesus größer als Mose und Mohammed ist? Dann hätte er ja Muslime und Juden gegen sich. Doch ging es dem Schreiber ganz offensichtlich nicht um eine Provokation, sondern einzig um die Wahrheit, die er nicht verschwiegen hat, was ja nicht verboten ist.

 

Auch Aaron, der große Hohepriester von Israel, war nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Doch: „Das Gesetz bestimmt Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind; das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Einführung des Gesetzes erfolgte, den Sohn, der in Ewigkeit vollkommen ist.“ aus Hebr. 7

 

Jesus war zwar auch Mensch, aber Er war ohne Sünde! Mit dem Hebräerbrief wurden auch die jüdischen Leser mit dem Evangelium konfrontiert, welches ja nicht nur von den Aposteln, sondern auch von den an Jesus gläubigen Juden bezeugt wurde. Schließlich haben sie ja die Wunder gesehen, die Jesus getan hat und auch die Auswirkungen des Heiligen Geistes erfahren und erlebt! Diese Gnade wurde ihnen durch Jesu Erlösungswerk am Kreuz deutlich vor Augen gehalten. Mit dem Verstand war es einigermaßen greifbar für sie, nicht aber mit dem Herzen.

 

Glauben, der nicht in die Praxis umgesetzt wird, ist leblos. Es gibt Menschen, die gehen mit in die Gottesdienste und danach treten sie durch ihren Lebenswandel Jesu Erlösungswerk von Golgatha mit Füßen: „Wieviel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?“ aus Hebr. 10

 

Es liegt eine Tragik darin, wenn ein Mensch das Vollkommene für das Unvollkommene aufgibt! Sie schmecken erst von der Gnade und der Wahrheit, wenden sich dann aber wieder einem ungenügenden Menschenwerk zu. Wovor flüchten sie?

 

Da wird ein Mensch zurecht verurteilt, ersucht um Vergebung, die ihm geschenkt wird und kehrt dann zurück, um weiter seinen Willen durchzusetzen und die Vergebung mit Füßen zu treten, um bewußt und erneut das zu tun, wofür er verurteilt wurde. Egal wie „man“ es auch dreht und wendet, es ist ein bewußtes Ausschlagen der Gnade!

 

Da gehen manche sog. intellektuell glaubende „Christen“ jeden Sonntag in ihre Gemeinde oder Kirche, laufen mit -> sind also Mitläufer, wissen um das Erlösungswerk Jesu am Kreuz, verstehen das auch, aber sie verharren im Theoretischen, ein Wissen, das sie zwar im Kopf haben, es aber nicht in Tat, Handeln und Verhalten umsetzen. Verstandesglaube ohne Herz. Jetzt fällt mir auch wieder ein, warum mir das Wort „fromm“ so sehr mißfällt, denn ein Kopfwissen-Christ tut ja lammfromm und religiös, aber er ist halt nicht von neuem geboren, sondern läuft nur mit. „Darum sollten wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten.“ aus Hebr. 2

 

Ermahnungen sind zur Genüge da, sie kennen sie genau aus der Schrift, doch sie wehren sich dagegen, diese auch zu verinnerlichen und ihr Handeln danach auszurichten. Sie bewegen sich auf den krummen, lauen Irrwegen des geringsten Widerstandes, und glauben tatsächlich, damit nicht so sehr aufzufallen. Doch sobald sie in die Bredouille geraten und der Sturm ihnen um die Ohren fegt, zeigt sich sehr schnell und deutlich, daß ihr vermeintlicher Glaube keiner ist. Da, wo es dann weder vor noch zurück geht, stehen sie davor, eine Entscheidung treffen zu müssen: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben«; doch: »Wenn er feige zurückweicht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben«. Wir aber gehören nicht zu denen, die feige zurückweichen zum Verderben, sondern zu denen, die glauben zur Errettung der Seele.“ aus Hebr. 10

 

Dieser innere Zwang zur Entscheidung stellt sich meist dann ein, wenn der Schein-Christ krank wird oder in große Schwierigkeiten gerät. Entweder er weicht dann feige zurück, oder er ergreift die ihm entgegen gestreckte Hand Jesu und bittet Ihn um Hilfe und Vergebung seiner Schuld. - Jene, die vorher frei das Evangelium bezeugt haben, werden dann, wenn sie von außen unter Druck gesetzt werden, vor die Wahl gestellt sein: Entweder sie lassen sich nicht beirren und verkünden weiter bzw. stehen gerade für Gottes Wort, oder sie wechseln feige die Schiene und erzählen irgendwelche Märchengeschichten.

 

Für den wahrhaft gläubigen Christen steht fest, ganz gleich, ob es ihm gut oder schlecht geht: „Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.“ aus Phil. 1 - „Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten, solange gesagt wird: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung«.“ aus Hebr. 3

 

Im Alten Testament wurde durch das Priestertum die Möglichkeit zur Buße und Vergebung zwar gegeben, doch fanden diese wegen der immer neuen und wiederkehrenden Sünden keinen Schlußpunkt, denn die end-gültige Vergebung kann erst durch Jesu Erlösungswerk erfolgen. Als Fürsprecher tritt Er vor Gott für die Gläubigen ein. „Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.“ aus Hebr. 9 - Denn: „Das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht.“ aus Hebr. 7 - Weder Gesetz noch die Opfer aus dem A.T. können daher den Menschen zur Vollkommenheit führen. „Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heils-Güter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen.“ aus Hebr. 10 - „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“ aus Joh. 1

 

Denn Jesus wurde selbst zum Opfer, das zur vollkommenen Erlösung führen kann, was für jeden einzelnen Menschen Geltung hat! Weder Waschungen noch Pilgerfahrten, Kerzen oder Meditationen können in den Himmel oder in ein Paradies führen. Und nicht mal im Koran wird Heilsgewißheit geboten. Da ist alles nur ein abkrampfendes Muß, ein vollkommenes - stellvertretendes - Opfer für Schuld und Sünden ist dort nicht zu finden und keiner kann sich seines Heiles wirklich sicher sein. - „Es ist vollbracht!“ sagte Jesus selber, als Sein Erlösungswerk vollbracht war. Darin liegt Seine Zusage für jene, die das Kreuz annehmen und an Ihn glauben. Hier geht es nicht mehr um Toleranz oder Intoleranz, sondern einzig um die Wahrheit. Viele wollen die Wahrheit allerdings gar nicht hören, sondern lieber etwas gesagt bekommen, was sie gerne hören wollen. Falsch verstandene Toleranz! Wer verdorbene Nahrung zu sich nehmen will, der soll es tun, sich aber dann nicht über die Folgen und Konsequenzen wundern... Wer aber mit Gott versöhnt werden will, für den geht der einzige Weg über Jesus und sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha, denn Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben! „Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.“ aus Hebr. 10

 

Wenn ein Mensch im Glauben an Jesus Ihm sein Leben übergibt, wird er vor Gott gerecht. „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“ aus 2. Kor. 5 - Keine Religion kann auch nur annähernd Vergleichbares schenken. Wer sich nur auf sich oder andere verläßt, auf die eigene Kraft oder die anderer „Götzen“, irgendwelche Schutzwesen oder Bischöfe setzt, auf Kirche, Wissenschaften oder sonstige Organisationen, auf eine sog. Rückkehr in einen sterblichen Leib oder Sonstiges, der erlangt am Ende keine vollkommene Erlösung.

 

„Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen. Halte dich nicht selbst für weise; fürchte den Herrn und weiche vom Bösen.“ aus Spr. 3

.

.

Echter Glaube

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ aus Hebr. 11

 

Glaube läßt sich nicht vererben, Enkelkinder hat ER nicht.

Menschen, die an Jesus glauben, läßt der Christus nicht im Stich.

Niemand wird zu Gott gelangen, der nicht glaubet an den Sohn,

Sein Erlösungswerk am Kreuze. Glauben bleibt nicht ohne Lohn.

 

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist, und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen.“ aus Hebr. 11

 

Er versetzt die Schuldenberge, und die Berge Deiner Not.

Freiheit von Gebundenheiten, Freiheit von dem zweiten Tod.

 

„Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.“ aus Mt. 21 - „Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben!“ aus Lk. 5

 

Worauf gründet echter Glaube? -> „Siehe, das ist Gottes Lamm!“

das die Sünde hat getragen, ALLER Welt, und dafür kam,

die Vergebung uns zu bringen. DAS zu glauben, zweifellos,

rettet und ist Herzenssache. Die Gewißheit: Gott ist groß!

 

„Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden!“ aus Apg. 16 - „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Herr! Ich glaube, daß du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ aus Joh. 11

 

Wo entsteht der echte Glaube? Dort, wo Gottes Wort bezeugt.

Denn der Glaube durch die Predigt hat schon manchen froh gebeugt.

 

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ aus Röm. 10 - „...damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.“ aus 1. Kor. 2

Sichtbar muß der Glaube werden im Bekennen und im Tun.

Und im ganz bewußten Gehen in des nächsten Menschen Schuh´n.

Gott macht keine Unterschiede zwischen Rasse und Geschlecht.

Wer Ihn anruft, wird gerettet, denn der Herr ist stets gerecht!

 

„Wann endlich wirst du törichter Mensch einsehen, daß der Glaube nichts wert ist, wenn wir nicht auch tun, was Gott von uns will?“ aus Jak. 2 - „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: "Jesus ist der Herr!", und wenn du von ganzem Herzen glaubst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden. Wer also von Herzen glaubt, wird von Gott angenommen; und wer seinen Glauben auch bekennt, der findet Rettung. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: "Wer auf ihn vertraut, steht fest und sicher." Da gibt es auch keinen Unterschied zwischen Juden und anderen Völkern: Gott ist ein und derselbe Herr, der aus seinem Reichtum alle beschenkt, die ihn darum bitten. "Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, der wird von ihm gerettet." aus Röm. 10

 

Glaube - ein Geschenk der Gnade - Gottes begleitet den, der glaubt.

Denn er ist ja Seine Gabe, welche niemand wieder raubt.

 

„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ - aus Eph. 2 - „Hier ist das Ausharren und der Glaube der Heiligen.“ aus Offb. 13

 

Echter Überwinderglaube bleibt beständig, aufrecht, fest,

weil er sich den Sieg des Glaubens niemals je entgehen läßt.

 

„So erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.“ aus 1. Petr. 1 - „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.“ aus 1. Joh.

.

.