ramo de olivo

Schornsteinfeger mit Herz

Schmali ging, sich zu bewerben,

bei der Post und bei der Bank.

Doch sie wollten ihn nicht haben.

Legastheniker -> Nein Dank!

 

Danach wurd´ er Schornsteinfeger.

Niemand hat ihn je gerügt

wegen seiner Rechtschreibfehler,

weil er über Herz verfügt,

 

das er allen seinen Kunden

in den Schornstein rieselt still.

Und der Schmali ist ein Schlauer,

denn er weiß ja, was ER will;-)

 

Will sich jemand drum bewerben,

wähle jenen Hauptberuf,

für den Gott - in Seiner Gnade -

jedem eig´ne Stärken schuf.

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Acht haben

Nicht nur die Korinther eiferten damals um Anerkennung in ihrer Gesellschaft. Um das zu erreichen, bedienten sie sich u.a. der Toleranz gegenüber der Hurerei und anderen Lastern und übten dabei ständig Kritik an anderen, ohne sich selbst zu hinterfragen. In der Gemeinde herrschte Streitsucht, bei der allzu schnell andere vor Gericht gestellt wurden. Ihr Bild in Bezug auf Sittlichkeit war verzerrt. Sie hatten sich der „Welt“ angepaßt, und zwar im Handeln wie im Denken, zumal die subtilen Verführungen, denen sie nachgaben, gefährlich für ihr geistliches Leben waren, weil sie nicht selten Apathie und Gleichgültigkeit nach sich zogen und eine Verankerung im Glauben fehlte. Sie suchten nach Orientierung in Dingen, die ihnen keine Hoffnung zu vermitteln vermochten, weil sie in vielen Haltungen nachlässig geworden waren und nicht mehr wußten, wo sie die sittlichen Grenzen ziehen sollten. - Heutzutage werden die Menschen oft zusätzlich noch durch die Werbung animiert, Grenzen zu überschreiten, Regeln zu brechen, Versuchungen nachzugeben mit Folgen, die sie nicht selten zu spät zu spüren bekommen, wenn starke und tief gegründete Überzeugungen nicht vorhanden sind.

 

Paulus ermahnte die Korinther daraufhin, ihre Haltung bzw. Gesinnung einmal zu überdenken, mit der Wirkung, daß sie diese später von Grund auf veränderten. „Wacht, steht fest im Glauben, seid mannhaft, seid stark! Laßt alles bei euch in Liebe geschehen!“ aus 1. Kor. 16

 

Die Herausforderungen dieser Wachsamkeit mitsamt den dazugehörenden Haltungen haben sie angenommen, und die Auswirkung auf die Gemeinschaft waren größer als erwartet, weil sie auf -> Mitgefühl gründeten.

 

 

Welchen Schlüssel braucht die Haltung einer steten Wachsamkeit?

Sie beruht auf Überzeugung, wächst nach Maß der Festigkeit.

Denn je fester die Gewißheit, um so größer ist die Acht,

die wir haben. Weil der Glaube wachsam und auch nüchtern macht.

Angefochten und verführet wird der Mensch in Apathie.

Ihm ist alles gleich-wie-gültig. Der Beginn der Agonie

eines langen Innensterbens, das die Wahrheit nicht erträgt,

weil die Grenzen gänzlich fehlen. Regeln werden abgesägt.

Konsequenz: Geplatzte Träume, Leben, das sich grenzenlos

der Versuchung hingegeben, wo Verzweiflung wurde groß,

wo die Wachsamkeit betäubte Hoffen, Zuversicht im Keim.

Ohne einen festen Glauben fehlt der Seele Anker, Heim.

 

 

„Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ - aus Mk. 14

 

Der Charakter eines Menschen wird m.E. vor allem in dem Maße geformt, wie er nach seinen Überzeugungen handelt und lebt, was auch die Gewohnheiten mit einschließt, die ebenso bzw. gerade der Wachsamkeit bedürfen, um den Überzeugungen nicht zu widersprechen, wobei die Wachsamkeit an sich m.E. schon eine Überzeugung ist... oder so. Der Punkt ist: Gestaltet jemand sein Leben mit festen Überzeugungen, und werden diese dann abgewertet oder herabgewürdigt, wird der Versuch, ein von „Wahrheit“ gekennzeichnetes Leben schlecht zu machen, meist nicht gelingen oder zumindest äußerst schwierig sein.

 

Zur Wachsamkeit gehört m. E. auch Stärke und Kraft, die ich mit Beharrlichkeit und Ausdauer in Verbindung bringe, welche wiederum auf den glaubenden Überzeugungen gründen. Wer nur auf seine eigenen Fähigkeiten vertraut, wird oft schnell stolz und verliert dadurch an Ausdauer. Es ist hier nicht die Kraft aus einem selbst gemeint, was nicht nur durch das, im Passiv gebrauchte Verb zum Ausdruck gebracht wird „...werdet gestärkt!“ sondern im folgenden Vers noch bestätigt wird: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ - aus Eph. 6 - Gerade in diesem Punkt wäre Stolz ganz klar fehl am Platze.

 

„Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.“ - aus Hebr. 5 - Wie kann sich solche Reife entwickeln? U.a. indem o.g. Haltung im Denken und Handeln immer wieder geübt wird, so daß eine Unterscheidungsfähigkeit entstehen kann, was dann wiederum zu o.g. Ausdauer und Beharrlichkeit führt, die Oberflächlichkeiten durchschaut bzw. erkennt. -

 

Wer in diesem Sinne wachsam bleibt, der läßt sich nicht mundtot machen. Erstens weil er feste biblische Überzeugungen hat, zweitens, weil diese anhand der „Früchte“ nach außen hin sichtbar werden, was drittens den Charakter zu festigen vermag. Wer sich nur auf sich selbst verläßt, wird bei Versuchungen, die oft über die Kraft hinausgehen, selten -> dauerhaft bestehen können. Und Unbeständigkeit läßt ihn in den Augen der Mitmenschen unglaubwürdig erscheinen.

 

Ist ja alles gut und schön, mag jetzt eingewendet werden von jenen, die meinen, all diese „Eigenschaften“ und Gesinnungen zu „beherrschen“. Bloß, was nutzen sie, wenn die entscheidende Eigenschaft fehlt?

 

Ohne -> Mitgefühl als Motivation, was bringen da all diese Eigenschaften? Wem es an Einfühlungsvermögen und Mitgefühl mangelt, dem werden auch die besten sonstigen Gesinnungen nicht viel bringen! Denn Überzeugungen, Achtsamkeit, Beständigkeit oder Charakter sind nutzlos ohne die Liebe. Unnahbarkeit wird die Wirkung auf die Mitmenschen sein. Wer kein Herz für jene hat, die in sich gefangen oder unerlöst sind, der wird nicht authentisch rüberkommen können, weil allzu leicht Überzeugungen zu Sturheit und Dogma führen, sowie die Wachsamkeit sich nicht selten in zuviel Kritik äußert.

 

Mitgefühl kann vor Selbstgerechtigkeit, Liebe vor Routine bewahren. Eine der wunderbaren Folgen einer solchen Gesinnung MIT dem dazu gehörenden Mitgefühl, sowie der konsequenten Arbeit an sich selbst, dem auf der Hut sein vor schädlichen Einflüssen, dem Feilen an Glaubensinhalten und Überzeugungen, die nicht nur im Kopf, sondern vor allem im Herzen verankert sind und sich durch Ausdauer und regelmäßigem Danach-Leben und -Handeln erweisen ist die -> tägliche innere Erneuerung!

 

„Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“ - aus 2. Kor. 4

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Spare an den Wassermengen. Spare Strom, und spare Licht.

Doch an kleinen Freundlichkeiten lohnt ein Sparen wirklich nicht.

Spare an den leeren Sprüchen. Spare böse Worte aus.

Schenke dafür Achtsamkeiten. Stelle Blüten in Dein Haus.

Spare traurige Gedanken. Spare Eile, Trott und Hast.

Teile Deine Zeit mit andern im Begleiten. Teile Last.

Spare wirkungsloses Ringen. Spare Kummer durch den Streit.

Schmücke Dich mit echtem Lächeln. Öffne Augen für das Leid.

Spare Lautes festzuhalten. Spare stolzen hohen Mut.

Lerne Trübes loszulassen. Die Erfahrung wahre gut.

Spare Geizen, spare Haben. Spare Macht und spare Schein.

Lebe Güte, Trost zu geben. Fülle so Dein Heute-Sein.

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Augen auf!

Liegen kleine Glücke. Tölpel!

Schau auf Deine Schritte!

Blinde Trampeltritte. -

Möglichkeiten wollen winken!

 

Achte auf die Lebenspfade!

Willst Du Dich verpassen?

Freude blüh´n zu lassen?

Eigennützig, blind ertrinken?

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"Wer sich für wichtiger hält,

als die anderen, betrügt sich selbst. Jeder achte genau auf sein eigenes Leben und Handeln, ohne sich mit anderen zu vergleichen.“ aus Gal. 6

 

Von sieben Männern ist die Rede und deren Arbeit sowohl im Vorder- als auch im Hintergrund, eine Früchte bringende Zusammenarbeit, die nur im ergänzenden Miteinander funktionieren konnte. Fiel auch nur eines dieser Mitglieder - aus welchen Gründen auch immer - aus, war die gesamte Gemeinschaft in ihrer Arbeit und ihrem Wirken beschränkter. - Einige von ihnen sind bis heute sehr bekannt geblieben, andere wiederum verrichteten ihrer Tätigkeiten eher still und verantwortungsbewußt hinter den Kulissen, wobei ihre Arbeit nicht minder wichtig war für den Zusammenhalt des Ganzen.

 

Manche Helden - unbesungen - treten in Erscheinung kaum.

Dennoch sind sie Teil des Ganzen, Zweige am Olivenbaum.

Alle wiesen gutes Zeugnis, weises Handeln sichtbar vor.

Einsatzfähig und beständig, daß „man“ sie zum Dienst erkor.

Unbekannte Diakone, voll des Glaubens und der Kraft,

die mit Herzen und mit Händen ungeahntes Wirken schafft.

 

Philippus und Stephanus werden den meisten wohl mehr oder weniger bekannt sein. Doch auch die anderen 5 Mitarbeiter hatten ihre festen Aufgaben und setzten ihre jeweiligen Stärken in praktischer oder diakonischer Weise zum Wohle aller ein, auch wenn es scheint, daß ihre Arbeit nicht so „laut“ wahrgenommen wurde, und daher ihre Namen nicht so häufig in der Bibel erwähnt werden. Die Worte, die Jesus diesen, in Seiner Nachfolge stehenden Menschen damals wie heute u.a. mitgibt: „Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!“ aus Joh. 17

 

Er gehorchte stets im Kleinen. Er stand auf, als Herr ihn rief.

Er war nicht berühmt wie Paulus, doch sein Glauben war so tief,

daß er Schlüssel war in Händen Seines Heilands für die Tat,

die dem Saulus vor dem Paulus Wichtiges zu sagen hat´...

 

„Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias! Er sprach: Hier bin ich, Herr! Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man »die Gerade« nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet; und er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hand auflegte, damit er wieder sehend werde.“ aus Apg. 9

 

Wer sich nicht mit anderen vergleicht, für den wird Neid ein Fremdwort bleiben. Denn: Jeder, der am Reich Gottes mitarbeitet, ist von Bedeutung!

 

Selbstlos war sein Einsatz, glaubend, hat sein Leben frei riskiert,

für die Botschaft Jesu Christi, als der Neid im Volk regiert´

hat er Griechen und auch Juden aufgenommen in sein Haus.

Ohne groß und viel zu reden. Feinde zogen Strick daraus.

Er beherbergt´ viele Menschen, die sich Jesus schlossen an,

ohne die Gefahr zu scheuen, still, barmherzig war der Mann.

 

Jason -> s. Apg. 17

 

Sie bekehrte sich zu Jesus. Ihr Zuhause offen stand,

für die vielen Glaubensbrüder. Gästefrei und zugewandt.

Christen konnten Ruhe finden, von der Arbeit schweren Last.

sie ermutigt´ und bewirtet´ jeden Mitarbeiter-Gast.

Manche, die gefangen waren, kamen nach Verfolgung frei.

Diesen gab sie Trost und Obdach, und sie kamen gern vorbei.

 

Lydia -> s. Apg. 16

 

Einer, der es trotzdem wagte, gegen feindgesinnten Plan,

zeigte sich beherzt im Einsatz, rettet´ jenen Gottes-Mann,

half ihm schwimmend zu entfliehen. So gelangte Jesu Wort

zu den Römern, trotz Gefahren und dem feindbesetzten Ort.

 

Julius, Hauptmann von der kaiserlichen Schar -> s. Apg. 27

 

Sicher, Gott kann Engel schicken, doch Er setzt die Menschen ein,

die im echten Glauben dienen, ohne selbstgerecht zu sein.

JEDER, der Ihm selbstlos dienet, ob in Praxis oder still,

bauet mit an Seinem Reiche, das er Christen schenken will.

Ganz egal in welchem Alter, Rasse, Bildung und Beruf,

kann der Herr zum Dienst gebrauchen, weil er uns in Liebe schuf.

Manche Kranke haben häufig wahre Wundertat vollbracht,

durch Gebet und Anteilnahme andern Christen Mut gemacht.

Andre kamen, zu verrichten, Arbeit, die nicht jeder tut,

und sie können kaum erahnen, WELCH ein Segen darauf ruht!

 

Bei diesen und vielen anderen Glaubens-Mitarbeitern handelte es sich oft um Menschen, die nicht mit der Masse liefen, nicht allem zustimmten, oftmals sich für Dinge einsetzten, die nicht groß an die Glocke gehängt, sondern still verrichtet wurden. Auf solchem Dienst liegt ein großer Segen. Oft wurde ich von einem gläubigen alten oder kranken Heimbewohner gefragt, was er denn schon noch als Dienst für Gott verrichteten könne. Er war der Meinung, daß Menschen zum Gottes-Dienst nicht mehr soviel wert seien, wenn sie körperlich oder sonstwie geschwächt sind. Aber gerade DIE braucht Gott in ganz besonderer Weise, indem Er sie einsetzt, anhaltend für die Geschwister und deren Dienst zu beten, ihnen Mut zuzusprechen, sie zu trösten oder einfach „nur“ zuzuhören. Hatten diese kranken oder alten Menschen das dann so für sich realisiert, dann ging eine unbeschreibliche Kraft und Ruhe von ihnen aus. Gerade bei diesen wertvollen Menschen wollten viele gern verweilen, weil sie sowas wie ein Anker waren und einfach durch ihr Wesen anderen Menschen ermöglichten, innerlich aufzutanken.

 

Was Du tust zu Gottes Diensten, Du bist wichtig, zweifellos!

Ob Du alt bist oder suchend, ob Du arm bist oder groß.

Trauerklöße, Brauseköpfe, alle stellt ER gerne ein

mit den jeweils eig´nen Gaben, um ein Segen so zu sein.

 

Was kann den Einsatz für Gott erschweren? Die Tatsache, daß manchen Gläubigen der Stolz auf eigene Fähigkeiten im Wege steht, oder aber sie ihre Dienste als minderwertig erachten. Beides kann sehr hinderlich sein innerhalb der Gemeinschaft. Daher braucht es eben auch Geschwister, die den Einzelnen feinfühlig und taktvoll darauf hinweisen, eine Aufgabe, die auch nicht jedem gegeben ist. Und beides, der Stolz und das Sich-Klein-Reden entspringt doch einzig der Wurzel des Vergleichens mit dem Andern, oder?

 

„Wer sich für wichtiger hält als die anderen, betrügt sich selbst. Jeder achte genau auf sein eigenes Leben und Handeln, ohne sich mit anderen zu vergleichen.“ aus Gal. 6

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Es lohnt sich, sich wahrhaftig treu zu bleiben!

Wozu machst Du Dir was vor? - Legst Dir alles fein zu-Rechte?

Gibst vor DIR ja nicht mal zu, - daß Du dienst des Scheines Knechte!

Wo Du frei zu lügen warst, - fehlt die Freiheit zuzugeben.

Du begibst Dich in Gefahr, - Deine Achtung zu verleben,

vor Dir selber, denn Du stehst - ein für Deine Lebenslüge.

Innen un-wahrhaftig, roh, - ohne würdiges Gefüge.

Die Beziehung zu Dir selbst - hast Du damit abgebrochen.

Denn Du stehst für DICH nicht ein - bist vor andern nur gekrochen.

Redest zwar von Ehrlichkeit - doch Du trittst sie stets mit Füßen,

läufst mit andern Lügnern mit - falsche Freunde zu begrüßen.

Falsches Zeugnis legst Du ab - lebst die Unwahrhaftigkeiten,

die im Innern gar so laut - mit der Menschenwürde streiten.

Schaltest Dein Gewissen aus - Werte-Kompaß ist verloren.

Und Du weißt, was richtig wär´ - doch Du hast den Trug erkoren.

 

Dabei lohnt es sich zum Glück - sich wahrhaftig treu zu bleiben.

Für die Würde einzusteh´n - geht nicht, ohne sich zu reiben.

Denn nicht jeder bringt sie auf - Ehrfurcht vor des Daseins Wesen.

Doch im Kleinen trägst Du bei - daß der Nächste kann genesen.

Drum verstelle Dich doch nicht - und verzichte auf das Trügen,

denn Du wirst im Lügen DIR - niemals selber je genügen.

Würde ohne Wahrheit wird - dem Gerechten widersprechen.

Beides setzt Du so auf´s Spiel - wo Du Eines suchst zu brechen.

Achtest Du Dich nämlich selbst - brauchst Du keine Lüge leben.

Drum bewahre auch die Pflicht, - andern jenes Recht zu geben,

das Du selbst für Dich verlangst. - In Wahrhaftigkeit zu denken,

gibt Dir Frieden mit Dir selbst, - um ihn anderen zu schenken.

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Spreu oder Weizen?

Die Lebenszeit, ob kurz, ob lang

entscheidet auch im letzten Gang

die Früchte, die wir tragen.

Es liegt am Wollen, welche Frucht

das Leben birgt - die Gottes-Flucht?

Der Schöpfer wird uns fragen.

 

 

Die Ernte des Getreides zeigt

Geheimes, das der Mensch verschweigt.

Die Schaufel liegt in Händen.

Geworfelt wird´s Getreide schon.

Der Wind, er trägt die Spreu davon.

Sie läßt sich nicht verwenden.

 

 

Das Unkraut wächst dazwischen zwar;

der Wind enttarnte, denn es war

zuletzt zu leicht befunden.

Die echte Frucht, sie hat Bestand.

Des Weizens Wert ist schnell erkannt.

Die Schwere wird´s bekunden.

 

 

Gereinigt wird die Tenne dann,

in der sich Spreu nicht sammeln kann.

Sie muß im Feuer brennen.

Und diese Flammen löschen nicht,

die Tragik, von der Jesus spricht.

Denn Er wird beide trennen.

 

 

frei nach: Mt. 3, 12 „Seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

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Um Gottes Willen!

„Auf der rechten Straße führen“, liest ein Gotteskind ja gern.

Manchmal überliest es aber Worte, die dazugehör´n.

Denn es heißt „um Seines Namens willen“. Eig´ner Wille schweigt.

So wird in dem rechten Führen Seinem Namen Ehr´ bezeugt.

Will uns ja das Beste geben. Gutes gibt Er reich und viel.

Eigenwille soll gehorchen Seinem Willen mit dem Ziel,

Seinen Namen stets zu preisen, denn Er hat uns ja befreit

durch das Angebot „Vergebung“. Gott ist offen und bereit,

uns die große Hand zu reichen, dafür gab Er Seinen Sohn.

Wenn Du dieses erst erkennst, wird Versöhnung Dir zum Lohn.

Denn der Sohn, Er tat den Willen Seines Vaters, fehlerfrei.

Vorher wurde Gott beraubet Seiner Ehre. Deshalb sei

diese Ihm zurückgegeben, wo sie Ihm so ganz gebührt.

Dieses heißt: nach Seinen Willen wirst Du rechten Weg geführt.

Schuf Er doch nach Seinem Bilde jeden Menschen dieser Welt.

Menschen gehen eig´ne Wege, was dem Höchsten nicht gefällt.

Sie gehorchen dem Verführer, übertreten das Gebot.

Gottes Bilde wird beschmutzet. Die Beziehung - aus dem Lot.

Schatten legte sich darüber. Seine Herrlichkeit entehrt.

Um sie wieder herzustellen, hat uns Golgatha gelehrt.

 

 

Schon seltsam, daß selbst viele wiedergeborene Christen dieses „um Seines Namens willen“ oft übersehen, eine Wahrheit, die sie damit übergehen, bewußt oder unbewußt! Klar ist Golgatha DAS Erlösungswerk, das den in Schuld gefallenen Menschen erretten soll, doch in ERSTER Linie geschah es -> um Gottes Namens Willen! - Gott liebt Seine Schöpfung, auch wenn sie total im Argen liegt! Schließlich hat er Sein Bild in den Menschen hinein gelegt! „Aber du hast mir zu schaffen gemacht mit deinen Sünden und mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten! Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken! Erinnere mich, wir wollen miteinander rechten; zähle doch auf, womit du dich rechtfertigen willst!“ aus Jes. 43 -

„Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.“ aus Ps. 115 - Auch unter Christen gibt es mehr als genug, die sich gar nicht führen lassen wollen. Lieber behalten sie die Zügel selbst in der Hand, und kommen so oft vom Weg ab, statt sich „auf rechter Straße“ führen zu lassen.

 

 

Welche Wege weist die Straße, die durchs Christen-Leben führt?

Wer dem eig´nen Willen folget, sich im Labyrinth verliert.

Weg des Lebens und der Güte, Weg der Treue, schmal und g´rad.

Weise wie auch wahre Wege. Gott schenkt Gnade auf dem Pfad.

Seine Gründe für die Wege, die Du manchmal gehen mußt,

führen immer hin zum Guten, wo Du selber Dich vertust.

Hinter manchem schweren Leiden findet oft sich Trost und Ruf.

Denn Er will Dich immer tragen, weil Er Dich in Liebe schuf.

DAS zu glauben und zu wissen, schenkt im Sturme eine Ruh´.

Denn Er führt auf Segenswegen. Mache Deine Tür nicht zu!

Wer die Schlüssel drum bewahret, läßt sich gerne von Ihm führ´n.

Und er wird die Treu´ erfahren, ohne Gnade zu verlier´n.

 

 

„Alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit für die, welche seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.“ aus Ps. 25 - „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ aus Jer. 29 - „Ich will dich den Weg der Weisheit lehren, dich leiten auf gerader Bahn.“ aus Spr. 4

 

 

Nicht selten wissen auch so manche Kinder Gottes nicht mehr weiter und fragen sich, was sie als nächstes tun sollen. Dann kommen sie an eine Kreuzung, wo sie meinen, von Gott keine Antworten auf ihre Fragen nach dem „Wohin“ zu bekommen. Die Bereitschaft, Seinen Willen zu tun ist anfangs vorhanden, doch oft genug wollen sie jetzt sofort wissen, wie es weiter gehen soll, ohne Geduld aufbringen zu wollen, die Wegweisung des Herrn abzuwarten. Dennoch hat Gott den Seinen verheißen, daß er ihnen den Weg der Weisheit lehren will, sofern sie Seinem Willen folgen wollen, und dann gilt es, eine Entscheidung in diesem Sinne zu finden, was auch für einen gläubigen Christen wegweisend sein kann. Gerade in diesem Punkt machen es sich gläubige Christen oft sehr schwer, weil sie viel zu kompliziert denken und dann leicht ins Grübeln kommen. Sicher kommt es vor, daß einem für eine gewissen Zeit die Klarheit in einer Sache fehlt, dabei werden nur leider oft die Aussagen und Verheißungen der Bibel vergessen bzw. außer Acht gelassen, zu sehr stecken solche Menschen, die ZUviel grübeln, in ihrem eigenen Denken fest, und könnten sich im Grunde ganz einfach auf die Aussagen Gottes stützen und daran festhalten.

 

Wer jetzt unbedingt und sofort die Führung Gottes er-leben will, der muß damit rechnen, daß Gottes Zeitplan ein anderer ist als der eigene, und dann wird er enttäuscht, weil er den Worten Gottes gegenüber Vorbehalte hat und die Verheißungen nicht einfach -> glaubt. Der Mensch denkt, und Gott? In vielen Fällen will aber der Mensch lenken, wenn nicht alles sofort nach seinem eigenen Kopf läuft. Gottes „rechte Zeit“ ist nicht immer die des Menschen! Und der gläubige Christ hat wohl in diesem „wunden“ Punkt zu lernen, daß er die Zeit der Führung im Hinblick auf das Ergebnis Gott überläßt. Das hat auch was mit Vertrauen zu tun, daß der, der Jesus nachfolgt auch wieder einen Ausweg aus der Sackgasse erfahren wird! Hier scheiden sich oft die Geister, und es zeigt sich in Krisensituationen, wer wirklich glaubt, oder wer es vorzieht, in einer Notsituation zu zweifeln oder gar alles hinzuwerfen.

 

 

Glaube ohne Wenn und Aber, bleibt in Nöten felsenfest,

weil er sich in JEDER Lage, von dem Hirten leiten läßt.

Solches wird er dann erfahren, wenn er loszulassen strebt.

Denn das eig´ne Grübeln, Ringen zeigt ihm, das er SICH nur lebt.

Ein Vertrauen ist vonnöten, das sich kindlich fallen läßt

in die Hände seines Vaters, denn Er hält Sein Kind ja fest!

 

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“ aus Jak. 1 -

 

Die Frage ist: Geht der gläubige Christ auch wirklich einen geraden, schlichten Weg oder hier und da auch mal krumme und eigene Wege, auf denen er rechnen muß, ohne Gottes Führung zu stolpern, zu fallen oder abzustürzen? „Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade.“ aus Jes. 26

 

 

Warum werden Wege holprig oder schwierig oft zu geh´n?

Weil der Mensch im Schauen wandelt! Ohne Glauben bleibt er steh´n

und beschaut die Schwierigkeiten und beschäftigt sich total

ständig mit den Hindernissen. Dabei kommt er schnell zu Fall.

Denn sein Blick ist stets gerichtet auf Konflikte, Grenzen nur.

Und dann tritt er in die Pfützen, wo sein Meiden-Wollen stur.

Unzugänglich sind die Pfade und sein Wesen wird es auch.

Er fixiert sich auf die Dinge, landet so im Dornenstrauch.

Immer, dauernd aufzupassen, übersieht er oft ein Loch.

Ohne Glauben wird er stolpern, trägt ein doppelt schweres Joch!

 

Ähnlich ist´s mit Ungereimtem, das nicht eben ist und g´rad´.

Geistlich führt es oft zum Fallen und auf einen steilen Pfad.

Wer im Glauben alle Lasten legt in Gottes starke Hand,

darf getrost und ohne Ängste Ihm vertrauen, daß Er bannt

all das Grübeln und das Zweifeln, das Fixieren auf den Gang,

hin zum Glauben, weg vom Schauen, auf des eig´nen Willens Drang.

 

„Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.“ Ps. 34 - „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen.“ aus Ps. 16

 

 

Wie viele nennen sich doch Christen, die immer wieder alle möglichen sinnlosen Anleitungen zum vermeintlichen Glücklichsein ausprobieren, die alle zum Scheitern verurteilt sind und mit der Zeit nur ent-täuschen. Damit zeigen sie nur allzu deutlich, daß sie keinen wirklichen Glauben haben, denn glückliche Ausgeglichenheit werden sie in keiner dieser Anleitungen finden, höchstens Abwechslung von ihren dauernden Zweifeln. Sie gehen unebene und krumme Wege, und lassen sich nicht von Jesus führen, sondern sind mehr den weltlichen Vergänglichkeiten zugeneigt. Und wenn dann mal wieder eine Hopsmassage oder Yogagebrummel auf Dauer nichts gebracht haben, und die Sterne auch noch falsch lagen, dann wird wieder gegrübelt und gefragt, wie soll es weiter gehen. Warum nennen sie sich Christen, wenn sie keinen echten Glauben haben und sich lieber auf Abwege begeben, die ihrem Eigenwillen gerade mal entsprechen?

 

 

Freudig ziehst Du nur die Straße, wenn Du neben Jesus gehst.

Dieses stets zu praktizieren, wenn Du gar nichts mehr verstehst,

läßt Dich nicht so leicht geraten auf die Wege, krumm und schwer,

denn Du hast IHN ja vor Augen, und dann zweifelst Du nicht mehr.

Und Du nimmst die Stolpersteine glaubend als gegeben hin,

ohne Dich dran festzubeißen, denn Dein Grübeln hat kein´ Sinn.

Wer beharrlich und geduldig Lebensstrecken treu besteht,

darf vertrauend daran glauben, daß der Heiland mit ihm geht.

Wer nur immer darauf achtet, nicht zu fallen, fällt oft mehr.

Zweifel führ´n auf krumme Wege, deren Ziele bleiben leer...

 

 

Hiob ist ein gutes Vorbild. Seine Hülle, sie zerbrach.

Gott zu schauen in dem Leiden und in seiner tiefsten Schmach,

er erkannte und er glaubte, wußte Sein Erlöser lebt!

SICH begann er loszulassen, als sein Blick zu Gott hin strebt.

 

 

„O daß doch meine Worte aufgeschrieben, o daß sie doch in ein Buch eingetragen würden, daß sie mit eisernem Griffel und Blei für immer in den Felsen gehauen würden: Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen; ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir!“

 

 

„Laßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und laßt uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.“ aus Hebr. 12

 

 

Hoffnung haben Gottes Kinder auf den Lebenspfaden stet,

glauben an das Ziel im Himmel, das auf ewig nicht vergeht!

Ihren Weg bewußt zu gehen, mit bewußtem Blick auf´s Ziel,

wird die Hütte nicht zerbrechen, die auf Erden oft soviel

von den Stürmen auf dem Wege wird geschüttelt und gebeugt.

Sie im Trotzdem zu begehen von dem echten Glauben zeugt.

Denn Er führt auf rechter Straße, wenn Du sie gehorsam gehst,

dies „um seines Namens willen“ in dem rechten Sinn verstehst.

 

 

„Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ aus 2. Kor. 4

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azul lejanía

Unerreichbar steht sie fest,

weil sie sich nicht pflücken läßt,

von gesehnten Süchten

Mancher hat ihr Blau erblickt,

war sogleich von ihr entzückt,

wollte gar sie züchten

.

durch der Blicke Durst und Gier,

die im Haben sucht im Hier

in Besitz zu bringen.

Von Verlangen wahnbestimmt,

sich zu schmücken roh und blind

mit den zarten Dingen,

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über die sein Herz sich zehrt,

weil es Seltenes begehrt,

das er selbst entbehrte.

Seine Macht, sie reichte nicht,

Blüte war zu zart und schlicht,

daß sie ab sich kehrte

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von dem groben Sinn der Glut,

weil die Sanftmut in ihr ruht.

Gegenteil von Gieren.

Wer die Hand im Greifen hebt,

dem entzieht sie sich und lebt

- ohne zu verlieren -

.

jenes Achten auf ihr Kleid,

denn sie ahnt das tiefe Leid,

das dem Durst entsprungen.

Sie verschließt sich jenem Schliff,

und dem harten, groben Griff,

dem es nicht gelungen

.

in das Innere zu seh´n.

wo das Klingen zu versteh´n,

das die Blüten wahren.

Maßgefüllte stille Pracht,

die besonnen und bedacht

meidet laut Gebaren.

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Schauen kann sie nur der Blick,

dem sie öffnet sich im Glück

wortlos zu vertrauen.

Deshalb blüht sie selten nur,

auf dem Felsen der Natur.

Darauf kann sie bauen.

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Homo homini lupus est?

„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“ - nach Plautus

 

„Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!“ aus Mt. 10

 

Sei kein Frosch und NIE ein Schwein, - wenn die wilden Wölfe heulen.

Arglos, klar und scharfgesinnt. - Laß die Wachsamkeit verweilen.

Vorsicht, Umsicht mit Bedacht, - rücksichtsvoll in allen Dingen.

Schlau und clever, raffiniert, - wenn die Wölfe legen Schlingen,

zu durchschauen Hinterhalt - nachgestellter Grubennetze,

daß die Fallen, die gestellt, führen sie in eig´ne Hetze.

Wenn sie planen Niedertracht, - stürzen sie ins eig´ne Messer.

Denn der tote Fisch, er schwimmt, ohne Luft im Schlammgewässer.

 

Klug zu sein, Geduld gefragt, - ohne Fertigen der Rechte.

Schweigen, wenn der Löwe brüllt, - denn die Marktgeschrei-Geflechte

legen sich um Feindes Hals, - ohne zugetanes Handeln.

Denn der Kluge kennt den Wolf - läßt ihn an der Kette bandeln

durch ein echtes, klare Bild, - das sich ohne Falsch erweiset.

Aufrecht geht er, unbeirrt, - wo des Feindes Zorn entgleiset.

Denn er richtet seinen Blick, - g´radeaus im redlich´ Gehen.

Keine Tücke bringt zu Fall, - wo Charakter fest im Stehen.

Wachsamkeit ist angesagt, - denn integ´re inn´re Stärke

ruft der Wölfe Wut hervor - sie verstärken üble Werke.

 

Geh´ beharrlich Deinen Weg, - wenn Dir Wölfe Gruben graben,

denn sie fallen selber rein. - Glück wird nur der Kluge haben!

Darum bleibe ohne Falsch, - wie die flinken Friedenstauben.

Klug wie Schlangen, schlau wie Fuchs, - und bewahre Deinen Glauben!

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Vanidad de Vanidades

Wie oft der Mensch doch meinend meint,

sobald er DAS bekommt, so scheint,

wonach er sich verzehrte,

worauf er hoffte, menschgebaut,

wonach die Sucht des Sehnens schaut

und was er lang begehrte.

 

Er denkt, Probleme wär´n gebannt,

soferne Geld und hoher Stand,

und´s Herzerl unter Hauben;-)

Er setzt auf Mensch die Hoffnung nur

auf Können, Wissen, Bildung pur,

von Gott gelöstem Glauben.

 

Und auf Obama noch, oh ja,

und auch die Eso-Tante da,

sie soll´n die Karten legen;-)

Dazu auf Frieden, Eier auch,

und Freude für den vollen Bauch,

um Geist nicht zu bewegen.

 

Und wichtig noch die Sicherheit.

Die Welt nach vielen Dingen schreit,

wo Hoffen ist vergeben.

Wo eine Krise abgeschafft,

da fehlt es anderswo an Kraft,

ein Labyrinth-Bestreben.

 

Und stets entlarvt sich Hoffen dann

als falsch gesetztes Pferd, und kann

die Süchte nimmer stillen.

Sie haben alles, übersatt,

und wollen, was der and´re hat,

die Gier so maßlos füllen.

 

Und meint er, Mensch zufrieden wär´.

So irrt er sich nur um so mehr,

wo Vanidad nur nichtig.

Wie traurig, hoffnungslos das klingt,

wenn Veritas ihr Liedchen singt.

die Töne sind ja richtig.

 

Der Salomo, er hat´s erkannt.

Er hatte alles, Ruhm und Land,

was immer Mensch will haben.

Am Ende seines Lebens sah,

er ein wie nichtig alles war.

Und konnt´ sich dran nicht laben.

 

Die Folgen solcher Einsicht - schal,

bis heute Flucht ins tiefste Tal,

bis hin zur Lebenslüge.

Umgehen ohne Hoffnungsblick,

ins Dunkel kehrt er stets zurück,

ins Nimmersattgenüge.

 

Wer Jesus hat, der hofft mit Ziel

auf Leben, Frieden, mehr als viel,

auf sich´rem Felsengrunde.

Wer echte Hoffnung sucht in Gott,

der hofft im Sterben noch und Not

der allerletzten Stunde.

 

Die Hoffnung geht nach Golgatha,

ans Kreuz. Vergebung ist uns nah.

Wo dies erfaßt im Glauben,

da wird der Mensch ein Gottes-Kind,

vertraut dem Vater, bleibt nicht blind.

Und DAS kann niemand rauben!

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Bei Rot über die Ampel

Viele Menschen sagen „Ja“, wo sie „Nein“ im Grunde meinen.

Wie ein Damm moralisch bricht, läßt das Wanken nicht vereinen,

der Wahrhaftigkeit. Im Jein, ist sie keinesfalls gegeben,

Und dann heißt es plötzlich „Huch, wurde überrumpelt eben.“

So entschuldigt es sich leicht! Doch der Mensch hat freien Willen!

Und die Folge daraus ist, die Entscheidung selbst zu füllen!

Für das Jein bedeutet dies, Konsequenz daraus zu tragen.

Unverantgewortet krass, selbstgeachtet zu versagen!

Denn Gewissen will ein „Nein“, wo das Handeln „Ja“ bezeuget,

oder umgekehrt verkehrt, Meinung unentwegt gebeuget

und moralisch so entgleist, wie ein treibend´ Blatt im Winde,

einmal hierhin, einmal dort, wo die Wahrheit sich nicht finde.

Übereilt vom eig´nen Tun, hieße mutig sich zu stellen,

was dem wahren Kern entspricht, um den faulen Ast zu fällen,

wo das „Jein“ so feige sitzt. Denn verlorenes Vertrauen,

es gewinnt sich schwer zurück, ohne eig´nes Fehl zu schauen.

Und dann kriecht die kleine Angst, wo das Rotlicht überfahren,

Mechanismen steh´n auf Schutz, und auf Warnung, welch Gebaren!

Unglaubwürdig, rückgratlos, auf das Jein ist kein Verlassen!

Demut wäre Therapie, wo Verstrickungen nicht fassen.

Denn ein Jein, es strickt den Fall. Klares, Wahres fällt beim Stricken.

Solch ein Brief, er liest sich schlecht, Tinte wird verwischt im Bücken.

Hüte Deine Zunge drum davor, ständig Jein zu sagen!

Denn es wird, Du weißt es selbst, auch an Deiner Seele nagen!

Deine Rede sei ein Ja, sei ein Nein und kein Dazwischen!

Wo die Doppelzunge strebt, beides gleichsam zu verwischen.

Tiefenwirkung stellt sich ein, wo das Klare ist vorhanden.

Prüfung des Gewissens zeigt, wo das Jein erhält in Banden.

Eine Wache vor den Mund, daß die Türe Deiner Lippen,

die Geschwätzigkeiten flieht, denn sie lassen Dich nur kippen.

Wo viel Worte, da viel Schuld! Klug ist Zunge zaumgehalten!

Übereile nicht mit Mund, laß Dein Herz besonnen walten.

Und bevor Du Worte sprichst, mache Dir zuerst Gedanken,

denn je mehr Du Worte brauchst, um so stärker ist ein Wanken.

Über´s Denken erst gewacht, dort beginnt ja jenes Übel,

und das Jein, es bringt Dir bloß psycho-und-somat-Gegrübel.

Sei gewiß, es kommt die Zeit, Rechenschaften abzulegen,

für ein jedes unnütz´ Wort. Und das Jein, es kehrt sich gegen

Dich und Deinen Doppelsinn! Drum bewahre Deine Zunge,

vor dem Bösen, vor dem Trug, denn sonst kriegt er viele Junge...

 

frei nach Mt. 15, 11 ff.

 

„Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. - Merkt ihr nicht, daß alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen.“

 

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„Wer seinen Mund und seine Zunge behütet, der behütet seine Seele vor mancher Not.“ aus Spr. 21

 

„Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, der ist klug.“ aus Spr. 10

 

„Übereile dich nicht mit deinem Mund, und laß dein Herz keine unbesonnenen Worte vor Gott aussprechen; denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde; darum sollst du nicht viele Worte machen! Denn Träume kommen von viel Geschäftigkeit, und dummes Geschwätz vom vielen Reden.“ aus Pred. 5

 

„Ich sage euch aber, daß die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.“ aus Mt. 12

 

„Es ist ja offenbar, daß ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.“ aus 2. Kor. 3

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Innere Größe

wirkt manchmal still und unscheinbar...

 

Warum wird in der Bibel so wenig über ihn berichtet? Schließlich gehörte er doch zu jenen Dreien, denen eine besondere, eher stille Aufgabe, zuteil wurde? Nicht zu verwechseln ist er jedoch mit dem, der den Brief schrieb, zumal es ja vier Männer gibt, die unter seinem Namen Erwähnung finden. Über seine Arbeit wird allerdings wenig berichtet, außer daß er Fischer war und den Zunamen „Boanerges“ (Donnersohn) bekommen hatte, weil er so eifrig war. Und sein Eifer war durchaus nicht immer am rechten Platz, mußte er sich doch so manches Mal zurecht weisen lassen, weil er einfach viel zu vorschnell urteilte... und zwar dort, wo er sich eigentlich hätte zurückziehen müssen. Genau das fiel ihm aber oftmals sehr schwer, obwohl diese Art der inneren, gezügelten Haltung innerhalb der Gemeinschaft so manchem Mißverständnis im Grunde vorbeugend hätte entgegen wirken können.

 

Klar kam es mehr als einmal vor, daß einer seiner Mitmenschen auf den verkehrten Weg geraten war, aber deshalb hatte er noch lange nicht das Recht, ein Wort des Verderbens über ihn auszusprechen. Schließlich hat sein Chef das auch nicht getan, sondern statt verdammende, eben rettende Worte gesprochen, und zwar konsequent!

 

Wie oft wird das bis heute in Kirchen und Gemeinden noch - traurigerweise - falsch verstanden praktiziert! Da wird einem mit Hölle und sonstwas gedroht, eine Gesinnung, die Jesus nie vorgelebt hat! Menschen werden eingeschüchtert, fühlen sich bedroht von Urteilen und sehen sich dem vermeintlich Unerreichbaren machtlos gegenüber. Kein Wunder, wenn sich mehr und mehr Leute genau aus diesem Grund von der Gemeinde oder vom Glauben abwenden. Eine solche Haltung innerhalb der Gemeinschaft richtet Schaden an, weil sie Verdammnis predigt, wo sie doch von Rettung künden sollte! Diese Priorität wird leider allzu oft ins genaue Gegenteil verkehrt, und nicht wenige Menschen bekommen Angst zu versagen und dann dafür verurteilt zu werden. Eine völlig verkehrte Gesinnung, als die, die uns die Bibel aufweist, eine falsche Haltung, die dazu führt, daß der Glaube gemieden wird, weil er - zurecht - in solchen Gemeinschaften als unglaubwürdig angesehen wird, nur weil dort ein paar Leute meinen, eigenmächtig den ersten Stein heben zu müssen, ohne vorher den Balken in ihrem Auge erkannt und hinterfragt zu haben!

 

„...wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last...“ (aus Gal. 6)

 

Der Mann aber, von dem oben die Rede ist, hatte diese Einstellung am Anfang seiner Tätigkeit noch nicht, zu groß war sein Eifer, der ihn daran hinderte, im richtigen Moment -> sanftmütig zu bleiben, statt vorschnell zu urteilen, selbst dann, wenn dem andern eine Schuld hätte vorgeworfen werden können! Er durfte es sich nicht anmaßen, jemanden als verloren abzustempeln, zumal nicht ihm die Rolle des Richtenden zustand sondern Gott allein!

 

Klar war es oft nötig - nicht nur für ihn - die Gemeinschaft mit einigen zwielichtigen Gestalten zu meiden, doch war er nicht berechtigt, ihnen Böses zu wünschen oder ihnen gar eine mögliche Rettung abzusprechen! Vielmehr hatte er die mitmenschliche Pflicht, alles dafür zu tun, daß dieser Mensch auf den rechten Weg zurückfände.

 

„Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen.“ (aus 1. Kor. 4)

 

Die Frage bleibt: Warum erfährt der Leser so wenig über diesen Mann, der doch Jesus im Grunde mehr als nahe stand und daher Dinge miterleben durfte, die anderen verborgen blieben. Ganz einfach -> Weil er im Hintergrund wirkte und nicht an vorderster Front. Deshalb wird er auch so selten erwähnt, zählte er doch zu den eher „Stillen“, die ihre Arbeit dennoch ebenso treu und konsequent verrichteten.

 

Bis heute denken leider manche der eher „Stillen“ oft von sich, ihre Gaben wären von geringerer Bedeutung, weil sie nicht - wie andere - im Vordergrund stehen und „Sichtbares leisten“. Dabei sind ihre Fähigkeiten nicht weniger wichtig als die der sichtbar Wirkenden!

 

Und wenn dieser Mann schon den Beinamen „Donnersohn“ erhalten hatte, dann ist allein daraus ersichtlich, daß seine Haltung von Dynamik und Eifer geprägt war, Eigenschaften, die - zur rechten Zeit eingesetzt - so manches bewirken können, meist aber eben -> im Hintergrund bleiben. Sein Freund hingegen hatte die Aufgabe einer Führungspersönlichkeit zugewiesen bekommen, die eben seinem Wesen näher kam. So hat halt jeder seine Auf-Gabe, die seinem Wesen entspricht und sollte daher nicht bestrebt sein, sich in eine Rolle hinein begeben zu wollen, die er aufgrund seiner Wesenszüge gar nicht auszufüllen beauftragt ist.

 

An genau DEM Platz, auf den er gestellt wurde, war er nämlich genau richtig! Denn er besaß eben innere Größe, und die braucht keine lauten Worte, um trotzdem Früchte tragen zu können, denn auch „stille“ Fähigkeiten und Gaben, manchmal GERADE diese, können als Werkzeug gebraucht werden, um Großes zu bewirken, das in vielen Fällen eher unsichtbar bleiben mag, aber dennoch durchschlagende Ergebnisse erzielen kann.

 

„Stille“ Fähigkeiten sind daher nicht zu unterschätzen, und der Mensch, der sie birgt, sollte sich deshalb auch nicht unterschätzen, weil er dort, wo er steht, gebraucht wird und sich einsetzen kann! Er sollte darum auch nicht nach Höherem streben wollen, weil seine Aufgabe eben eine ganz andere ist. Gott hat nämlich manchmal eine ganz andere Absicht mit uns, als wir sie uns vorstellen können. Wer versucht ist, dieser Absicht entgegen zu wirken, wird daher oftmals eine Ent-Täuschung erleben. - Meistens sind gerade die, die im „Stillen“ wirken, im Charakter gefestigte Persönlichkeiten, die in sich ruhen, und daher für jede Gemeinschaft Gewinn, Ruhepol und Anker zugleich sein können! Und oft ist gerade der „stille“ Dienst einer der schwersten.

 

Jakobus, der „Stille“ und „Unscheinbare“, war ein Blutzeuge Jesu Christi, wohl der zweite nach Stephanus. Er wurde um das Jahr 44 n.Ch. durch H. Agrippa I. hingerichtet.

 

Seine besondere innere Kraft war seine Größe -> eine gebündelte Stärke, die oft - da kaum beachtet und nach außen hin nicht sichtbar - verkannt wird!

 

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ (aus 1. Sam. 16)

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Sinnsuche in Sinnlosigkeit

Verwundert über lautes Schweigen,

was sollte dieses ihm nur zeigen?

Es war mit Zeit verstummt.

Er sucht´ nach anderen Kanälen,

womöglich würden sie erzählen,

warum das Wort vermummt´.

 

Verzweifelt, krampfhaft sucht er Klärung,

wohin er gehen soll. Entbehrung

der Sicherheit. Gefahr,

Problem und Angst, sie wurden breiter,

die Fragen wurden ungescheiter,

wo Recht gefertigt war.

 

Und Gott erschien ihm immer weiter,

wie teilnahmslose Himmelsleiter,

so unpersönlich still.

Die Lage wurde langsam schwierig.

Sein Fragen wurde schneller gierig.

Es lief nicht, wie er will.

 

So warn´s am Ende Illusionen?

Es sollte ihn doch nicht entthronen?

Verlierer-Sein als Plan?

Mit Schach- und Machtzug dominieren?

In Irre danach abzuführen?

So dachte er im Wahn.

 

Er suchte auf die Geistbeschwörer

die Zeichendeuter, die Betörer,

und jagte sie dann fort.

Zuletzt befragt´ er Spiritisten,

ob die am Ende etwas wüßten.

Der Tod beschwor den Ort.

 

Sein Stolz war hart und nicht zu beugen,

die Logik starr, sein Denken eigen.

Er ließ Kritik nicht steh´n.

Der Herr war äußerst langemütig,

Er wollte Rettung, weil Er gütig.

Er wollte Buße seh´n.

 

Versagte Hilfe, weil der Stolze,

sich fester hielt am Götzenholze,

doch lud er weiter Schuld

auf sich und Waffenträger, Söhne,

indem er Gott durch Tun verhöhne.

Zuende war Geduld.

 

Gebote wollte er nicht hören.

Sie taten nur den Stolzen stören. -

Der Fluch nach Tat und Not.

Er suchte Hilfe bei den Toten.

Doch Gott, er läßt sie niemals spotten

Im Kriege fand er Tod.

 

 

 

(Nachzulesen in 1. Samuel 28 -> Saul bei der Totenbeschwörerin in En-Dor)

 

So wie Saul fragen sich viele Menschen, warum Gott manchmal weder antwortet noch hilft. Indem Gott Seinen Sohn auf die Erde schickte, HAT er bereits alles für die Menschen getan. Seit zweitausend Jahren wartet Er auf die Reaktionen der Menschen! Wer Gott um Hilfe fragt, der bekommt die Antwort -> Jesus Christus!

 

Vergeblich und von vornherein zum Scheitern verurteilt sind daher jegliche anderen Versuche wie Spiritismus, div. Religionen, Aberglauben oder Evolutionsglauben. Wer nach Sinn sucht, und dies in der Sinnlosigkeit tut, der bekommt vielleicht so etwas wie einen Adrenalin-Kick, mag in etwa wie ein intensiverer Genuß der Sinnlosigkeit sein... Zumal ja in der heutigen Zeit das Streben nach Lust im privaten wie im öffentlichen Bereich immer perverser und schamloser wird. Verirrt hasten viele Menschen durchs Leben, wie aufgehetzte Tiere, friedlos mal hier-, mal dorthin, um alles Mögliche und Unmögliche auszuprobieren. Qualitätsstatus dieser Kultur, die ja so aufgeklärt und total modern erscheinen will, ist die extreme Zeitflucht in die auditive und visuelle Unterhaltungsindustrie, gefolgt von steigender Bereitschaft zur Gewalt, Terrorismus und Kriminalität. Oder eben die Flucht in Täuschungen, Imitationen und Verführungen.

 

Der smilende Starredner, Dalai Lama, der ja von vielen als Friedensapostel angehimmelt wird, gibt total unbefangen kund, daß er weder an einen Schöpfer noch an einen Gott glaube. Mehr als die Hälfte der Aussprüche von Buddha sind alles andere als pazifistisch.

 

Der personifizierte Frieden Gottes ist -> Jesus Christus „Denn er ist unser Friede, der aus beiden "eines" gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in "einem" Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.“ aus Eph. 2

 

Klar wird Jesus auch von einigen, weniger gläubigen Menschen u.a. als Verfechter der Armen, großer Heiler oder Prophet verehrt. Doch die „Wahrheit“ anzunehmen, bedeutet gleichzeitig, Jesus aufzunehmen, und zwar durch Umkehr, Buße und Bankrotterklärung an den eigenen stolzen Willen nach Unabhängigkeit. Erst dann kann der Mensch sich auch dem wahren Gott und Erlöser zuwenden, der nicht will, daß auch nur ein Menschenkind verloren geht. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ aus Joh. 3 - Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“ aus Hes. 18 - „...welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ aus 1. Tim. 2

 

Laut 2. Thess. 2 gehen Menschen deshalb verloren, „weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.“

 

Auch in unserer heutigen Zeit redet Gott sehr deutlich und klar, mit Geduld und Liebe spricht er unser Herz an, um jeden einzelnen einzuladen, zu Ihm zu kommen, bevor es zu spät ist.

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Über die Macht des Gebetes

 

Als Jugendlicher hatte er damit angefangen und behielt es bis ins hohe Alter bei, sein Begegnen im Gebet mit Gott. Es wurde schon in verschiedensten Arten über ihn, seine Taten und sein Leben berichtet, nur sein bemerkenswertes Gebetsleben, die Erzählungen darüber, kamen dabei oft zu kurz. Dabei war es doch gerade diese „Eigenschaft“, die ihn nicht nachlassen ließ, sondern antreiben konnte bei allem, was er vollbrachte. Und zuletzt schrieb er sogar Geschichte... aufgrund seiner Gebete...

 

Er war derjenige, der dem damaligen König dessen Traum von der Statue erklärte, was niemand anders konnte. Auch Sterndeuter und Wahrsager hatten versagt, der König wollte sie deshalb sogar töten lassen. Während sie nämlich vor lauter Angst in Panik gerieten, zog der junge Mann sich zum Gebet in sein Haus zurück. - Damals wurde das erste Jahr der Thronbesteigung nicht mitgezählt. Wenn also in der Geschichte vom zweiten Jahr dieses Königs berichtet wird, war dies das dritte Jahr, in dem sich der junge Mann mit dem regen Gebetsleben in Babylon aufhielt. Nach drei Jahren seines Studiums dort, wurde das Jahr 605 vor Christus geschrieben. - Im Ganzen lebte er aber ca. siebzig Jahre dort und mußte die babylonische Gefangenschaft bis hin zum Untergang Babylons durch die Perser (539 v. Chr.) durchleben.

 

Wer betet, hat persönlichen Umgang mit Gott. Wer regelmäßig betet, wird dabei von einer tiefen Sicherheit erfüllt inmitten all der Unsicherheiten des Lebens. Und wenn dann noch zwei oder drei ein Anliegen gemeinsam durch Gebet Gott mit-teilen, dann wird die Macht des Gebetes noch während eines solchen spürbar. Wer sich schämt, mit anderen ein Gebet zu teilen, der hat die Kraft, die darauf erfolgt, noch nicht erfahren. Welche Aus-Wirkungen dies nämlich haben kann, davon gibt es genug Beispiele, nicht nur in der Bibel, ebenso wie für das mächtige Wirken Gottes durch gemeinsames Gebet!

 

So machte es nämlich der junge Mann mit seinen drei langjährigen und vertrauten Freunden; er betete oft mit ihnen zusammen. Worum sie beteten? Um Bewahrung und Offenbarung, denn auf solcher Gebetsgemeinschaft ruht eine starke Verheißung: „Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ aus Mt. 18 - Nach einer solchen Gebetsgemeinschaft wurde dem jungen Mann des Nachts „in einem Gesicht“ das Geheimnis offenbart.

 

Ganz oft beten Menschen ja inständig und längere Zeit für ein bestimmtes Anliegen und bringen flehende Bitten vor Gott. Warum aber lassen sie sich dabei so selten Zeit zum Danken? DAS wäre nämlich wahre Anbetung!

 

Bevor der junge Mann zum König ging, um ihm von der o.g. Offenbarung Mitteilung zu machen -> dankte er erst noch Gott, Seinem Herrn, der in seinem Leben immer die erste Stelle einnahm, weshalb er den Dank auch nicht auf irgendwann später verschob. So konnte er auch furchtlos vor den König treten, um ihm zu sagen, er solle die Wahrsager nicht umbringen, weil er selbst vorhatte, ihm die Deutung seines Traumes zu verkünden. Auch können wir über ihn lesen, daß er sich von nichts und niemandem von seinem regelmäßigen Beten abhalten ließ, was auch ein Zeichen für echte Anbetung ist! - Als einmal die judenfeindlichen Statthalter versuchten, dem jungen Mann eine Falle zu stellen, indem sie ihn von seinem Gebetsleben abhalten wollten, bewies er Beständigkeit in seinem Gebetsleben.

 

Klar wird der Feind Gottes immer wieder alles daran setzen, um uns vom Beten abzubringen. Damit muß sich jeder wahrhaftige Beter nun mal abfinden. Wie wir damit umgehen können? Indem wir gerade auf eine solche Versuchung hin beten! Denn genau das tat auch der junge Mann. Er erwies sich als beständig, indem er sich von niemandem und nichts während seiner Gebete stören oder unterbrechen ließ. Er wußte, wann er allein, und wann er mit seinen Freunden zu beten hatte. Auch wird in der Geschichte immer von einem bestimmen Ort berichtet, an den er sich begab, um zu beten. Ein Fenster war stets geöffnet, was die Beständigkeit seiner Ausrichtung umschreiben kann, sowie die Ungetrübtheit der Gebetsgemeinschaft. Seine Richtung im Gebet ging immer gen Jerusalem, dem Ort des Altars -> Hinweis auf Jesus Christus. Jeden Tag betete er dreimal, also regelmäßig, und vernachlässigte dabei niemals den Dank, wobei seine Anbetung stets vom Wort Gottes ausging.

 

Während seines „Studiums“ achtete er vor allem und ganz besonders auf die Zahl der Jahre in den Schriften, denn davon erging ja das Wort Gottes an den Propheten Jeremia, daß Jerusalems Verwüstung in -> siebzig Jahren vollendet sein sollte. - Er suchte Gott im Gebet und fastete oft dabei, denn er wußte, daß Gott seine Gnade denen zusagt, die Ihn lieben, indem sie Seine Gebote halten.

 

Oft verstehen Menschen nicht genau, was sie da gerade in der Bibel lesen. Der junge Mann betete in solchen Fällen immer um das Verstehen-Dürfen des Wortes Gottes, genauso wie er es umgekehrt erst studierte, um dann über das Gelesene bzw. Empfangene zu beten, was er auch tat, als er das verstand, was Jeremia über die 70-jährige Gefangenschaft geschrieben hatte. Auch wurde er durch das Gebet im Innern immer tiefer verändert, so daß dem genauen Leser ein Blick in das Herz des jungen Mannes durch sein Gebet gewährt werden kann. Denn er ließ keinen Aufschub zu, sondern reagierte sofort. Auch suchte er zuerst Seinen Gott auf, nicht seine Freunde. In seinem Flehen lag seine beständige Ernsthaftigkeit. Während seines Fastens tat er Buße, wofür er sich nicht zu schade war. Sein Verhältnis zu Gott war ein persönliches, und genau so persönlich war auch sein Gebet zu Ihm, das von tiefer Ehrfurcht geprägt war. Dabei war seine Zuversicht im Glauben von Hoffnung auf Güte und Gnade seines Herrn begleitet. Und er wurde stets auf´s Neue auf wunderbare Weise erhört.

 

Sein Gebet stand unter anderem auch hinter den Ereignissen, die am Anfang des Buches Esra beschrieben werden. Somit war sein Gebet mit ein Auslöser sowohl für die Erfüllung göttlicher Prophetie, als auch für die in Esra beschriebene weltpolitische Entscheidung, denn das Gebet des jungen Mannes war von Vollmacht geprägt. - Als er einmal eine Offenbarung über die große Müh- bzw. Drangsal bekam, begab er sich erneut ins Gebet, weil er dieses Wort verstanden hatte. - Denn er trauerte während der Zeit drei Wochen lang...

 

Beides dürfen wir -> Ob wir Dinge verstehen, oder dies nicht vermögen, in beiden Fällen dürfen wir immer genau über diese Dinge beten!

 

Nach seinem Fasten und Beten erschien dem jungen Mann ein Engel, so daß er anfing zu zittern, weil er spürte, wie eine Hand ihn berührt hatte. Der Engel wies ihn an, auf seine Worte zu achten und seine Stellung einzunehmen, und sagte ihm gleichzeitig, er solle sich nicht vor ihm fürchten, weil des jungen Mannes Gebete erhört worden waren, seitdem er sein Herz darauf gerichtet hatte, das Wort Gottes in Demut zu verstehen. Und genau wegen seiner Worte war eben der Engel auch gekommen. Denn der junge Prophet war von Gott viel geliebt, was DREI Male in seinem Buch steht. Denn es war ihm zugesichert worden, daß er vom ersten Tag an erhört worden war, wobei die Antwort erst drei Wochen später erfolgte.

 

Wenn ein Mensch ernsthaft und beständig anbetet, dann wird der Himmel in Bewegung gesetzt! Wer DAS begriffen hat, wird sich von niemandem und nichts in der Welt mehr vom Gebet abhalten lassen! Denn dem wahrhaftigen Beter kann durch das Gebet Großes geschehen!

 

Wie bereits weiter oben erwähnt, lebte der Prophet - im dritten Jahr des Königs von Persien - siebzig Jahre in Babylon, so daß er zu der Zeit wohl schon über 80 war. Somit währte sein intensives Gebetsleben ein Leben lang, und er hat darin bis zuletzt nicht nachgelassen...

 

Die Prophetien Daniels in Bezug auf die Endzeit mögen den gläubigen Christen dazu anhalten, heute, morgen und - so Gott will - bis ins hohe Alter hinein über die auch von Daniel vorhergesagten Ereignisse, die sich sichtbar und erfahrbar zu erfüllen beginnen, zu beten.

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Realist mit Durchhaltevermögen

Könige kamen und gingen, sie waren immer da und brachten durch ihre Standhaftigkeit Licht in so manche Dunkelheiten...

 

Sein Meister war einer der wenigen, die entrückt wurden, und die Bitte, die er vor seinem „Abschied“ an seinen Nachfolger richtete, regt zum Nachdenken an,... denn er fragte ihn, was er für ihn tun könnte, bevor sie beide auseinander gingen, und das, obwohl er viel älter war, was für den jungen Mann nicht nur eine Ehre darstellte, sondern auch eine Möglichkeit, die ihm von dem älteren und erfahrenen Propheten gegeben wurde. -

 

Während seiner vielen Reisen, prägte er den jungen Mann aufgrund seiner Gesinnung. - Und es hatte sich überall herumgesprochen, daß der große Prophet, dessen Name die Bedeutung „Der Herr ist Gott“ hat, in den Himmel entrückt werden würde. Als er in Jericho war, wurde er an den Jordan geschickt, wobei er seinen jungen Begleiter 3 Male aufforderte, nicht mitzukommen, worauf dieser 3 Male erwiderte, daß er nicht von seiner Seite weichen würde. Ein junger Mensch, der nicht nur dadurch sein wohl markantestes Charaktermerkmal, ein demütiges und treues Durchhaltevermögen, bezeugte. Und er war es auch, der seinem Herrn - als dessen Knecht - Wasser auf die Hände goß. Über viele Jahre stand er dem Propheten zur Seite, und seine durchhaltende Treue bewies er vor allem bei ihrem letzten Abschied.

 

Auf ihrer gemeinsamen letzten Reise angelangt, durchquerten beide den Jordan trockenen Fußes, den der Prophet mit seinem zusammen gerollten Mantel teilte, und nach diesem Ereignis richtete er folgende fragende Bitte an seinen Schüler: “Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde“ (aus 2. Kön. 2) - Er wußte, daß Gott etwas durch sein Gebet im Leben des Jüngeren bewirken wollte. - Stell Dir vor, es würde Dir jemand solch eine Frage stellen bzw. Bitte an Dich richten. Du wärest sicher überrascht, und wüßtest im ersten Augenblick gewiß nicht, was Du Dir wünschen solltest. - Bei dem „Knecht“ war es anders, da er weder ungläubig noch hilflos war, was sein Verhalten seinem Herrn gegenüber deutlich zu Tage trat. Und so wünschte er sich zwei Anteile vom Geist des Älteren. - Der ein oder andere mochte damals gedacht haben, er wäre größenwahnsinnig geworden, doch diese Menschen wurden später eines Besseren belehrt, denn der junge Mann war Realist durch und durch!

 

Auch zu der Zeit lag die Situation des Landes im Argen. Götzendienst und Kriege hatten viel Unheil angerichtet, und die damaligen Könige waren alles andere als ein gutes Vorbild für „ihr“ Volk. Und so brauchte dieser junge Mann - aufgrund der schwierigen Lage im Land - eine ganz besondere Vollmacht von Gott, damit er für ihn das ausrichten konnte, was Gott für Sein Volk vorgesehen hatte. Dabei war der Schüler weder ein Schwärmer, noch war er Optimist. Es hätte genügend Gründe gegeben, um in jener Zeit pessimistisch in die Zukunft zu blicken, aber auch diese Haltung war bei dem jungen Mann nicht zu finden. - Schwarzseher gab es auch damals schon genug, und er war das genaue Gegenteil davon, eben ein Realist in seinem gesamten Auftreten. Denn er hatte sich gewappnet, um zur Verfügung zu stehen, um auch in dunkleren Zeiten den Kopf für andere hinhalten zu können,... bedeutete der Name des hingegebenen Mannes doch nicht umsonst „Gott ist Rettung, Gott ist Heil“, auch weil sein Blick stets nach oben gerichtet war. Die Bedingung, die der Prophet an seine Bitte knüpfte, sollte das Leben des jungen Mannes grundlegend prägen. „Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird's geschehen; wenn nicht, so wird's nicht sein.“ aus 2. Kön. 2

 

Wer hat heutzutage noch diesen Blick nach oben in seinem Alltag, um die Realitäten und Zusagen Gottes zu erfassen? Der Junge Mann bekam diese Gabe geschenkt und lebte sie vor, denn er verkündigte beides, Gottes Zusagen und Seine Realität! - Ohne diesen nach oben gerichteten Blick entstehen die meisten Probleme und Sorgen inmitten all der Pflichten und hektischen Aktivitäten, weil nicht auf den „Anfänger und Vollender des Glaubens“ (aus Heb. 12) geblickt wird. Wenn dies nämlich der Fall wäre, dann könnten Prioritäten im Leben eines Menschen neu geordnet werden, indem er sich Jesus unterordnen würde. Ein Beispiel, wie der „Schüler“ es vorlebte: „Und der Diener des Mannes Gottes stand früh auf und trat heraus, und siehe, da lag ein Heer um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu ihm: O weh, mein Herr! Was sollen wir nun tun?“ aus 2. Kön. 6 - Sein Diener war panisch, weil die Situation fast aussichtslos erschien, da sich das Heer der Aramäer vor den Toren Dotans aufgestellt hatte, um den jungen Mann gefangen zu nehmen. Dieser erklärte jedoch seinem verängstigten Diener, daß der Sieg Gottes unter Garantie stand und bat dann Gott darum, ihm die Augen zu öffnen. „Da öffnete der HERR dem Diener die Augen und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen...“ (s.o.) Diese Ermutigung brauchte der bangende Diener, nicht aber der junge Prophet.

 

Wer nimmt heute noch mit geöffneten Augen Gottes Handeln wahr? Viele Menschen verpassen doch oft vor lauter blinder Bequemlichkeit, was WIRKLICH um sie herum geschieht...

 

Der Nachfolger des Propheten wurde von Gott bestätigt, denn es war ihm vergönnt, seinen Meister bei der Himmelfahrt zu sehen, wo sein herabfallender Mantel noch einmal den Jordan zerteilte, was der nun neue Prophet in der Folgezeit einmütig bezeugen konnte, denn der Geist seines Herrn ruhte auf ihm. (s. 2.Kön.) Kurz nach diesem großen Ereignis fielen einige Prophetensöhne in eine Glaubenskrise, weil sie an der Entrückung bzw. Himmelfahrt des Propheten zweifelten und sich darum ernsthaft sorgten. Fünfzig Männer sollten ausgesandt werden: „und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig starke Männer, die laß gehen und deinen Herrn suchen. Vielleicht hat ihn der Geist des HERRN genommen und auf irgendeinen Berg oder in irgendein Tal geworfen“ aus 2. Kön. 2 - Zuletzt gab der junge Prophet ihrem Bitten nach, obwohl sein Glaube unerschütterlich war! Wie die Suchaktion ohne Erfolg eingestellt werden mußte, kann 2. Kön. 2 entnommen werden, womit die Glaubwürdigkeit des biblischen Berichtes ihre Garantie findet, denn bis heute haben viele Theologen so ihre Bedenken und werten gläubige Christen oft u.a. als „Spinner“ ab... oder so...

 

Teil II: Unerschütterlicher Glaube, der aufgrund seiner Kompromißlosigkeit Respekt und manchmal auch Furcht bei manchen Menschen, die von dem jungen Mann hörten, hervorrufen konnte, weil er qualifiziert und motiviert blieb.

 

Eines Tages schickte der junge Prophet einen Gehilfen aus, um Jehu zum König zu salben, und zwar im Namen Gottes, wonach seine Heeresführer ihn u.a. fragten, ob dies Frieden bedeuten würde. „Steht es gut? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennt doch den Mann und sein Geschwätz.“ aus 2. Kön. 9 - Bis heute werden Menschen, die zu ihrem Glauben stehen, mit ähnlichen Worten gebrandmarkt und in eine Schublade gesteckt. -

 

In einer weiteren Krisensituation, in der sich das Land befand, rief der König nach dem Propheten, weil er durch ihn von Gott orientierende Weisungen erhalten wollte. Der junge Mann hatte keine Furcht davor, sich während des Krieges unter die Soldaten zu mischen, da er es im Auftrag Gottes tat. Und so forderte er den damals gottlosen König provokativ heraus, indem er ihm sagte, er möge sich doch an den Propheten seiner Eltern Ahab und Isebel, wenden und dort nach Hilfe ersuchen, eine Herausforderung, die dem jungen Propheten den Kopf hätte kosten können, und dennoch wie er - wie ein Turm, der in der Brandung leutet - in aller Klarheit auf den wahren Gott seines Volkes hin, so daß aufgrund seiner Orientierung die Moabiter besiegt werden konnten.

 

Nach einem Hinweis eines israelischen Dienstmädchens, suchte der damalige syrische Führer Naeman in seiner Verzweiflung den Propheten auf, weil er von seinem Leprabefall geheilt werden wollte. Anfangs sträube sich der Heerführer noch, die Anweisungen des jungen Mannes zu befolgen, aber dann tauchte er doch sieben Male im Jordan unter und wurde auf wundersame Weise sofort geheilt, so daß er am Ende beeindruckt war von dem Gott Israels und dessen Propheten ein Geschenk darreichen wollte in Form von Gold, Silber und festlichen Kleidern (umgerechnet ca. ½ Millionen Euro), was der Prophet in seiner unbeugsamen Art ausschlug. - Später schrieb Jeremia über ihn: „...der du in Ägyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag an Israel und an den Menschen und hast dir einen Namen gemacht, wie es heute am Tage ist.“ aus Jer. 32 Erwähnenswert ist noch, daß Naemann zwei Maultierladungen israelischer Erde mitnehmen wollte, um seine verbundene Dankbarkeit mit dem Volk Israel und dessen Gott zu bekunden. Ob damit so etwas wie eine innere Veränderung bei Naemann zu schließen ist? Auf jeden Fall hat dann der Diener des jungen Mannes doch noch etwas von dem Geschenk abgegaunert und danach seinen Herrn angelogen, woraufhin er mit genau DEM Aussatz bestraft wurde, von dem Naemann geheilt worden war.

 

Ähnliches wie diesem Diener geschieht auch heute noch mit den „Starchristen-Dienern“ des Herrn, nämlich dann, wenn sie beginnen, eigenmächtig zu werden und ihre von Gott geschenkten Gaben zu mißbrauchen. U.a. fordern sie dann ein unverschämt hohes Honorar und stellen sich mit solchen u.ä. Schamlosigkeiten ein Armutszeugnis aus, wenn sie ihre Geldgier und Arroganz in Form von Ego-Projektionen ausleben. Es sind Namenschristen, die keinen wahren Glauben besitzen. Dagegen war der Lebensstil des jungen Propheten in seiner gesamten Transparenz ganz einfach. - Auf einer seiner Reisen, begegnete er einer, sagen wir, vornehmeren Dame, die ihm in Gastfreundschaft etwas zu Essen anbieten wollte. Ihren Mann bat sie, dem Mann Gottes doch eine Herberge anzubieten. Er bekam ein Zimmer, das ganz einfach ausgestattet war, ohne Luxus und sonstigen Allüren. - Diese Art der Bewährung erweist sich auch in solchen „kleinen“ Alltagsdingen und sie spiegeln eine innere Haltung wieder, deren Motivation ersichtlich ist. Einige mögen es auch eine Art Pilgergesinnung nennen, die den jungen Mann prägte. - Der Mensch ist in diesem Leben doch nur auf der Durchreise und kann nichts mitnehmen, da alles der Vergänglichkeit unterworfen ist, und am Ende - für den Gläubigen - das Beste sowieso noch kommt!

 

Bei allen Führungen Gottes erwies sich der junge Mann als treu in seinem Glauben, und das ohne zu klagen. Sein Meister wurde entrückt, doch er selbst mußte an seinem Lebensende auf dem Krankenbett sterben. Und trotz der Krankheit und Schmerzen behielt er seinen festen Glauben. Gott handelt halt nicht immer gleich, und wir haben nicht das Recht, nach dem Warum zu fragen, weil jeder ganz verschieden und individuell durchs Leben geführt wird, sofern er sich im vollen Gottvertrauen führen läßt. Wir können uns eben nicht immer nur die Rosinen aus dem Kuchen picken, die angenehmen Dinge im Leben, die ohne Leid vonstatten gehen, denn der Segen des Herrn erweist sich eben auch in den weniger positiven Ereignissen in unserem Leben. Es liegt einzig in unserer Bewertung, die sich meist wesentlich später, im Rückblick verändern kann, indem wir erkennen dürfen, wozu so manches vermeintlich Leidvolle zu einem späteren Zeitpunkt doch gut war. Zwar ist der junge Prophet nicht, wie sein Meister, durch Himmelfahrt in den Himmel gekommen, aber er ist trotzdem - wie es doch bei vielen der Fall ist - über das Krankenbett am Ende in den Himmel geholt worden. - Was wir heute als wichtig ansehen, sind oftmals Dinge, die für die Ewigkeit nicht von Bedeutung sind.

 

Einmal hatte eine respektlose Gruppe den jungen Mann auf gotterlästerlichste Weise provozierend beschimpft: „Und er ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!“ aus 2. Kön. 2 Und hier wird deutlich, wie wesentlich und bemerkenswert seine letzte Bitte an seinen Meister war. Er hat sich eben NICHT gewünscht, wie er, auch einmal entrückt zu werden, sondern schon damals erkannt, daß Gott seinen Platz und Dienst für Israel vorhergesehen hatte, und er genau hierfür mit den doppelten Anteil des Geistes seines Herrn gewappnet sein mußte. Er ließ sich im Alter und auf dem Krankenbett liegend, nicht durcheinanderbringen, als König Joas weinend dieselben Worte gebrauchte, die er damals selbst seinem Herrn zum Abschied zugerufen hatte. Am Ende war es der bettlägerige Gottesmann selbst, der den König trösten mußte. Auch ein bettlägeriger Christ wird nämlich bis zuletzt von Gott gebraucht, das Wie und Warum des Lebensendes ist dabei nicht von Bedeutung!

 

Nach seiner Beerdigung, etwa ein Jahr später, wurde aus Versehen ein Leichnam in die Grabhöhle des Gottesmannes gelegt. Als dieser in Kontakt mit den „Gebeinen“ des Propheten kamen, wurde er wieder lebendig. Das heißt, daß Gott auch nach dem Tod seines Knechtes ihn noch als solchen bestätigte. Ein solches Grab-Ereignis hat Gott aber nur einmal zugelassen, und so wurde das Grab des Propheten auch nicht zum Mekka für unheilbare Krankheiten. - So verschieden die Führungen der beiden Propheten auch waren, zeigt es doch, daß Gottes Plan mit den Menschen ebenso unterschiedlich sein kann. Unsere Wege mögen verschieden sein, aber wir dürfen Ihm immer fest vertrauen. Dabei ist es erstrebenswert, wie der junge Prophet, motivierte und echte Realisten zu sein/werden, denn mit dem Blick nach oben, wird uns Schutz und Beistand zuteil. Daher ist ein kompromißloses Durchhalten auch in der heutigen, schwierigen Zeit eine feste Grundlage, da die Dinge dieser Welt nicht von Dauer, sondern vergänglich ist. Sich gebrauchen lassen und mutig zum Herrn bekennen, kann den eigenen Glauben mehr als stärken, und dazu beitragen, den Weg unter Seiner Führung getrost weiter zu gehen.

 

Mißtrauisch sollten wir daher immer irgendwelchem vermeintlich mystischen Geheimwissen gegenüberstehen und es eher ablehnen, da viele dieser Strömungen den bezeugten Aussagen der Bibel widersprechen.

 

Die Unerschütterlichkeit des Propheten Elisa kann uns daher nicht nur in diesem Punkt als Vorbild dienen.

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Auf dem schmalen Weg ...

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Schmali fegt still

 

Schmali kann es gar nicht fassen:

Alle rennen sie dahin,

wo Erfolge, Ruhm und Reichtum,

Macht und Einfluß scheint der Sinn.

 

Und sie drängeln, und sie hasten,

und sie stolpern mit dem Strom -

oben ducken, unten treten -

angepaßtes Metronom.

 

Schmali macht das völlig kirre,

und er setzt sich erstmal hin,

in sein Eckchen der Besinnung,

wo die Ruhe ihm Gewinn.

 

Seinen Atem muß er holen,

will nicht tanzen um das Kalb,

ist nicht ev´rybody´s Darling,

mag es „ganz“ und niemals „halb“.

 

Lieber fegt er still die Gassen

- sie belächeln ihn dafür -

wähnen sich so masse-sicher,

werten ab die enge Tür,

 

hinter der sich Schmali wundert.

- Wesentliches ist zu Gast. -

Und er kennt die Hindernisse,

doch die sind ihm keine Last,

 

denn er hat sich ja entschieden:

Fegen ist sein Sinn und Ziel.

Wenn die meisten ihn nicht mögen,

hält er hiervon eher viel.

 

Denn er nimmt sich nicht so wichtig,

weint die Träne stets allein.

kennt er doch die eig´nen Schwächen.

Niederlagen dürfen sein.

 

Zwecklos, ihm was vorzumachen,

macht er sich doch selbst nix vor.

Vieles muß er ja noch lernen.

Heulen mag er nicht im Chor

 

jener Wölfe, die ihn meiden,

weil er unbequem und frei -

hin zur eig´nen Überzeugung -

widerspricht dem Einerlei.

 

Wachsam, nüchtern will er werden,

konsequent zur Quelle hin.

Denn die grauen Mittel-Wege

sind zuende vor Beginn.

 

Die Gelassenheit ergründen,

auch wenn Sorge zweifel-nagt,

denn was schert ihn schon die Menge,

wenn er einfach kindlich wagt,

 

sich am Kleinen zu erfreuen,

seinen schmalen Weg zu gehn,

wahrzunehmen wie die Schnecke ;-)

dankbar Gottes Gnade sehn.

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Der Fels

Er wohnte mit seiner Frau in einem Haus in Kapernaum und war mit seinem Bruder als Fischer tätig. Im späteren Kreis der Jünger war er als Führungspersönlichkeit anerkannt und stand daher in den Listen der Apostel stets an erster Stelle, sprach für die anderen mit und war einer der drei, die Jesus am nächsten standen. - Später dann wurde er ein unerschrockener Gemeindeleiter, der sich nicht scheute, auch öffentlich und vor dem Hohen Rat die Wahrheit des Wortes Gottes zu verkündigen. Mit seiner Sendung zum Hauptmann Kornelius begann auch die Mission der Heiden. Zuletzt hat er sich wohl in Rom aufgehalten, in Begleitung seines Mitarbeiters, Silvanus. Von dort hat er 2 Briefe an die Gemeinden geschrieben, die in der Bibel nachzulesen sind. Es wird davon ausgegangen, daß das Markusevangelium zum Teil auf seine Schilderungen zurückgeht, weil der Evangelist sich wohl des öfteren bei ihm aufhielt und von ihm auch „mein Sohn Markus“ genannt wurde. - Sein Märtyrertod wurde ihm von Jesus vorausgesagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst. Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!“ aus Joh. 21 - Es gibt in der Bibel allerdings keine näheren Angaben, wo und wie er starb. Zwar wurde viel darüber spekuliert, doch sind im Wort keine eindeutigen Nachweise zu finden.

 

Erwählt wurde er von Jesus selbst: „Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, daß sie bei ihm sein sollten und daß er sie aussendete zu predigen. aus Mk. 3 - Er galt als eine äußerst markante Persönlichkeit, da er nicht nur eine ungeheure Begeisterungsfähigkeit besaß, sondern auch sehr temperamentvoll war. - Findet Schmali übrigens -> manchmal und mit Einschränkungen voll korrekt;-)

 

Die Entscheidungen dieses Mannes kamen nämlich so richtig von Herzen, was natürlich nicht ohne sein kann;-) Denn er reagierte oftmals eher vorschnell und nicht immer besonnen, was wohl bei jeder Art von Begeisterung eine nicht immer hilfreiche Verhaltensweise darstellt, vor allem dann nicht, wenn sie nicht nüchtern bleiben kann. Denn Begeisterung und Unnüchternheit ist eine Mischung, aus der heraus sich leicht Fehler ergeben können, die hinterher bereut werden. - Einmal sah er Jesus über das Wasser gehen und schon war er voll begeistert davon und wollte es dann auch mal ausprobieren. Als dann aber ein Wind kam, erschreckte er sich total und fing an zu sinken, woraufhin er natürlich um Hilfe rief, um er-nüchtern einsehen zu müssen, wie kleingläubig er doch im Grunde NOCH war. - Derlei Zweifel zählen zu den Hauptmerkmalen der Kleingläubigkeit, die dazu führen können, in ihnen - wie es dem Jünger fast geschehen war - zu ertrinken, zu unvermittelt wurde er von seiner Begeisterung gepackt, daß er darüber seinen Glauben hintanstellte. Wäre er aufgrund seines Glaubens aus dem Boot gestiegen, hätte er seinen Herrn nämlich erreicht, daher stand ihm seine Begeisterung in dieser Situation mehr als im Weg. Die „kalte Dusche“ folgte auch gleich darauf...

 

Klar dürfen wir begeistert sein, wenn wir aus dem Glauben heraus wunderbare Dinge erleben, doch sollten wir bedachtsam und besonnen sein, uns nicht in dieses „Gefühl“ hinein zu steigern bzw. in nicht förderlichen Tatendrang verfallen. Denn wie schnell kann uns dann ein „Wind“ entgegen kommen, mit dem wir nicht gerechnet, bzw. auf dessen Wehen wir aufgrund unserer Begeisterung nicht geachtet haben, und schon ist eine Seifenblase zerplatzt, und wir fallen kopfüber ins kalte Wasser. Durch solche, wenig fruchtbare Begeisterung kann eine Menge Schaden angerichtet werden. Oft gab es aus ihr heraus sog. Scheinerweckungen, weil durch Redner mit ZUVIEL Charisma Menschenmassen im wahrsten Sinne mitgerissen wurden vor Begeisterung. Doch hielten solche Erweckungen nicht lange an, weil sie ihre „Nahrung“ aus künstlich erzeugter Kraft bezogen. - Stich mal in einen Ballon voller Luft, dann weißt Du, was ich meine. Daher sind allzu charismatische Persönlichkeiten mit Vorsicht zu genießen, denn die Folgen ihres Auftretens sind nicht absehbar und können - wie u.a. bei Scheinerweckungen - zu Schaden führen, weil Worte, die in allzu großer Begeisterung gesagt werden, eher Macht über einen Menschen haben als sie der Mensch über die Worte hat.

 

Die Impulsivität des Jüngers führte schließlich dazu, daß er sich - als es wirklich drauf ankam - erneut hinreißen ließ, woraufhin er von Jesus zurecht gewiesen wurde, und zwar in Gegenwart seiner Weggefährten. Denn er wollte mitgehen, wohin Jesus auch gehen würde, was ihm zu jenem Zeitpunkt NOCH nicht gestattet wurde. Er wollte sogar sein Leben lassen für seinen Herrn, woraufhin dieser ihm klar machen mußte: „Du willst dein Leben für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.“ aus Joh. 13 - Er hatte daher etwas lauthals bezeugt, wozu er überhaupt nicht imstande war. Ich kann mir vorstellen, daß es diesen Mann unglaublich getroffen haben muß, solche klaren Worte von seinem Herrn hören zu müssen, den er doch über die Maßen lieb hatte.

 

Hast Du schon mal - vor lauter Begeisterung - ein Dankgebet gesprochen, indem Du dem Herrn ein Versprechen oder gar ein Gelübde gegeben bzw. abgelegt hast? Vielleicht nach einer notvollen Situation, in der Du - hilf- und machtlos - darum gebeten hast, daß sich die schlimme Lage doch zum Guten wenden möge? Waren da nicht Deine hochtrabenden „Stoßgebete“ aus Deinem aufgewühlten Gefühl heraus gesprochen?

 

Und als dann alles so kam, wie Du es erbeten hattest - und als dann wieder der Alltag sich einschlich, hast Du da Dein Versprechen eingehalten? Und vor allem, wo war da in Deinem wieder eingekehrten Alltag die Begeisterung hin verflogen, die doch nichts weiter war als ein beteuernder, impulsiver Gefühlsausbruch! - Manchmal - wie es bei diesem Jünger der Fall war - muß Jesus unsere Versprechen genau aus diesem Grunde abweisen, ganz einfach, weil sie nicht aus dem Geist sonder aus einem unberechenbaren, unbeständigen, wankelmütigen, launen- und sprunghaften und daher -> inkonsequenten und unzuverlässigen Gefühl kommen.

 

Obwohl dieser Mann mehr als einmal in seinem Leben versagt hatte, bekam er doch später, die Vollmacht, als Apostel zu wirken. Das ist wohl mit ein Grund dafür, warum seinem ursprünglichen Namen Simon der Name Petrus hinzugefügt wurde, auf aramäisch „Fels“. Und diesen Namen erhielt er nicht etwa nach seinem Tod, sondern bei der aller ersten Begegnung mit Jesus! „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels.“ aus Joh. 1

 

Erfüllt haben sich - in Bezug auf Petrus UND die Gemeinde - die Worte Jesu - bis heute: „Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ aus Mt. 16 - Und dieser manchmal allzu impulsive Mann konnte nach der Begegnung mit Jesus in seinem ersten Brief an die Gemeinde die folgenden, klaren Worte schreiben: “Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.“

 

Ein Gemüt, das nicht aufwallend ist in seiner Begeisterung, sondern aufgrund seiner weniger guten Erfahrungen damit auf Nüchternheit und Besonnenheit baute, und zwar felsenfest...!

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Nathi weist hin

 

Ein Gerechtigkeitsempfinden -

Gut und Böse zu begründen -

Phari hat es - einst wie heute,

wenn es geht um and´re Leute.

Gerne mimt er drum den Richter -

selbsternannter Urteils-Züchter.

Glatt belobt er sich im Beten:

Nix hat Phari übertreten.

Doch als Richter, Recht gesprochen,

das er rechtens selbst gebrochen,

- merkt ja keiner derlei Pfuschen,

viel zu schlau ist sein Vertuschen

von den eig´nen Fehl-Belegen,

muß er doch sein Image pflegen.

Hierbei hat er übersehen,

daß die eigenen Vergehen

„´flixt noch malig!“ nicht verjähren.

Auch im weißesten Verklären,

selbst im frömmsten Runterspielen,

kämpft der Phari gegen Mühlen.

Sitzt er wie auf heißen Kohlen,

dann beginnt´s ihn einzuholen.

 

Als der Nathi das vernommen,

ist er spiegelschnell gekommen,

um dem Phari zu benennen,

wo er säumte zu erkennen,

und es helfe weder flennen,

noch die Chance wegzurennen.

Doch er müsse EINS bedenken:

Beim Erwägen, einzurenken,

gibt es einen kleinen Haken -

und da kann er noch so quaken:

Nach Bekennen - wenn es ehrlich -

wird nicht alles heil und herrlich.

Mag ihm auch vergeben werden,

wird er nicht gerecht auf Erden.

Und die Folgen seiner Schulden

bleiben dennoch zu erdulden,

denn sie sind ja nicht verschwunden,

hinterlassen manche Wunden.

 

Doch die Schulden wie die Wunden -

Nathi kann es selbst bekunden -

hat ein Anderer getragen,

ohne Schuld ans Kreuz geschlagen.

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Er sah den Tod nicht!

Sein Name bedeutet „Weihe“ bzw. „Einweihung“. Ein treffender Name für sein Gott geweihtes Leben, von dem er 300 Jahre lang mit Gott wandelte. Er war der Siebte nach Adam und hat u.a. geweissagt: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten Worte, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.“ Jud. 14/15 - „Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten6 wandeln; und ihr Mund redet übertriebene Worte, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln.“ Jud. 16 - In der Auflistung bei 1. Mo. 5 wird er - wie Noah auch - hervorgehoben! - Mit 65 Jahren zeugte er Methusalah, und mit 365 Jahren wurde er von Gott hinweggenommen. „Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so daß er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, daß er Gott wohlgefallen hatte.“ aus Hebr. 11

 

Henoch - ein Vorbild für die Gemeinde Jesu in Bezug auf seine Hingabe an Gott, dessen Willen er tat: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ aus Röm. 12 - Henoch, ein Sinnbild für die Gemeinde Jesu in Bezug auf die verheißene Entrückung. Noah hingegen versinnbildlicht Israel, denn er überlebte mit den Seinen den Untergang der alten Welt.

 

Wie seiner o.g. Weissagung zu entnehmen ist, hat er am Anfang der Bibel schon auf Jesu Wiederkunft und der Entrückung der Gemeinde hingewiesen. Eine frohmachende Botschaft, die nicht oft genug zum Ausdruck gebracht werden kann, um der Gemeinde auch im N.T. Mut zuzusprechen: „Damit er eure Herzen stärke und sie untadelig seien in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen.“ aus 1. Thess. 3 - Aus Seinen Worten wird aber ebenso das Gericht Gottes deutlich. - All jene, die Gott und auch Israel durch Hohn, Lästerung oder Verleugnung des Holocaust schmähten, werden nicht ungestraft bleiben, sondern gerichtet! „Du aber sollst erkennen, daß ich, der Herr, alle deine Lästerungen gehört habe, die du gegen die Berge Israels ausgestoßen hast, indem du sprachst: »Sie sind verwüstet, uns sind sie zur Speise gegeben!« So habt ihr mit eurem Mund gegen mich großgetan und viele Worte gegen mich geredet — ich habe es gehört!“ aus Hes. 35, nicht nur an Edom gerichtet.

 

Welche Kriterien wird Jesus bei Seinem Wiederkommen beim Gericht über die Nationen anwenden?

 

Wenn der Menschensohn wird kommen, wird Er sitzen auf dem Thron.

Heidenvölker sind versammelt und gerecht geschieden schon.

Schafe sind zu Seiner Rechten, links die Böcke aufgestellt.

Die zur Rechten sind gesegnet, werden erben und erwählt.

Denn sie haben recht gespeiset Menschen die da hungrig sind.

Durst gestillet und bewirtet, auch das fremde Menschenkind.

Haben Kleider hergegeben, und die Kranken gern besucht,

zu Gefang´nen hingegangen, ohne daß sie sie verflucht´.

Taten frei und selbstverständlich, ohne sich zu rühmen hier.

Jene, die geringer galten, Jesus zeigt den Dank dafür.

Zu den Linken wird er sagen: „Geht hinweg, ihr seid verflucht.“

Denn sie hatten stets im Leben nur das Eigene gesucht.

 

„Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“ aus Mt. 25

 

Auch jene, die die Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgen, werden - wie Saulus - Gottes richtende Hand zu spüren bekommen: „Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“ aus Apg. 9

 

Wer Jesus wirklich nachfolgen will, tut es mit -> ungeteiltem Herzen, so wie Henoch. Am Lebensende eines jeden Menschen werden weder Erfolg, Besitz noch sonstige eigenen Ziele eine Rolle spielen, sondern Gott wird jeden Einzelnen danach fragen, ob er das, was Gott mit ihm während des Lebens vorhatte, auch ausgeführt hat. Henoch wandelte mit Gott, und genau DAS war auch die Voraussetzung dafür, daß Gott mit ihm wandelte. - Wer lieber eigene Wege, Ziele und Pläne gehen bzw. verfolgen will, der mag dies tun, braucht aber dann nicht zu erwarten, daß Gott auch mit ihm geht, wenn Er diese Wege nicht für ihn vorgesehen hat bzw. nicht gutheißt. Auch unter den Christen gibt es viele, die zwar beten, daß Gott sie begleiten möge, die dann aber ihren eigenen Willen durchsetzen und eigene Wege gehen, ohne auf Gottes Wort bzw. Ant-Wort auf ihr Gebet zu hören. Da geht Gott nicht mit, und die Rechnung müssen sie allein bezahlen, ein bitteres Erwachen, weil sie die Warnungen und Gebote des Herrn nur halbherzig oder gar nicht befolgt haben.

 

Henoch hat sein Leben ganz und gar auf Gott ausgerichtet, deshalb ging Gott auch mit ihm. Voraussetzung ist die Bereitschaft eines Menschen, mit dem Herrn gehen zu wollen! „Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.“ aus Joh. 12

 

Ein bekehrtes Gotteskind sollte daher nicht zuerst fragen: „Was will ich?“ sondern wie Paulus fragen: „Herr, was willst du, daß ich tun soll?“ aus Apg. 9 - So kann er, wenn er ans Ende seines Lebens angelangt ist, auch sagen: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“ aus 2. Tim. 4

 

Wer als Christ glaubt, sich auf einem, als gesichert empfundenen, reservierten Platz zu befinden, wo er nichts mehr zu tun braucht, als sich däumchendrehend brav auszuruhen, der versucht nichts anderes, als seine eigenen Lebensmuster selbst zu choreographieren, indem er nicht Gottes Willen, sondern seinem eigenen Willen folgt. Oft wird dann das regelmäßige Gebet oder das Studium der Bibel vernachlässigt, oder der Gottesdienst versäumt, weil manch einer lieber länger schlafen will. - Nicht nur Jesus und Paulus haben es der Gemeinde vorgelebt: „Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.“ aus Lk. 4 - „Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, indem er erläuterte und darlegte, daß der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und sprach: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus.“ aus Apg. 17

 

Mit Jesus zu leben bedeutet auch, sich von Ihm begleiten zu lassen bei allen Entscheidungen, die auf dem Weg des Lebens zu treffen sind. Und wenn der gläubige Christ mal stolpert, fällt und versagt, darf er an Ihm festhalten, so daß jeder Außenstehende, der am Christsein des Andern zweifelt, erkennen kann, daß er trotzdem auf Jesus baut, wieder aufsteht und mit Ihm vertrauensvoll und treu weitergeht. In diesem Sinne wird wohl Hennoch mit Gott gewandelt sein, so daß Menschen, die ihm begegnen durften, seine Gesinnung und seinen Glauben sofort erkennen konnten, weil sie ihm zur Auf-Gabe im Leben geworden waren. Das heißt, eine solche Gesinnung läßt sich nicht nur hin und wieder oder im stillen Kämmerlein leben, sondern beständig im Alltag erfahren und erkennbar werden, auch und vor allem bei Schicksalsschlägen, allein UND in Gemeinschaft ist Jesus für den gläubigen Christen Mittelpunkt im Leben, auch bei Verfolgungen aller Art und in Zeiten der Anfechtung. „Die Schlingen der Gottlosen umgeben mich, aber ich vergesse dein Gesetz nicht. Mitten in der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken für die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit.“ aus Ps. 119

 

Eine beständig begegnende Beziehung zu Gott, das war es, was Henoch vorlebte, ohne in sein altes Leben zurückzukehren. - Fehler und Schwächen begeht jeder Mensch, bei Henoch wird es sicher nicht anders gewesen sein. Doch er konnte immer wieder aufstehen und sich in allen Lebenslagen auf seinen Herrn ausrichten. Mit 65 Jahren hat er sich bewußt zu Gott bekehrt, dem Jahr, als sein Sohn Methusalah geboren wurde. Ein Name mit der Bedeutung „Ist er tot, so wird er senden“ und der zweiten Bedeutung „Wurfspieß“. Im selben Jahr, als Methusalah starb, war die Sintflut! - Ob Henoch von dieser bevorstehenden Katastrophe „wußte“ und sich deshalb zu Gott bekehrte? Auf jeden Fall hat er die verbleibenden 300 Jahre seines Lebens in bewußter Hingabe an den Herrn gelebt und sich von seinem vorherigen Lebenswandel abgewandt.

 

Der gläubige Christ weiß AUCH um das kommende Gericht Gottes! Deshalb kann er nicht so leben wie vor seiner Bekehrung, sondern immer mit Blick auf Jesu Wiederkommen sowie auf die Zeichen der Zeit, in der er lebt, die ihm ja u.a. durch die Offenbarung aufgezeigt werden sollen. Denn: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht...“ aus 2. Petr. 3 „Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.“ aus 1. Thess. 5

 

„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so daß er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, daß er Gott wohlgefallen hatte.“ aus Hebr. 11 - Sein Wandel mit Gott fand also Wohlgefallen vor dem Herrn. - Was wird Gott über unseren Lebenswandel sagen, wenn Er uns zu sich holt? Manche Christen glauben nicht an die Entrückung, was ein Hinweis darauf sein kann, daß sie in ihrem Glauben an Gott noch nicht so gefestigt sind, wie es Hennoch war, der doch „durch Glauben entrückt wurde“. Es steht ja auch geschrieben, daß viele kurz vor der Entrückung nicht mehr an diese glauben werden. Warum wohl? Weil es schmerzhaft ist, wenn Gott seinen Finger in genau DIE Wunde legt, die der Christ auch in DIESEM Zusammenhang noch hat! Wer nicht mit Jesu Wiederkunft rechnet, wird nicht entsprechend darauf vorbereitet sein, ebenso wenig, wie er sich drauf freuen können wird wie jene, die darum beten, daß Jesus bald wiederkommt, weil sie die Zeichen der Zeit nur allzu deutlich erkennen!

 

Viele Namens-Christen schieben diesen für sie unbequemen Gedanken weg, weil sie entweder noch etwas zu erledigen haben oder sich in ihrer gleichgültigen Lauheit denken, jetzt wäre es noch nicht so weit. Sie nehmen sich und ihre Ziele weit wichtiger, als den und das, woran sie glauben. Oder aber sie schämen sich, in Gegenwart anderer darüber zu sprechen und es laut und deutlich zu bekennen, weil sie mit Hohn und Spott rechnen müssen, wie den Christen ja vorhergesagt wird: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ aus 2. Petr. 3

 

Diese Namens-Christen seien zur Wachsamkeit gemahnt: „Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird!“ aus Lk. 12

 

Henoch wurde gesucht, denn nachdem er entrückt worden war, „wurde er nicht mehr gefunden.“ s.o. Wie werden wohl seine Freunde, Angehörigen und Nachbarn darauf reagiert haben, als er plötzlich nicht mehr auftauchte? Heute würden sie wohl erst nach ihm suchen und später dann eine Vermißtenanzeige aufgeben. Bei Henoch blieb die Suche allerdings ohne Erfolg. Mit anderen Worten: Die Entrückung ist für den gläubigen Christen etwas Wunderbares, aber für die Hinterbliebenen wohl eher erschreckend, vor allem DANN, wenn sie irgendwann mal etwas von der bevorstehenden Entrückung gehört haben, und dann Furcht bekommen, daß sie selbst nicht mit entrückt wurden. Sie werden sich ganz sicher an die Worte erinnern, die ihnen gesagt wurden in Bezug auf die Entrückung, und dann liegt es an ihnen, ob sie sich doch noch zu Jesus Christus bekehren oder nicht.

 

„Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!“ aus 1. Thess. 4

 

Sicher werden viele über diese Zeilen lachen oder spotten. Sollte aber der Tag kommen, und unglaublich viele Menschen nach deren Freunden und Familienangehörigen suchen, und vorher nichts von der Entrückung gehört oder gelesen haben, dann wissen sie zumindest JETZT Bescheid! Also ich werde schonmal zu den Gesuchten gehören, was jene, die dann Suchende sein werden vielleicht als Anlaß nehmen könnten, mal darüber nachzudenken, wie es ihnen ergehen wird, wenn Famlienmitglieder plötzlich verschwunden sein werden... ohne jemals wieder aufzutauchen... in DIESEM Leben.

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Gegen den Strom

(Ge- und Beflügeltes)

 

Die Gruppe wählt er sich als Hort.

Sie läuft und rennt von Ort zu Ort

und bleibt doch stetig stehen.

Ihr Flattern gleicht dem Hühnerflug,

dem unbeschwingten Atemzug,

den schaugespielten Wehen.

 

Sie glucken nestbequem und warm

im denkerfaulen, trägen Schwarm

und geben sich zufrieden.

Den Widerständen abgeneigt,

das Neue flugs-lich umgezweigt

und Fremdes stets gemieden.

 

Das Ei gelegt - es reicht ja aus -

die Federn lassen sie zuhaus´

und gackern fort im Kreise.

Verändern, nein, auf keinen Fall!

Sie käm´ nicht an im Hühnerstall,

die möglich-and´re Weise.

 

Indes der Adler ruft ihm zu:

„So hör´ doch auf mit all dem Schmu

und hebe an zu fliegen!

Die Schwingen breite aus und weit!

Zum Tragen-Lassen sei bereit,

im Winde sanft zu wiegen.

 

Allein - wie ich, so schaust Du mehr!

Dem Wachsen setz´ Dich nicht zur Wehr!

Hör´ auf zu tolerieren,

und mach´ Dich frei vom Gruppenzwang!

Entscheide mutig Deinen Gang.

Du wirst die Scheu verlieren,

 

indem Du selbstgeachtet fliegst

und so Dich selber nicht betrügst

gewinnst Du bald im Glauben.

Im Ja zur Schwäche wird Dir klar,

daß sie die Kraft zum Trotzdem war.

Und die kann niemand rauben.

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Löffeliges

 

Wer helle Ohren hat zu hören,

der halte steif sie und gespitzt,

sobald er merkt, daß Labertasche

´mal wieder auf den ihren sitzt.

 

Sie hört sich lieber selber schwätzen,

zu sagen hat sie nichts indes,

verb-Ohr-t wie taub auf beiden Ohren,

dahinter grünlich, welch ein Streß!

 

Denn nur wer wach ist zuzuhören,

der hat zu sagen ´was - und ob!

Wer Phrasen drischt, macht viele Worte,

so Dampf und dumpf wie Einheitsmob.

 

Es lohnt sich, öfter hin-zu-hören,

die Fehlerquote sinkt enorm!

Man braucht sich nicht die Zunge beißen,

und auch das Ohr, es bleibt in Form.

 

Jakobus eins und da Vers neunzehn -

hier weiß ein Schlitzohr schnell Bescheid.

Doch tut sich mancher schwer zu lernen

vom Anderen, der ratgescheit.

 

Die Quasselstrippe weiß es besser,

denn Weisheit fraß sie löffelweis´.

Sie liegt ja lieber IN den Ohren,

dahinter schreibt sie sich nur Sch...

 

Denn würd´ sie ihre Grenzen kennen,

dann wär´ sie sich auch nicht zu schad´,

auf kluges Außenwort zu hören,

´mal fern dem eig´nen Trampelpfad.

 

Die Ohren auch ´mal offen halten,

es löst sich vieles oft allein,

denn statt das Eig´ne durchzusetzen,

da ohrt man and´re Meinung ein.

 

Wo Rechtehaber Ohren feigen,

da horchen wache Lauscher auf.

Denn auch die Wände haben Ohren,

und nehmen´s faustedick in Kauf.

 

Dem Dauerschwätzer zieht man höflich,

am besten fix die Ohren lang.

So kriegt er selbige gewaschen

und hört so besser Ton und Klang.

 

Zugleich ihm noch die Augen öffnen,

damit der Ego-Kreisverkehr

so augenblicklich klar erkenne:

`Da ist ja außer mir noch mehr!`

 

Nun habt ihr euer Ohr geliehen,

für das, was mir zu Ohren kam.

Und wenn es aus dem andern schwindet,

dann paßt es meistens nicht in´ Kram.

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Letzte Frage ?

 

Schuld. - Genug! Der Phari will das Wort verflixt nicht hören.

Schließt er doch von innen sein Gefängnis lieber zu.

Keine nennenswerten Fehler hat er je begangen.

Mängelbagatellen wiegen nicht so schwer. Im Nu

 

strickt er sich die drei verblümten Tarn-und-Aber-Kappen,

eine rechtgefertigt, außen image-weiß lackiert.

Eine zweite teils zum Leugnen, teils zum ´Runterspielen.

Pokerface und Bluffen, das die Andern irreführt.

 

Bei der dritten muß er enger seine Maschen ziehen,

im Verdrängen ist er nämlich noch nicht ganz so gut.

Und so ziehen seine Jahre tarnbekappt ins Lande.

Vor den Schatten seiner Schulden war auf der Hut.

 

Doch sie wurden mit den Jahren auf´m Buckel länger.

Sie verfolgten unerbittlich ihn auf Schritt und Tritt.

Denn er schleppte nicht mehr nur die kleinen Stolpersteine,

sondern in der Summe einen Berg an Schulden mit.

 

Als Verwalter jeder seiner selbst-veranten Worte,

kam er schließlich um die Lebens-End-Bilanz nicht ´rum.

Und zu allem Übel kamen noch die Fehlentscheide.

Dieser Lebens-Saldo lähmte ihn betroffen-stumm.

 

Resigniert betrachtet er den Last-gebeugten Spiegel

Trennung, Wunden, Unversöhntes, Brüche - bittervoll.

Und zu oberst auch noch das, was ihn zutiefst verletzte.

Wirklichkeit und Lebenslüge, Haben so wie Soll.

 

Kleine Risse konnte er noch mühsam retouchieren,

doch der Krug im Innern, unverbergbar, war entzweit.

Ungeschehen machen, davor flüchten, es umgehen,

nichts vermochte ihm zu nehmen Bitterkeit und Leid.

 

Und das lange Leben schien nun plötzlich stillzustehen.

Ein verzweifelt´ Kind, es klopfte an der Seele Tür.

Und er suchte weiter noch vergeblich und mit Mühe

Einen Ausweg, strudel-abwärts, noch im Zwischen-Hier.

 

Endlich grüßte ihn der letzte Tag in seinem Leben.

Ruhelos und angstbeladen kam die letzte Nacht.

Würde er die letzte Chance in jener Hand ergreifen,

dessen, der - ans Kreuz geschlagen - rief: „Es ist vollbracht!“

?

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Lau verbrannt

 

Heut´ geht Phari in die Kirche.

Meistens geht er nur zum Schein.

In den letzten Erdentagen

zieht die Lauheit lauter ein.

 

Offenbarung drei im Briefe,

ab dem Verse vierzehn zeigt,

was im Heute zu erkennen

und von eit´lem Phlegma zeugt.

 

Gotteshäuser gleichen „innen“

Menschentempeln allzu oft.

Unverbindlich, saft- und kraftlos

geistlich leer und meistens soft.

 

Pharis Freunde, Namens-Christen,

leben weder heiß noch kalt.

Unter´n Teppich wird gekehret,

und auch dies mit Vorbehalt.

 

Geistlich nur noch mittelmäßig,

Kaffeekränze mit Gesang.

Jenes Mahnen, wach zu bleiben,

ist nicht weiter von Belang.

 

Lampen ohne Öl und Feuer,

Sauerteig-Bequemlichkeit,

Freigefühl für eig´ne Zwecke

mißgebraucht. In weißem Kleid -

 

falscher Friede. Sofachristen -

geistbetäubt und halserstarrt.

Einheit ohne echte Wahrheit

ist mit Lauheit stets gepaart.

 

Draußen, VOR so manchen Kirchen

ist´s oft menschlicher als drin.

Denn sie legen Gottes Worte

sich zurecht nach ihrem Sinn.

 

Lasche, temperierte „Christen“,

demaskieren sich allein:

Selbstzufrieden, fromm-gerechter,

satter Eso-Watte-Schein.

 

Dabei läßt sich Gott nicht spotten,

denn er sieht ins Herz hinein.

Selbstgefälliges Gehabe

kann der Lauen Abgrund sein.

 

SEINE Gnade zu entfachen,

wieder neu belebt im Geist,

wo sich frommes Däumchendrehen

letztlich als Gefahr erweist.

 

Phari will das gar nicht hören,

denn er l(i)ebt den Selbstbetrug.

Ist sich selbst mit seinem lauen

Tun und Denken schein-genug.

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Weil er ´was Besseres ist

 

Mensch, was ist der Phari glücklich,

denn er ist nicht so wie „DIE“!

Daher pflegt er brav sein Urteil,

denn so werden will er NIE!

 

Dafür ist er zu gebildet.

Niemand reicht an sein Niveau.

Und so schwebt er über allen.

Phari macht das richtig froh.

 

Von den Assis und den Loosis

hält er sich am besten fern,

denn er ist ja nun was „Bess´res“,

pudert seine Nase gern.

 

Rümpfend nimmt er sie nur ´runter,

wenn sein Wert ist angeknickt.

Überheben ist die Pille,

die ihn ins Nirwana schickt.

 

Jener Vierte-Klasse-Pöbel

er erinnert ihn daran,

wieviel Gründe er zum Schämen

OHNE Pille haben kann.

 

Und sie stören seine Kreise,

seine Kleinheit höhnt er weg.

Lieber zieht er diese Assis

spottbefriedigt in den Dreck.

 

Auf den falschen Weg geraten,

Ausgegrenzte sind sie bloß.

Hierum macht er einen Bogen,

denn sein Nimbus ist zu groß.

 

Ihm gefällt sein tadelloses,

unbeflecktes Spiegelbild.

Es erhaben abzuschmusen,

ist er morgens schon ganz wild.

 

Handeln nur nach eig´nem Willen,

schließt die Rücksicht immer aus.

Wer´s gewohnt, gering zu schätzen,

kehrt nicht gern im eig´nen Haus.

 

Doch der Phari ist Gelehrter,

Pächter von Moral und Stil.

Deshalb jucken ihn die vielen

eig´nen Flecken nicht so viel,

 

die er UNTER weißer Weste,

redlich-pfui verstecken kann.

Somit bleibt er maskensicher

äußerlich der Saubermann.

 

Hochgebildet, ohne Rückgrat

bleibt er jener Bildung fern,

die im Herzen sich befindet. - -

Phari mag das gar nicht hör´n.

 

Lk. 15, 1-2


Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und ißt sogar mit ihnen.

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Angst?

„Achtet doch aufmerksam auf eure Wege! Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr eßt und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm; und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel!“ aus Hag. 1 - „Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft. - Denn in einer Stunde wurde dieser so große Reichtum verwüstet!“ aus Offb. 18

 

Angst?

 

Ängste in der Nacht um Morgen, Existenz, Beruf - sie lebt,

wenn die Erde Deines Lebens unter Deinen Füßen bebt.

Zweifelnd, sorgend, quälend, panisch. Welt, sie leidet immer mehr.

Kranke, Alte, Arme, Kinder. Ängste tiefer als das Meer.

Und die „Zahlen“ steigen stetig. Wirklich sicher ist kein Ort.

Ohne Glauben wird sie mächtig, wo sie meidet Gottes Wort.

 

Schleichend kommt sie angekrochen, ausgelöst durch Sorgen, zäh.

Durch die einsame Belastung, überfordert sie doch jäh.

Und die Ängste werden stärker, ohne Schlaf, die Angst, sie wacht.

Weder Ärzte noch die Heiler stoppen Ängste. - Welt in Nacht.

Wird der Zustand sich verbessern? Schlimmer wird er! Wache auf!

Denn Du wirst ihn nicht mehr bremsen, nicht in diesem Erdenlauf...

 

Angst ist auch ein Feind des Glaubens - David gegen Goliath.

Denn sie kann nur DANN beherrschen, wenn der Glaube Zweifel hat.

Jesus will die Ängste nehmen, will befreien von der Last.

Angst, die Folge mancher Sünden, wo der g´rade Weg verpaßt.

Adam mußte sich verstecken, denn er fürchtete sich sehr,

wollte Gott ja nicht gehorchen. Ungehorsam wurde schwer.

Wegzulaufen und zu flüchten führt nur tiefer in die Schmach.

Gott in Ängsten abzulehnen, eigentliches Weh und Ach.

Angst ist selber keine Sünde, doch Zusammenhang besteht,

wo ein mangelnd´ Gottvertrauen Seine Wege nicht mehr geht.

Davon will der Herr erlösen. Überwinder soll´n wir sein,

dies um Jesu Christi willen. Laß Ihn in Dein Leben ein.

 

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!“ aus Ps. 27 - „Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen.“ - „Du bist mein Schirm; du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann.“ aus Ps. 32

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